loyalbushie

Alles Fotzen außer Mutti…

In Politik on September 26, 2009 at 9:24 pm

Wäre der Linksextremismus nicht in weiten Teilen der Gesellschaft und insbesondere in jenen Schichten, die Möglichkeiten finden, die öffentliche Meinung zu prägen, etwas Modisch-Schickes, das man sich durchaus als Accessoire eines modernen, fortschrittlichen Zeitgeistes leisten kann, wäre es noch wirklich etwas, das man mit einem Kopfschütteln abtun könnte – wie die MLPD-Plakate, auf denen ein „Verbot aller faschistischen Organisationen“ („… und ihrer Propaganda“ fehlt diesmal, wollen sie die jetzt erlauben?🙂 ) gefordert wird und jeder weiß, dass die Partei damit alle politischen Kräfte in Deutschland meint außer sich selbst.

Nunmehr erfüllt sich jedoch exakt das, was konservative Kritiker der „Political Correctness“ seit Jahr und Tag bemängelten, sobald sich CDU-Funktionäre in die „antifaschistische Volksfront“ einreihen ließen, wenn es gegen Republikaner, Junge Freiheit, Henry Nitzsche oder andere rechtskonservative Projekte und Exponenten ging: Nämlich dass sich dieser Eifer eines Tages gegen die bürgerliche Mitte selbst richten würde.

Jetzt ist es so weit und aus der SED-Ecke werden erste Stimmen laut, die uns über die „braunen Wurzeln der CDU“ belehren und uns erzählen, dass nicht nur die Bundesrepublik Deutschland, sondern auch die soziale Marktwirtschaft, die sie geschaffen hatte, grundlegend faschistische Projekte sind, die auf dem direkten Weg in den Massenmord führen müssen. Always remember: „Hinter dem Faschismus steht das Kapital!“ 

Nun werden wir tagtäglich der höllischen Qualen gewahr, der Stasi-Rentner und Parteibonzen ausgesetzt sind, seit die kapitalistische Restauration durch das Blendwerk feindlicher ausländischer Mächte vor 20 Jahren jenen Staat gestürzt hatte, der – wie es die AL-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus zum 40. Jahrestag noch zu würdigen wusste – „die faschistische Kontinuität in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft auf deutschem Boden durchbrochen“ hatte.

Und dennoch müssten sich die Genossen Altstalinisten, wenn sie bald das Verbot der CDU als Nachfolgeorganisation der NSDAP und – unisono mit der NPD? – die „Abwicklung der BRD“ in ihre offizielle Agenda aufnehmen werden, ein klein wenig an die eigene Nase fassen.

Immerhin hatten sie ja selbst – wahrscheinlich ja nur auf Druck des kapitalistisch-faschistischen Westens – die CDU im antifaschistischen Arbeiter- und Bauernstaat zugelassen und damit ihre restaurative Wühlarbeit unterstützt.  

Und all jene Privilegierten im „DDR“-System, die nach 1945 das Braunhemd kurzerhand durch die Rotjacke ersetzt hatten – ich nenne nur Namen wie Heinz Eichler, Kurt Nier, Hans Jürgen Weitz, Norbert Jaeschke, Siegfried Dallmann, Bodo Uhse oder Gerhard Kegel – hätten ihre Karriere nie machen können, wenn nicht der große Herold des Humanismus, Genosse Dschugaschwili, viel zu früh abgetreten wäre und so nicht mehr die Denkarbeit für die gequälten Massen erledigen konnte.

Alles Fotzen außer Mutti – und alles Nazis außer Stalin! Selbst die Genossen Ulbricht und Honecker müssen mit der faschistischen Restauration unter einer Decke gesteckt haben.

  1. […] von Statten ging, ist es jedenfalls legitim, zu sagen, dass vor allem CDU und F.D.P. weitestgehend als Nachfolgeorganisationen der NSDAP betrachtet werden können und sich die Adenauer-Ära lediglich durch die im Zweifel noch spießigere […]

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