loyalbushie

Kampf der Marxeslästerung – weltweit und überall!

In Kultur und Zeitgeist, Satire on September 4, 2009 at 9:09 pm

Jetzt haben wir es sozusagen auch als Christen amtlich: Das größte Problem, dessen sich die Evangelische Kirche in der heutigen Zeit anzunehmen hat (und jener Teil der Katholiken, der sich dem “Linzer Weg” verpflichtet fühlt, wird das nicht anders sehen), ist nicht Alkoholismus bei Jugendlichen, ist nicht Gewalt, ist nicht Mobbing durch Peer-Groups in der Staatsschule, ist nicht Abtreibung, Unmoral oder Frühsexualisierung, ist nicht Persönlichkeitszerstörung durch Gleichschaltung der Geschlechter (Gender Mainstreaming), ist nicht geistige Umweltverschmutzung durch Medien und miese Filme – nein, es ist natürlich der böse Fundamentalismus, der das weite Erdenrund zum Einsturz zu bringen droht.

Aus diesem Grunde müssen Theologen sogar einen “Selbstverteidigungskurs” dagegen anbieten – die Evangelikalen erzittern gewiss jetzt schon vor den Trägern des Schwarzen Gürtels im Feng Shui…

Zwar gibt es durchaus auch in unseren Breiten klare Ansagen in Punkto Armut. Zum Beispiel von dem Zeitgenossen auf dem unteren Bild, der eines deutlich zu erkennen gibt: “Eure Armut kotzt mich an!”

Aber im Grunde genommen kann das aus progressiver Sicht erst der erste Schritt sein und hier gehen die fortschrittlichen Theologen äääh sorry TheologInnen – nicht weit genug. Es wird Zeit, die Errungenschaften der Moderne endlich auch wirksam staatlicherseits zu schützen – nötigenfalls auch mit den Mitteln des Strafrechts.

In diesem Zusammenhang ist die Schaffung eines Tatbestandes “Marxeslästerung” im deutschen StGB, idealerweise jedoch gleich mit Geltung für die gesamte EU unerlässlich und mit dem gleichen Strafsatz (mindestens 1 bis 5 Jahre Haft) sollte auch die “Evolutionsleugnung” geahndet werden. Selbstverständlich kann auch die “Infragestellung der Reproduktionsfreiheit” nicht straffrei bleiben. Mittels dieses Paragrafen (Strafsatz nicht unter 6 oder passend zum Ergebnis gleich 9 Monate) können nicht nur Kritiker des durch die sozialistischen Genossen in aller Welt (von Wilhelm Reich über die nationale Ausgabe der Sozialisten bis hin zu Mao) und die ruhmreiche 68er-Generation initiierten Wertewandels und die Abtreibungsgegner zum Schweigen gebracht werden, sondern es wäre auch der Grundstein dafür gelegt, Papst Benedikt XVI. ob seines Herummäkelns am Gummikult hinter schwedische Gardinen zu befördern. Am Besten gleich ab nach Den Haag – zusammen mit dem bösen imperialistischen Kriegsverbrecher Bush.

Geeignete flankierende Maßnahmen zur Durchsetzung dieses Maßnahmenpakets gegen den Fundamentalismus müssen auch auf kulturpolitischer Ebene durchgedacht werden. Mir fällt da beispielsweise ein Aufführungsverbot des Oratoriums “Die Schöpfung” von Joseph Haydn ein oder dessen Zwangsumschreibung in “Die Evolution”. Bedauerlicherweise steht der ehrwürdige Genosse Johannes R.Becher hiefür nicht mehr zur Verfügung… – Am Besten, es wird künftig zum Fest der Jahresendflügelpuppe (ehem. “Weihnachten”) nur noch die “Sau Jolanthe” intoniert…

Allerdings müsste die UNO auf Drängen der EU als Trägerin des Fortschritts gleichzeitig von den USA verlangen, die Unabhängigkeitserklärung zu ändern, da dieser – auf religiösen Fundamentalismus zurückgehende – Akt 1776 auch vom bösen Geist des Kreationismus und von nicht gendergerechter Patriarchatssprache erfüllt ist. Eine Abänderung der Passage “that all men are created equal” in “all persons have evolved themselves into equals” ist das Mindeste, was man erwarten kann.

Ansonsten müsste man notfalls diesen schon ursprünglicherweise ungesetzlichen Akt der so genannten “Gründerväter” als Null und Nichtig erklären und seitens der UNO mit militärischen Mitteln die Rückgabe der abtrünnigen Provinzen und aller seither neu gebildeten und in die “USA” dazugestoßenen Mitverschwörerstaaten an die Britische Krone durchsetzen.

Im Umfeld der Administration Obama dürfte bezüglich dieser Überlegungen auch gewiss Gesprächsbereitschaft bestehen.

  1. Grüß Gott,
    also dieser Kommentar ist an der falschen Stelle, oder doch nicht, denn ich hab gerade erst bemerkt, dass Du Dich selbständig gemacht hast – allerdings hatte ich das „loyalbushie“ für Satire gehalten, drum bin ich vielleicht doch in dieser Rubrik richtig.
    Und nun ist es womöglich ernst gemeint? *stumpfumfall*

    Na, was an dem Mann gut zu finden ist, außer dass er eines Tages das Alkoholtrinken ließ – das kannst Du dann ja mal gelegentlich ausführen.
    Über seine Innenpolitik kann ich nichts sagen, außer dass sie wohl die soziale Spaltung in den USA noch verschärft hat und seine Außen“politik“ hat unter falschen Voraussetzungen Afghanistan und den Irak destablisiert, so dass sich die Menschen schon fast wieder nach ihren diktatorischen Vorgängersystemen sehnen.
    Nun glaub ich ja manchmal, dass der Mann nur ein armes Würstchen ist, das versucht von Papa geliebt zu werden, aber arme Würstchen haben schon mehr als einmal Unheil auf der Welt angerichtet.
    Da nützt auch kein Glaube, wenn man den Verstand ausschaltet und mit Folter und Lügen agiert.

    Insofern bin ich keine treue Anhängerin des transatlantischen Bündnisses, aber ich will hier ja auch nicht Co-Autorin werden. Ich wünschte, Deutschland würde die NATO verlassen und ebenso meine zweite Heimat, die Türkei. Wünschen darf man ja….

    Übrigens bin ich auch kein Obama-Fan, so leicht beeidruckt man mich nicht, obwohl er zugegeben geschickter agiert.

    Also dann, guten Start hier und auf interessante Diskussionen.

    Grüße von Meryem

  2. Hallo Meryem,

    also erst mal freu ich mich, dass Du hierher gefunden hast und gleich den ersten Kommentar hier gelassen hast, Danke für die guten Wünsche.🙂

    Na ja und loyalbushie hab ich doch schon auf dem anderen Blog geheißen. So erkennst Du mich wenigstens wieder.😉 Und gegen Dich als Gast- oder Mitautorin hätte ich ungeachtet einzelner Meinungsunterschiede keinerlei Einwände. Ich habe – wie Du auf meinem alten Blog mitbekommen hast – nur ein Problem mit niveaulosen Leuten. Die Ansage hier im About soll vor allem der Abschreckung von Atheisten, Nazis, Kommunisten und Leuten dienen, die Pöbeleien Marke PI verbreiten wollen.

    Ich kann nachvollziehen, dass man vom Standpunkt einer gläubigen Muslima aus eine etwas andere Sicht der Dinge vor allem in außenpolitischen Fragen hat, entsprechend auch bezüglich der Person von George W.Bush.

    Außenpolitisch wüsste ich persönlich nicht, was ein Präsident der USA – wer es auch immer gewesen wäre – nach dem 11.September viel anders hätte machen können als Bush. Mit einem Mal sind 3.000 Menschen ausgelöscht worden und zwar von Leuten, die nicht nur gegen den Westen, sondern auch gegen gemäßigte Muslime wie Dich im Zweifel Gewalt anwenden würden, weil sie die Religion als Vorwand nehmen, um schlimmste Verbrechen zu verüben.

    Ich halte Bush auch zugute, dass er von Beginn an deutlich klargestellt hat, dass es nicht „der Islam“ ist, der für so etwas verantwortlich ist, sondern Terroristen, die zu Unrecht Deine Religion vereinnahmen. Bush hat stets zwischen dem Islam und jenen, die ihn missbrauchen, klar unterschieden, was ihm auf Blogs wie PI oder auch jenem, wo ich früher war, nicht selten angekreidet wurde: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/USA/bush-islam.html

    Was ich an ihm besonders schätze ist aber, dass er gesellschaftspolitisch mutig war und gute Entscheidungen getroffen hat.

    Eine seiner ersten Amtshandlungen war, allen Organisationen auf staatlicher und auf UN-Ebene, wie zB Planned Parenthood, die finanziellen Mittel gestrichen hat, die entweder in den USA selbst oder in den Entwicklungsländern Abtreibungen durchführen, unterstützen oder organisieren. Er hat eine sehr restriktive Politik gegen die Forschung an embryonalen Stammzellen und gegen Tendenzen in Richtung Eugenik und Euthanasie betrieben.

    Unter seiner Regierung waren die USA ein verlässlicher Partner des Vatikans und islamischer Länder, als es darum ging, der „Kultur des Todes“, wie sie zahlreiche linksorientierte Staaten und NGOs im weltweiten Maßstab durchsetzen wollten (denk nur zB an die Ziele der „Weltentvölkerungskonferenz“), Widerstand entgegenzubringen.

    In der Nahostpolitik hat Bush einerseits Israel seine klare Unterstützung bewiesen, andererseits aber Scharon und Barak dazu bewegt, Zugeständnisse an die Palästinensische Autonomiebehörde zu machen und dem Gedanken einer Zwei-Staaten-Lösung näherzutreten – etwas, was Bush sogar harte Kritik in den Reihen seiner treuesten Anhänger, der evangelikalen Christen, eingebracht hat.

    Vor allem aber konnten sich „faith based“ Initiativen sicher sein, dass sie unter der Regierung Bush nicht in ihrer Arbeit behindert würden, wie dies unter den Regierungen der Sozialisten (Demokraten) stets der Fall war.

    Das mit der NATO sehe ich deshalb anders, weil die NATO zumindest Westdeutschland während des Kalten Krieges vor einer Aggression des gottlosen Kommunismus geschützt hat. Und es ist eine funktionierende Struktur zur Friedenssicherung, zu der es derzeit keine Alternative gibt. Denk bloß mal an der Versagen der EU und der UNO in Bosnien während der 90er-Jahre (Stichwort „Srebrenica“).

    Von Obama halte ich überhaupt nichts. Er ist für mich ein Sozialist wie die meisten europäischen Politiker. Sie sind dem Christentum ebenso feindlich gesinnt wie dem Islam und wollen erst uns und dann Euch zum säkularen Humanismus bekehren, damit Ihr dann am Ende genauso Eure Kultur und Eure Traditionen ablegt wie es die meisten Europäer längst getan haben.

    Na ja, trotzdem viel Freude hier auf unserem Blog und lass Dich gerne wieder mal hier lesen!

  3. Grüß Gott,
    also, wenn man die offizielle 9/11 Version glaubt, dann mag Deine Meinung nachvollziehbar sein, aber inzwischen ist ja lange klar, dass man uns nicht die Wahrheit gesagt hat. Da es aber eine Lebensaufgabe wäre, aus den unzähligen Theorien die Glaubwürdigen herauszuarbeiten und ich dazu weder zeitlich noch technisch in der Lage bin, halte ich es mit Sabine Schiffer vom Institut für Medienverantwortung, die auf einem Vortrag mal sagte: „Wir wissen, dass es nicht so gewesen sein kann, wie uns gesagt wurde. Aber wir sind nicht zuständig herauszufinden, was gewesen ist, sondern die, die uns belogen haben, müssen uns die Wahrheit sagen“

    Und da bin ich ziemlich sicher, dass das zu meinen Lebzeiten noch ans Tageslicht kommt, sollte ich nicht früh versterben.

    Aber selbst angenommen, es wäre wahr: Bush hat den Irak Krieg angezettelt, der mit der Sache nichts zu tun hatte, unter Lügen wegen der angeblichen Giftgaswaffen usw. – ich glaube da nicht an uneigennützige Ziele, sondern an Gier nach Öl.
    Afghanistan ist jetzt kaputter denn je und die Verbündeten behüten den Drogenanbau, der explodiert ist.
    Die USA mischen allerorts mit ihren Geheimdiensten mit und streben Destabilisierung von ungenehmen Ländern an – das taten sie allerdings schon immer und unter jeder Regierung. Sie unterstützen als angebliche NATO-Partner der TR z.B, die PKK. Tolle Freunde.
    Und: es heiligt der Zweck nicht die Mittel – ich sage nur Guantanamo, Abu Ghuraib, Geheimgefängnisse und Co.
    Waffenfabrikanten als beste Kumpels sind natürlich auch ein Anreiz, die Welt mit Krieg zu überziehen.

    Damit ist WW disqualifiziert, mag er auch sonst ein paar gute Ideen gehabt haben.

    Und Israel- das ich da eine grundsätzlich andere Haltung habe ist ja klar und dass die USA als treue Verbündete-ich weiß nicht, wer da mehr von wem abhängig ist. Wenn man wirklich sich für eine funktionsfähige Zweistaatenlösung einsetzen wollte, wäre viel mehr Druck nötig. Das was jetzt als Lösung schwebt ist keine, da die Palästinenser kein zusammenhängendes Gebiet bekommen sollen, sondern durch die Siedlungen zerteilt werden und auch von den Ressourcen abgeschnitten.
    Der Zionismus ist nun mal eine rassistische Ideologie, auch wenn aus jüdischer Sicht verständlich ist, dass nach dem Holocaust eine Zuflucht gesucht wurde. Aber da haben wir wie so oft eine Folge des Kolonialmus am Hals, bzw. die Palästinenser baden seit Jahrzehnten aus, dass man sich des jüdischen „Problems“ bei ihnen entledigt hat.

    Ich komme eher aus der linken Ecke und zwar, weil ich schon immer so ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsdenken hatte und immerhin, die linken Ideologien eine gerechtere Welt schaffen wollten. Nur dass es eben ohne Gott nicht geht, egal welcher Richtung man angehört. Dafür sind die Menschen viel zu anfällig für satanische Versuchungen.
    Das sehen wir am Sozialismus und gerade momentan, auch am Kapitalismus, dass die Gier leider immer siegt, wenn die Gottesfurcht fehlt.

    So, das war der Rundumschlag zum Sonntag, schönen solchen! Meryem

  4. Hallo Meryem,

    bevor ich jetzt mal für den Tag zusammen mit meinem Sohn „abtauche“, möchte ich Dir hier noch mal antworten. Kann es sein, dass wir beide auf diesem Blog sozusagen die „Kienzle & Hauser“ werden?🙂

    Ich persönlich sehe keinen Anlass, an der „offiziellen“ Version über 9/11 zu zweifeln. Klar ist so ein Ereignis nicht in 3 oder 4 Jahren aufzuarbeiten, ich denke, Ermittlungen und Untersuchungen werden – was in der Natur der Sache liegt – noch weitere Jahre andauern, aber die ganzen Verschwörungstheorien, die im Internet und sonstwo die Runde machen, halte ich in jedem Fall für Unfug und auch für pietätlos den Opfern gegenüber.
    Es ist völlig klar, dass die natürliche Reaktion auf so etwas ist, sich zu fragen, wie so etwas wirklich sein konnte, dass 15 oder 19 Leute oder wie viel das am Ende waren unbemerkt in der Lage waren, so einen Wahnsinn anzuzetteln und dann noch die technologisch fortgeschrittenste Nation der Welt zu überrumpeln. Aber auch wenn man abstrakt die Gefahr des Terrorismus kannte (und vielleicht an irgendwelche Bombenleger etc. dachte): Mit einer solchen Nummer – Passagierflugzeuge entführen und in Bürogebäude steuern – hat wirklich niemand gerechnet.

    Kennst Du die „Frohe Botschaft“ aus Afghanistan? Ich meine die hier:

    Ich habe am Anfang gedacht, dass wäre ne Verarsche oder so, aber die meinen das wirklich ernst. Und ich frage mich, warum ausgerechnet diese Leute sich dann im Video damit brüsten, dass ihre „Brüder“ 9/11 begangen hätten, wenn es in Wahrheit nicht so gewesen sein sollte?

    Was in Afghanistan und im Irak sein wird, wird man in 20-30 Jahren abschließend beurteilen können. Sollten sich die Länder zu stabilen, einigermaßen friedlichen und demokratischen Staaten entwickeln, wird jeder Bush-Kritiker verstummen, weil niemand mehr fragen wird, inwieweit es gerechtfertigt war, dort von außen einen Regierungswechsel herbeizuführen. Sollte das nicht passieren, wird man ihm auch dann die Schuld an allem geben, wenn es Obama oder seine Nachfolger vergeigt haben sollten, aber dann hätte er es wenigstens versucht, den Menschen dort die Möglichkeit zu geben, einen besseren Staat aufzubauen.

    Und in Afghanistan unter den Taliban hättest Du bestimmt auch nicht leben wollen. Eine Frau wie Du, die offensichtlich über ein sehr hohes Bildungsniveau verfügt, hätte gefährlich gelebt in einem Land, in dem es Mädchen nicht mal erlaubt war, Lesen und Schreiben zu lernen. Und ich kann mich erinnern, wie im Irak Hunderttausende Menschen starben, weil es ihnen durch das UN-Embargo (das zB die Administration Clinton nutzen wollte, um die Menschen zu einer Revolte gegen Saddam zu bewegen) am Nötigsten fehlte, während das Terrorregime Saddam Husseins, der alles andere als ein gläubiger Moslem war, in Palästen gelebt hatte. Dadurch, dass Bush das Regime gestürzt hat, hat er der Embargopolitik die Grundlage entzogen und die Menschen hatten wieder Zugang zu Medikamenten, Nahrung und Schulbildung.

    Dass die USA eine gegenüber der Türkei feindselige Politik verfolgen würden, wäre mir bis dato nicht geläufig gewesen: Ich wusste bloß, dass Bush den angestrebten Weg der Türkei in die EU unterstützt hat. Ich weiß bloß, dass der auch in der Türkei selbst umstritten ist. Einerseits brächte er Chancen und Vorteile, andererseits hätte dann aber auch die sozialistische Gender-, Homo- und Pro-Abtreibungs-Elite in Brüssel die Möglichkeit, dem türkischen Staat verbindlich zu sagen, wie er seine POlitik zu gestalten hätte. Was Du meinst von wegen PKK ist mir jetzt nicht geläufig, Du kannst mir gerne sagen, welche Quellen Du für diese Einschätzung hast.

    Die Gleichung Zionismus=Rassismus kann und will ich nicht unwidersprochen lassen. Sie kann sich zwar auf irgendwelche UN-Resolutionen stützen, aber von der UNO halte ich ähnlich viel wie von der EU. Wenn kommunistische Länder, grausame Diktaturen und NGOs, die sich für die weltweite Freigabe der Tötung von Kindern und zum Teil sogar für Nazi-Eugenik einsetzen, irgendwelche Einschätzungen über Israel zum Besten geben, gebe ich darauf gar nichts. Klar bin ich für Frieden im Heiligen Land, aber ich finde es unfair und man macht es sich zu einfach, alle Verantwortung nur einer Seite zuzuschanzen. Und dass ein Volk, das zu einem Drittel durch den Holocaust ausgerottet worden war, auf Absichtserklärungen höchst allergisch reagiert, die darauf abzielen, den Staat zu zerstören, der seine Zuflucht sein sollte, sollte nachvollziehbar sein.

    Ich komme ursprünglich aus der ganz rechten Ecke. Ich war schon als Jugendlicher abgestoßen vom moralischen und sittlichen Verfall, den die 68er-Generation uns hinterlassen hatte, von dieser ganzen „Woodstock“-Sch*** (sorry), dem Entsorgen von Ungeborenen, weil sie der eigenen Bequemlichkeit im Wege standen, von der Entwürdigung von Frauen und sogar schon jungen Mädchen durch die „freie Sexualität“ und der Verächtlichmachung der Religion und der eigenen Traditionen und Werte. Ich fand auch die selbstherrliche Art unerträglich, wie sich Generationen, die nur Wohlstand und Freiheit kannten, zum Richter über unsere Großelterngeneration aufschwangen. Und diese Sprüche von wegen „Deutschland verrecke“ und so – als ich 15, 16 Jahre alt war, hatten rechte Parteien teilweise auch Wahlerfolge. Ich freute mich sehr darüber, weil es die 68er-Generation ärgerte. Die fremdenfeindlichen Sprüche hatte ich sozusagen „geschluckt“, da dort, wo ich wohnte, sowieso keine Ausländer waren und ich persönlich nie Probleme mit welchen hatte, hat mich das Thema einfach nicht interessiert. Mir war wichtig, dass es ein Gegengewicht zu den Grünen geben würde (und später auch zur SED-Die Linke).

    Jetzt weiß ich auch, dass der Nationalismus eine gottlose, heidnische Ideologie ist und sich die Konservativen in Deutschland mit ihrer undifferenzierten Islamfeindlichkeit selbst ins Knie schießen. Ich kann mir nicht vorstellen, was einen gläubigen Moslem dazu bewegen könnte, linke Parteien zu wählen, da diese ganz schlimme und gottlose Dinge unterstützen. Allerdings kann ich es verstehen, dass Muslime in Deutschland keine wertkonservativen Parteien wählen, weil diese es immer noch nicht begriffen haben, dass Millionen Zuwanderer zB aus der Türkei hier Fuß gefasst und sich eine Existenz aufgebaut haben und dauerhaft hier leben werden. Ich hoffe, eines Tages begreifen sie es, dass Wertkonservative, egal ob Christen, Juden oder Muslime, an einem Strang ziehen sollten.

    Ich wünsch Dir auch einen schönen Sonntag!

  5. Grüß Gott,
    tja so kann´s gehen mit den Rechten und den Linken,🙂

    Was 9/11 angeht – wie gesagt, ich bin nicht motiviert, alle diese Informationen zu sieben – aber dass die offizielle Variante nicht stimmen kann, ist wirklich ziemlich offensichtlich. Warten wir es ab – in dieser Hinsicht bin ich wie gesagt recht sicher, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

    Mal abgesehen vom direkten Attentat, muss man sich aber doch die Frage stellen, was mit der guten Freundschaft von Bush zu den Bin Ladens ist? Und was haben die Amis mit Bin Laden gemacht, der ihnen ja, wie Pakistans Präsident sagt, schon 2001 übergeben wurde?
    (ich bin ja der Meinung, er sitzt in einer netten amerikanischen Seniorenresidenz und wird gelegentlich für eine Aufnahme vor Felskulisse reaktiviert)
    Die Taliban wurden von den Amerikanern groß gemacht gegen die Russen – und nun kommen sie auf einmal nicht mehr gelegen. Natürlich kann die niemand wollen, die bombardieren Mädchenschulen und verweigern Frauen ärztliche Behandlung usw. Aber verbessert hat sich im Land weiterhin nichts und der Drogenanbau ist explodiert, während die Familie von USAs Liebling Karsai groß im Geschäft ist.
    Genauso wie im Irak: begonnen wurde der Krieg wegen angeblicher Verstrickung in 9/11 und der angeblichen Biowaffen – aber dieses war alles nicht wahr. Mit welchem Recht also wird das Land besetzt, auch wenn Saddam Hussein ein übler Diktator war? Und der kurdische Norden, ist sehr verlockend wegen des Öls und deshalb engagieren die Amis sich dort auch sehr – Zugang zur iranischen Grenze inbegriffen.

    Sicherlich kann sich in beiden Ländern irgendwann etwas zum Besseren wenden – bisher kann davon aber nicht die Rede sein – und dass der Zweck die Mittel nicht heiligt sagte ich ja schon. Ich kann einer Regierung, oder einem Land – das ist ja nicht erst seit Bush so gewesen – dass sich egal mit welchen Mitteln anderswo einmischt um seine Interessen durchzusetzen – nun einmal nichts glauben.

    Über die US Aktivitäten rund um PKK gibt es wenig auf Deutsch, aber ich hab grad gestern was gefunden, steht in meinem blog. Die TR distanziert sich ja zunehmend von NATO Politik und das passt den USA gar nicht, da sie bis jetzt von Incirlik aus tun konnten, was sie wollten. Jetzt müssen sie in jedem Flieger einen türkischen Offizier mitnehmen,🙂
    Und die Logistik Richtung Irak wurde ihnen auch verwehrt, was sie sehr geärgert hat.

    So zuletzt Israel: eine Ideologie, die ein Land nur für Juden will, kann man ja wohl rassistisch nennen. Also im Kernland Israel, sollen alle anderen Völker nur zweite Klasse sein. Und die frühen Zionisten haben schon Pläne gehabt, die Araber zu vertreiben, das ist also nicht nur eine Holocaust-Folge. Israel ist auch strategisch wichtig für die USA und deshalb nimmt man ja auch alle Menschenrechtsverletzungen hin.
    Die jüdischen Überlebenden haben ja eine Menge Fähigkeiten und Zähigkeit mitgebracht – warum hat man Palästina nicht zu einem Staat für alle gemacht? Aber nein, man vertreibt die Ursprungsbevölkerung, schafft aus allen Ländern Gleichgesinnte heran und schneidet den übrig gebliebenen Arabern das Wasser ab. Da kann man sich doch nicht über Widerstand wundern?

    Ich würde mir doch wünschen, dass dort endlich Frieden einkehrt, aber das geht nur mit einem Mindestmaß an Gerechtigkeit. Wenigstens die Grenzen von 1967 und dem hatten die Palästinenser schon zugestimmt. Aber sie werden mehr und mehr eingekesselt und Perspektivlosigkeit fördert Wut.

    So und nu will ich auch mal den Sonntag nutzen, Grüße Meryem

  6. Hallo Meryem,

    ich hoffe, Du hast einen schönen Sonntag gehabt. Ich habe den Arbeitstitel des Blogs geändert – ich weiß nicht, ob er auch langfristig so heißen wird (das soll das Team entscheiden), aber seitens künftiger Mitblogger wurde jetzt schon geäußert, dass sie eine Fokussierung des Blogs auf eine Person (George W. Bush) nicht gut finden würden. Ich kann diese Position nachvollziehen, da der Blog sich ja bei weitem nicht nur mit Tagesgeschehen in den USA befassen soll und Bush schlicht und einfach nicht mehr im Amt ist – mag man das jetzt gut finden oder schlecht…

    Ich habe einen Arbeitstitel gewählt, der deutlich macht, dass dieser Blog speziell Wertkonservative (wobei keine Einengung auf Konfessionen, Parteien, Nationalitäten oder was auch immer erfolgt) ansprechen soll und ich hoffe und denke, das ist auch in Deinem Sinne und auch Du fühlst Dich jetzt hier noch wohler…

    Was Du über Israel und Palästinenser schreibst, klingt aus der anderen Richtung komplett gleich, nur mit 180° unterschiedlicher Blickrichtung. Da wird zB auf Palästinenser verwiesen, die in Israel arbeiten, weil sie dort sicherere und besser bezahlte Arbeit haben und dass diese Angst um ihr Leben haben müssten, weil sie von der Hamas als „Verräter“ angesehen werden würden. Und darauf, dass zB in der Knesset arabische Abgeordnete sitzen, in an Israel angrenzenden, mehrheitlich arabischen Gebieten sich aber zB Juden besser gar nicht erst blicken lassen sollten. Auch Berichte über Antisemitismus in palästinensischen Schulbüchern oder Mütter, die in Fernsehkameras sagen, sie würden Kinder dazu gebären, später Märtyrer im Kampf gegen Israel zu werden, sind sehr irritierend…

    Mir ist auch klar, dass zB Berichte auf PI extrem einseitig sind und man sie daher als das betrachten sollte, was sie sind, nämlich Propaganda. Allerdings sind gewisse Dinge, wie ich sie oben erwähnt hatte, sicher nicht von der Hand zu weisen… die Frage ist bloß, wie repräsentativ die von der jeweiligen Seite herausgestellten Beispielfälle für die Haltung innerhalb der jeweiligen Bevölkerung insgesamt sind.

    Ich würde mich freuen, wenn Du uns auf diesem Blog regelmäßig auch bezüglich dieses Themas über Deine Sicht der Dinge und die Informationen, die Dir zukommen, berichten würdest. Wenn wir gleichzeitig dem PI-Spektrum zu islamfreundlich und den Antisemiten zu judenfreundlich sind, wissen wir, dass der Blog auf der richtigen Seite steht.🙂

  7. Moin,moin,
    erstmal hab ich vergessen,was zu dem Video zu sagen – das ist ja wohl ein schlechter Witz, ja? Von wem auch immer, aber ernst nehmen kann ich das nicht. Hab es schon durchs Netz geistern sehen und auch nicht ganz angeguckt, aber das war ja nun wenig glaubwürdig, sowas kann doch jeder zusammenschustern.
    Was nichts daran ändert, dass es ein paar durchgedrehte Geschwister gibt und die natürlich keine Ahnung vom Islam haben. Die 9/11 Attentäter (wenn sie es denn waren) oder diese dubiose „Sauerlandgruppe“ haben sich ja auch alle nicht durch Religiosität hervorgetan. Trotzdem gibt es sicherlich auch Moscheen, in denen in diese Richtung agitiert wird. Da aber der Verfassungsschutz überall ist, sollte man doch meinen, dass sie einschreiten, bevor ernsthaft etwas angestellt wird. Es sei denn, es soll mal wieder ein Gesetz verschärft werden.

    Dass die Israelis alles andersherum sehen, ist ja klar. Und dass es viele Palästinenser gibt, die dort arbeiten müssen,weil sie sonst gar nichts haben, auch. Sogar im Siedlungsbau sind Palästinenser tätig. Natürlich ist es Unsinn, diese dafür zu bestrafen. Ich bin auch nicht der Meinung dass Hamas und Fatah demokratische Organisationen sind. Aber die zionistische Sichtweise tut so, als habe es eine Enteignung und Vertreibung der Palästinenser nie gegeben, dabei ist das das Grundübel seit 60 Jahren.
    Natürlich haben die Palästinenser auch eine Menge verbockt durch Korruption und dgl. – aber wenn man ein Volk 60 Jahre daran hindert, selbständig leben zu können und abhängig vom Ausland macht, was kann man da erwarten? Zumal die arabischen Brüder nicht gerade hilfreich sind.
    Anfangs wurde ja auch Land an jüdische Siedler verkauft, aber das waren dann die Großgrundbesitzer und ihre Pächter standen auf einmal ohne alles da. Und seit der Staatsgründung wird es enger und enger und Israel ignoriert jegliches Völkerrecht – jedes andere Land wäre heftig sanktioniert, aber dieses wird dafür noch belohnt.

    Man kann doch nicht ein Unrecht durch ein anderes Unrecht sühnen. Und man kann auch nicht kollektiv bestrafen und einsperren oder niederbomben. Natürlich wäre ich verzweifelt, wenn mein Kind von einer Kassam-Rakete getroffen würde. Aber gibt mir das das Recht, so loszuballern, dass ich auf einen Schlag Hunderte umbringe?

    Darf ich ein ganzes Volk einmauern, weil mich ein paar bedrohen (und das noch, weil ich sie vertrieben habe?)

    Ich finde die ganze Situation vollkommen schräg. Mit Herrn Ahmadinedschad bin ich mir ganz einig, dass ein solches Unrecht keinen Bestand haben wird (er hat nicht „von der Landkarte radieren“ gesagt). Irgendwann wird auch dort Gerechtigkeit einziehen und inschallah (so Gott will) ohne noch größere Katastrophen.

    Ich kann nur empfehlen, mal Berichte von Leuten zu lesen, die dort leben müssen. Das SOS-Kinderdorf blog aus Gaza z.B. Das sind derartig perverse Lebensbedingungen – und denen geht es ja noch gut, im Vergleich zu vielen anderen.

    Jetzt sitzen seit Januar die Leute in Zelten und bald ist wieder Winter. Israel lässt aber kein Baumaterial nach Gaza und kaum das Nötigste an Lebensmitteln. Ich würde auch Tunnel graben.
    Und in der Westbank mauern sie die Bauern ein und reißen ihre Olivenbäume raus, die dann in Gartencentern an Neureiche verhökert werden, während den Landwirten dort ihr Einkommen geklaut wird. Das Wasser sowieso.

    Ich würde das mit dem „auserwählten Volk“ ja so verstehen, dass von einem solchen auch ein vorbildliches Verhalten erwartet werden kann. Was nicht zu beobachten ist, obwohl es wirklich auch sehr viele mutige Juden gibt, die sich gegen diese Politik aussprechen. Uri Avnery z.B., oder Jeff Halper und viele mutige Initiativen, auch sehr religiöse.
    Erst in Diskussionen hier in den blogs wurde ich darüber belehrt, dass man als Jude nicht einer Religionsgemeinschaft angehört, sondern einem Volk. Weswegen man ganz schnell antisemitisch genannt wird, wenn man antizionistisch ist, obwohl doch der Zionismus mit der jüdischen Religion nichts zu tun hat.

    Jedenfalls wird eine Zweistaatenlösung unter den augenblicklichen Bedingungen nicht funktionieren -hast Du Dir mal Landkarten angeguckt, wie zerrissen das Westjordanland sein soll? Wo doch schon die Trennung vom Gazastreifen so ein merkwürdiges Konstrukt ist?
    Dann die gestohlenen Ressourcen, Ost-Jerusalem voll in israelischer Hand und dann soll auch noch Israel als „jüdischer Staat“ anerkannt werden? Wohlgemerkt – Juden als Volk betrachtet – also Minderwertigkeit aller anderen Bürger?

    Da träume ich doch lieber von einer „Ein-Staat-Lösung“ mit gleichen Rechten für alle. Träumen darf man ja und wir erwarten ja auch, dass Gott für Gerechtigkeit sorgen wird.

    Dass es eine antisemitische Tendenz innerhalb der muslimischen Gemeinschaften gibt, das würde ich übrigens auch nie bestreiten. Wobei sich da eben auch das „Religion=Volk“-Denken bestätigt, das mir eben fremd ist. Was aber Israels Nachbarstaaten wohl normal finden. Und so setzt sich das dann eben fest. Außerdem haben Muslime nicht weniger Vorurteile als andere Menschen und neigen auch leider sehr zum Nationalismus. Was mich immer zum inneren Kreischen bringt, denn genau das wollte doch der Islam ausrotten. Eine Herkunft ist schließlich kein Verdienst. Es hilft eben nur Bildung, vor allem religiöse, gegen solches Denken. Aber wenn man sich die Moscheenlandschaft anguckt, da trennen sich zu 90% auch die Völkchen. Als Deutsche kann ich da nur Kopfschütteln. Sollen wir jetzt auch eine für Deutsche aufmachen? Es gibt leider nur wenige Ausnahmen von dieser Regel.

    So, nun ist aber Feierabend, morgen ist ein arbeitsreicher Tag (hier zu Hause, ich hab gerade eine Entrümpelungsphase wegen bevorstehenden Umzugs)

    Dann mal einen guten Wochenstart, Meryem

  8. Möglicherweise ist der Nationalismus die hartnäckigste, weil auch für werteorientierte und religiöse Menschen oberflächlich gesehen verführerische Variante des säkularen Humanismus. Die beiden anderen Ideologien, die aus Aufklärung und Darwinismus hervorgegangen waren, Sozialismus und Liberalismus, setzen eine gewisse intellektuelle Abgehobenheit voraus.
    Der Nationalismus ist einfacher nachzuvollziehen und seine antireligiöse Komponente ist nicht auf den ersten Blick erkennbar wie bei den anderen. Taktisch kluge Nationalisten betonen, ihre Ideologie würde den großen Anteil, den die Religion an der Geschichte der Nation hätte, gebührend würdigen, sodass gläubige Menschen dort gut aufgehoben wären.
    Erst bei genauerem Hinsehen offenbart sich, dass das eigentlich Quatsch ist, da ein unauflöslicher Widerspruch besteht zwischen den evolutionistischen, heidnischen Vorstellungen eines Kampfes ums Dasein, einer biologischen Begründung der Volkszugehörigkeit, dem Kollektivismus, der sich im Nationalismus offenbart auf der einen Seite und der Vorstellung einer Gottesebenbildlichkeit des Menschen auf Grund der Schöpfungsordnung, die jedem Menschen seine Einzigartigkeit und seine Würde verleiht (also so sehen wir das zB im Christentum, im Islam wird es ja nicht wesentlich anders sein).

    Ich habe den Untertitel des Blogs etwas geändert. Ich habe zwar nichts gegen Patriotismus, für mich ist er selbstverständlich, da für Christen das Gebot gilt, Vater und Mutter zu ehren und alleine schon von daher das positive Verhältnis zu dem, wo man herkommt, als gottgewollt gilt. Da für viele „Patriotismus“ aber nur eine Art „Nationalismus light“ ist, verwende ich stattdessen jetzt das „weichere“ Wort „Heimat“.

    Ich wünsch Dir noch nen schönen Abend heute. Wo soll`s denn hingehen mit dem Umzug?🙂

  9. Servus,
    und sorry, komm gerade zu nix…..ob wir schon so bald umziehen ist noch nicht klar, weil der Vermieter sich nicht entscheiden kann. Wenn die sich aber nicht bis Anfang nächster Woche äußern, dann werden alle diesbezüglichen Planungen in den Dezember verschoben. Wir wollen aus dem Münchner Südosten in den Norden umziehen, damit mein Mann nicht so weit fahren muss. Erstmal werden wir aber Ende nächster Woche verreisen und ich komme dann zwei Wochen später zurück um in die Reha zu fahren. Also ich bin dann wohl kaum in den blogs, obwohl ich mir einen Internet-Stick zugelegt habe,🙂

    Du bist ja fleißig am Namen entwickeln für den blog. Gefällt mir so besser. Mit „Patriotismus“ habe ich auch meine Probleme, klingt für mich nach „Hurra-Patriotismus“ und unkritischem Bejubeln.
    Heimat ist etwas anderes, die braucht jeder Mensch im Inneren wie im Äußeren und es ist ganz natürlich und berechtigt, diese auch verteidigen zu wollen, aber es fühlt sich nicht so an, dass man das nicht auch kritisch betrachten könnte.

    Nationalismus finde ich einfach nur schwachsinnig, weil es ja nicht unser Verdienst ist, ob wir in Deutschland, Norwegen oder Bangladesh geboren wurden. Außerdem widerspricht es ja völlig dem christlichen und muslimischen Ideal von der Gleichwertigkeit aller Menschen, wie Du es beschrieben hast. Das sehen wir ja ganz ähnlich, obwohl wir nicht von „Gottesebenbildlichkeit“ sprechen. Eher von Statthalterschaft auf Erden, aber Gott ist für uns nicht vorstellbar, darum kann es auch kein Ebenbild geben.

    So, ich werd mich mal umschauen gehen und will eigentlich auch noch was schreiben-mal gucken, ob ich das heute noch zustande bringe,🙂

    Grüße von Meryem

  10. Das Bilderverbot im Islam… stimmt… davon hab ich gehört. Das hätte ich mir eigentlich dann auch selber denken können. Im Judentum war es ja zB verboten, Gott einen Namen zu geben, weshalb auch die heutigen Wiedergaben wie „Jehova“ unpräzise sind…

    Da habt Ihr ja dann noch einiges vor in nächster Zeit.🙂

    Na ja, wenn Du den Computer mitnimmst, habt Ihr ja jetzt im Urlaub was zu lesen. Ich hab Dir die Datei geschickt mit dem ersten Fall von „Jan Stöhr – Der Durchgreifer“.🙂

  11. Danke! Also in den Urlaub geht der lappy nicht mit, aber danach für die langweiligen Abende in der Reha-Klinik. Ich geh ja nicht mit in die Dorfkneipe,🙂

    Das Bilderverbot passt thematisch nicht wirklich in diese Ecke, ich meine aber auch weniger eine tatsächliche Darstellung, sondern eher den Glaubensgrundsatz, dass Gott jenseits aller menschlichen Vorstellung ist: ohne Zeit, ohne Ort, ohne Körper und mit Eigenschaften, die mit unseren nicht vergleichbar sind.
    So sind auch die „99 schönsten Namen Allahs“, die ja alle im Koran vorkommen nur Hilfsmittel, aber Gottes Barmherzigkeit ist z.B. ja auch nicht mit dem zu vergleichen, was wir an einem barmherzigen Menschen finden würden. Es weist nur die Richtung, genau wie alle Zeichen der Schöpfung.

    Es gibt dazu durchaus eine innerislamische Debatte, entzündet an der Frage des „Thrones“, der ja im Koran genannt wird. Man kann das so deuten, dass Allah sich auf den Thron setzt (was die Wahabiten tun), oder „über dem Thron ist“ – was auch eine Ortsbeschreibung sein kann, oder einfach die Erhabenheit Gottes beschreibt. Und diese Definition ist die gängigste und einleuchtendste finde ich.

    Für mich ist diese Unvorstellbarkeit einer der wesentlichen Gründe gewesen zu konvertieren. Mit der Vorstellung eines weißbärtigen Mannes im Himmel hatte ich schon immer meine Probleme. Eine Freundin braucht genau das für sich.

    Solange man sich klar ist, dass es sich um eine Hilfsvorstellung handelt, mag das ja noch gehen (obwohl ich das nicht theologisch bewerten kann).
    Mir ist es lieber, in der Natur und den Menschen die Zeichen göttlichen Wirkens zu erkennen.

    Und zu wissen, dass alles was ich mir vorstelle Gott nicht entspricht.

    ups…doch ins Thema eingestiegen.

    Schönen Tag, Meryem

  12. „Ich geh ja nicht mit in die Dorfkneipe, :)“

    Die Situation kenne ich, wenn ich auf Seminarwoche bin und die anderen irgendwo in welchen Bars abhängen wollen. Die werden manchmal richtig lästig mit ihrem „ach komm doch mit“ und allem… meist lege ich mir jetzt an den Abenden Kundentermine (wenn mich nicht wanderprediger zu gepflegten Abenden in seine Kirchengemeinde mitnimmt🙂 ).

    Aber jetzt kann ich ja auch dann am Abend immer Jan Stöhr wieder ermitteln lassen, wenn ich am zweiten Teil bastle.😉 Das Resultat bekommst Du natürlich auch dann wieder… Ich hoffe, Teil 1 wird ein kurzweiliger Zeitvertreib in der Reha…

    Da mit dem Bilderverbot habe ich wohl was verwechselt. Wir haben uns in der 12. damals im Religionsunterricht auch mal ein wenig eingehender mit dem Islam befasst, in die Tiefe gehen konnte man dabei nicht. Wir hatten 7 verlorene Jahre aufzuholen, in denen ein selbst ernannter Guru Mondtonmeditation und Selbstdarstellung statt Unterricht betrieb.😦

    Aber von daher ist es absolut in Ordnung, wenn Du uns schilderst, wie der Islam gewisse Dinge betrachtet und begründet. Das ist ein Werte-Blog und da hat der Dialog der Kulturen den Platz, den er verdient.🙂

  13. […] Selbst im Zeitalter der Piratenpartei hätten die Melonenkommunisten wenigstens das Copyright für ihre neue Schnapsidee angeben können. Und das ist eindeutig bei uns! […]

  14. […] der ddr einigermaßen gut aufgehoben ist – so befremdlich ist es, wenn zu diesem zwecke bei von reaktionären blogs geklaut umverteilt wird und erst recht, wenn dabei nicht einmal die gelegenheit genutzt wird, die alibi-humanistische […]

  15. […] genug, dass Beiträge auf diesem Blog die linksextreme österreichische Partei „Die Grünen“ zu Gesetzesentwürfen […]

  16. […] fordern gerade jetzt und hier am 1.Mai ein wirksames Gesetz gegen jede Form von Marxeslästerung, das die Evolutionsleugnung, die Leugnung der menschengemachten Erderwärmung und die Diffamierung […]

  17. Hey from Toronto, Canada

    Just a quick hello from as I’m new to the board. I’ve seen some interesting comments so far.

    To be honest I’m new to forums and computers in general🙂

    Mike

  18. […] Administrationen der Kreuzfahrer in Washington. „Pro Christ“ betreibt nicht nur Marxeslästerung in ihrer schlimmsten Form, verweigert sich der gleichen Wertschätzung für und der Gleichbehandlung aller Formen […]

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