loyalbushie

„Welt“: Exzellenter Beitrag über „Islamkritik“

In Gesellschaft, Politik on Januar 19, 2010 at 10:30 pm

Ich habe mich an anderer Stelle schon lang und breit über die „Welt“ ausgelassen, zu der mir seit einiger Zeit eher ein zunehmend linksliberaler Kurs, vermehrter Schmuddelkram auf dem Webportal, peinliche Anti-„Twilight“-Rezensionen und die unsäglichen Beiträge von Alan Posener und Konsorten eingefallen wären.

Heute hat sie aber unter der Überschrift „Islamkritik als Schlachtgesang der Gehässigen“ einen Beitrag gebracht, der für viele Schnitzer der letzten Monate und Jahre entschädigt und den ich dem geneigten Leser hier nicht vorenthalten möchte:

„[…] Weil sie aber glauben, weit mehr als nur ein Körnchen erfasst zu haben, bleibt leider nur ein Urteil über sie zu fällen: Ihr Weltbild taugt zum ideologischen Fundament für Massendeportationen, religiösen Reinigungswahn und unendliches Leid. Aus diesem Grund verdienen sie auch Aufmerksamkeit. Weil wir nicht zulassen dürfen, dass der partiell verständliche Unmut angesichts der Zuwanderung aus muslimischen Ländern in fanatische Kanäle gelenkt wird. […] „

Zum kompletten Artikel hier lang…

  1. Servus,
    naja, soweit ein ganz netter Beitrag, allerdings hat dasselbe „Welt-online“ Portal gerade kürzlich den Beitrag veröffentlicht, der dort auch zitiert wurde.

    Der in dem bösartige Behauptungen über den Propheten Muhammed,s., aufgestellt werden, die nicht bewiesen werden, weshalb der Autor behauptet, dass das sowieso alle wissen.

    Hier aus dem Originaltext:

    „..Ganz einfach darauf, dass der Begründer des Islam seine Karriere als Karawanenräuber und Mörder begonnen und als Herrscher von Medina Attentate auf politische Gegner sowie den Genozid an den dort ansässigen jüdischen Stämmen befohlen hat. Das sind historisch auch unter moslemischen Gelehrten unstrittige Tatsachen, die mindestens jedem Gebildeten der Nordhemisphäre hinlänglich bekannt sind.“

    http://www.welt.de/kultur/article5767657/Mohammeds-wahres-Gesicht-ist-schwer-zu-ertragen.html

    _______________

    Immerhin versucht der Autor des gelobten Artikels, historisch was richtig zu stellen, o.k., das ist auch nicht so ganz korrekt, aber immerhin wohlmeinend.

    Während dieser:

    http://www.welt.de/die-welt/debatte/article5902951/Gebrauchsanweisung-fuer-Islam-Versteher.html

    eher schon wieder bissig ist, aber immerhin ganz lustig und mit der Aufforderung zur Selbstkritik ja auch nicht falsch liegend.

    Also, vielleicht fährt die „Welt“ da einen Pluralitätskurs.
    Das wäre ja immerhin etwas und wenigstens kein dumpfes Hasskonzept.
    Irgendwie finde ich aber diese Aneinanderreihung von Kommentaren ohne eine zusammenführende Diskussion etwas merkwürdig.
    Damit kommt ja nun auch kein wirklicher Austausch in Gang.

    Grüße von Meryem

  2. Ich habe früher die „Welt“ gerne gelesen… als Abiturient zB in der Wendezeit und danach. Da war sie noch „richtig“ konservativ.

    Jetzt ist „Welt online“ eigentlich peinlich, es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht gefühlte 20 Mal darüber geschlagzeilt, dass sich wieder einmal eine Prominente für irgendein Spannerheft ausgezogen hat (Nachrichtenwert hätte es höchstens, wenn das eine NICHT tun würde…) – gleichzeitig echauffiert man sich aber über den Wendler-Clan, der ein Tiefpunkt des Fernsehens wäre (was auch sein mag, aber eine Zeitung, die lang und breit über irgendwelche Nacktmullen berichtet, ist die letzte, die das Recht hat, sich darüber aufzuregen).

    Über die peinliche „Twilight“-Rezension, die man so, wie sie ist, im „Playboy“ erwarten würde, aber nicht in einer angeblich konservativen Zeitung, habe ich mich hier ja schon ausgelassen.

    Und in der Tat haben sie auch unerträgliche Essays mit „Islamkritik“ oder die Papsthetze von Alan Posener…

    Aber bei dem genannten Beitrag hat das im Laufe der Jahre erblindete Huhn wirklich mal ein Korn gefunden.

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