loyalbushie

Pawel herzlich willkommen!

In Politik on September 11, 2009 at 11:08 pm

Das Verwaltungsgericht Greifswald hat die Beschlagnahme von Plakaten der neonationalsozialistischen NPD mit dem Text „Polen-Invasion stoppen“ aufgehoben: http://www.svz.de/newsticker-nord/artikeldetail/article/111/verwaltungsgericht-laesst-npd-plakate-zu.html

Die Parole sei – so das Gericht – keine Volksverhetzung und die Behörde, die das Vorgehen angeordnet hatte, hätte das – zumal platte Sprüche dieser Art seit Jahr und Tag zum Standardrepertoire der Wahlkämpfe mit mehr oder minder sportlicher Bräune ausgestatteter Parteien gehören – eigentlich auch wissen müssen. Vermutlich war der Zweck der Übung, den Müll zumindest für einige Tage aus dem Straßenbild zu entfernen und den Nasen zusätzliche Arbeit zu machen…🙂

Es ist weniger der unsäglich dämliche Ausländerhass der Nazi-Partei, der so maßlos enttäuschend ist – denn was anderes konnte man von denen zu keiner Zeit erwarten.

Aber ich hatte mir angesichts der Tatsache, dass mehr als 90% der Bevölkerung im Nachbarland einer christlichen Kirche angehören und der Großteil von ihnen ihren Glauben noch ernst nimmt, schon Hoffnungen gemacht, dass durch die „Polen-Invasion“, vor der so lautstark gewarnt werden sollte, endlich mal eine Rekultivierung der verwaisten und vom Ungeist des gottlosen Kommunismus gezeichneten Boondocks von Mecklenburg, Vorpommern oder Brandenburg in die Gänge kommen würde.

Aber es war wieder mal nur braune Paranoia und deshalb wird man in den malerischen Dörfern der genannten Landstriche wohl weiterhin nur noch Rentner, SED-Veteranen und betrunkene Glatzen antreffen können…  ;)

  1. Nein, so einfach wird es all den Nasen nicht gemacht. ( Ähnliche Ausdrucksweise wie ich selbst für die N…-) Doch nunmehr wird zumindest den Görlitzer VerwaltungsOberNasen erst einmal der Begriff Menschenwürde eingetrichtert werden müssen. Die UrsprungsNasen selbst, sind kein Thema mehr. Und doch sitzen jetzt beide Nasenarten im gleichen Boot.
    Das GG der BRD ist ein gutes Gesetz, weil es auf Gottes Wort aufbaut. Sie werden es noch lernen, weil es kein regionales Thema mehr ist. Am Montag folgen schon die kommenden Beiträge in internatioinalen Medien wie der Deutschen Welle. Wir bleiben dran. Jeder auf seinem Platz.
    Frank Gottschlich
    Hradek/Görlitz

  2. Mit Verlaub: Gegen die Hetzparolen, die regelmäßig von der Kaczynski-Partei (oder früher von der – mittlerweile bedeutungslosen – „Liga der polnischen Familien“) in Wahlkämpfen unters Volk gebracht werden, sind die angesprochenen NPD-Plakate geradezu harmlos.

    Wahlplakate – egal von welcher Partei – sind immer verkürzend und, wie der Name schon sagt, plakativ. Ob die Linke nun mit „Reichtum für alle“, die NPD mit „Kriminelle Ausländer raus“, die FDP mit „Mehr Netto“ oder die CDU mit sinnbefreiten, nichtssagenden Sprüchen wirbt.

    Wenn ich richtig informiert bin, ging es der Sachsen-NPD mit ihren Plakaten um das zunehmende Engagement von polnischen Billiglöhnern und Billigfirmen in grenznahen Regionen. Da ich selber kein Anhänger eines schrankenlosen Liberalismus (ob nun wirtschafts- oder gesellschaftspolitisch) bin, sondern ein scharfer Kritiker dieser Ideologie, habe ich durchaus Verständnis für das Ansinnen, die heimische mittelständische Wirtschaft zu schützen. Dann bin ich eben ein böser „Protektionist“ oder gar „Sozialist“, aber ich kann dafür morgens noch in den Spiegel schauen, ohne mich angewidert abzuwenden.

  3. Das Lohnniveau im Umkreis von sagen wir mal 20-50 km diesseits und jenseits der Grenze unterscheidet sich kaum noch wesentlich. Ich hatte mal bei meinem früheren Arbeitgeber in Österreich Angebote von Druckereien aus Pressburg rechnen lassen, da war kaum noch ein Unterschied gegenüber denen der Druckereien zB aus dem Waldviertel. Wenn es danach ginge, müssten wir wieder die Mauer aufbauen, um zu verhindern, dass Menschen aus den Armenhäusern der Republik wie Vorpommern oder Ostbrandenburg ins reiche Bayern kommen, weil sie dort auch die Löhne drücken könnten.

    Ich bin weiß Gott kein Anhänger der EU, insbesondere verabscheue ich die sozialistische Gender-, Feminismus, Pro-Abtreibungs- und Pro-Homo-Politik, die Brüsseler Eliten den Mitgliedsstaaten aufzwingen wollen. Die EU soll sich gesellschaftspolitisch einfach raushalten und Befugnisse soll sie keine weiteren mehr bekommen.

    Die wirtschaftlichen Grundfreiheiten innerhalb der EU wie den freien Waren-, Personen-, Kapital- oder Dienstleistungsverkehr halte ich aber für unverzichtbar und die sind in jedem Fall im Interesse der Bürger gelegen. Wenn wir davon abgehen und die Kleinstaaterei früherer Zeiten mit Zollmauern und Bürokratie wieder aufrichten würden, würde es uns so ergehen wie der „DDR“ und wir würden eines Tages dann die Chinesen und Inder fragen müssen, ob sie denn einen Soli für uns entrichten wollten…

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