loyalbushie

Yunus M. darf beten

In Gesellschaft, Religion on September 29, 2009 at 11:01 pm

Wenn den Grünen und dem militant islamfeindlichen Hassportal PI unisono der Schaum vor dem Mund steht und in der Kommentarspalte des Letzteren wieder einmal zum „bewaffneten Kampf“ aufgerufen wird, muss irgendetwas passiert sein, was zumindest nach mittlerem Weltuntergang klingt.

Und in der Tat hat das heute veröffentlichte Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts, das einem 16-jährigen muslimischen Schüler das Recht auf die Erfüllung seiner religiösen Pflichten zuerkannte und befand, dass diesem zum Zwecke der Verrichtung der im Islam vorgeschriebenen täglichen Gebete  ein entsprechender Raum zur Verfügung gestellt werden müsse, den religionsfeindlichen Eifer der rot-roten Koalition in die Schranken gewiesen. Knapp ein halbes Jahr, nachdem in der „Welthauptstadt des Atheismus“ (Peter L. Berger) eine Volksabstimmung dem Recht auf Religionsfreiheit durch Abnicken eines zwangsverordneten Ethikunterrichts an öffentlichen Schulen den Garaus zu machen drohte, wurde der Wiederaufbau des Sozialismus durch die nunmehrige Entscheidung empfindlich gestört.

Gerade angesichts der Abschaffung der Wahlfreiheit zwischen Religionsunterricht und Berieselung mit sozialistischen Erbauungsdiskursen („Ethik“) musste es als geradezu zynisch erscheinen, dass die Verwaltung dem muslimischen Schüler ausgerechnet unter Berufung auf eine angebliche „religiöse Neutralität“ des Schulwesens seinen Wunsch verweigern wollte.

Offener schildert hingegen der bildungspolitische Sprecher der linksradikalen „Grünen“, Özcan Mutlu, was Sache ist, der sich für die Schule als „religionsfreien Ort“ aussprach. In einem Interview erklärte er, Kinder könnten sich durch die Räume dazu gedrängt fühlen, ihren religiösen Pflichten nachzukommen.

Bis die Schule auch in Berlin ein weltanschaulich neutraler Ort frei von marxistischer Ideologie und linksextremem Anpassungsdruck sein wird, dürfte es noch lange dauern. Das Urteil in Sachen moslemischer Gebetsraum sollten jedoch auch Christen als Schritt in die richtige Richtung begrüßen oder zumindest als Anlass zur Schadenfreude gegenüber der rot-roten Nomenklatura betrachten.

  1. Ist wirklich erstaunlich wie schnell man einige Leute zu einem Wutausbruch bringen kann: Sie regen sich schrecklich auf, weil ein Schüler ganz unbemerkt während der Pause in einer ruhigen Ecke sein Gebet verrichten will. Ich glaube diese Menschen haben keine anderen Probleme mehr. Oder die Islamophobie hat sich in Deutschland so weit entwickelt, dass schon wenige einen Nervenzusammenbruch bekommen allein wenn sie das Wort „Islam“ hören😉
    Die „Neutralität“ hört da auf wo sie die Religionsfreiheit, ein Menschensrecht, beschränken könnte!

    Übrigens: Vielen Dank für deinen Besuch und Kommentar🙂

    Liebe Grüße
    Taner

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