loyalbushie

Evan Sayet über moderne Liberale

In Gesellschaft, Kultur und Zeitgeist on April 2, 2010 at 9:32 am

Manche werden sich schon gefragt haben, ob hier denn nichts mehr los wäre. Na ja, um ehrlich zu sein, habe ich dieses Blog in letzter Zeit etwas vernachlässigt. Das liegt zum einen an Zeitgründen, zum anderen auch daran, dass das bluthilde-Blog einen unglaublichen Besucherzuwachs zu verzeichnen hat, insbesondere seitdem das Blog „Yucca Tree Post“ des angesehenen Medienscouts Jürgen Vielmeier es als „Perle“ zu „125 traumhaften deutschen Blogs“ gerechnet hat (wofür ich mich auch hier noch einmal aufs Herzlichste bedanken möchte).

Man muss es auch realistisch einschätzen: CC ist eines von vielen konservativen deutschen Blogs, das – zumal für Nationalkonservative zu proamerikanisch und für den Mainstream hiesiger Rechtskonservativer zu wenig islamkritisch – nicht einmal im eigenen Lager unumstritten ist.  

Ein bissiges, respektloses und vom Konzept her in Deutschland bisher schlichtweg noch nicht vorhandenes Blog wie bluthilde hingegen ist eine wirkliche Marktnische, zumal neben den Besuchern, die es auf Grund der weltanschaulichen Tendenz lesen einfach auch noch viele kommen, die den Humor und die grotesken Züge an den Beiträgen schätzen.

Ganz verkommen lassen möchte ich das hier jedoch auch nicht und deshalb stelle ich meine Übersetzung des Vortrags des bekannten US-amerikanischen Comedians und Journalisten Evan Sayet auch hier rein, die ich vor 1 Jahr schon mal auf anderen Blogs veröffentlicht hatte. Sie ist zwar schon etwas älter, aber immer noch gut und treffend. Ein geniales Psychogramm des europäischen Meinungsmainstreams, des Antiamerikanismus und der Alt-68er.

Evan Sayet: Wie moderne Liberale denken

http://www.youtube.com/watch?v=eaE98w1KZ-c

Ich würde mich selbst als Republikaner des 13. September bezeichnen. Aufgewachsen war ich als liberaler New Yorker Jude, wesentlich liberaler geht`s kaum noch – obwohl es noch im Kleinformat war im Vergleich zu dem, was man heute „liberal“ nennen würde. Ich ging von der High School und wusste über Politik nur eines: Dass die Demokraten gut und die Republikaner böse sind.

Am besten, ich erzähle eine Geschichte – es ist keine wahre Geschichte, aber auf diese Weise lässt sich nachvollziehen, wie sich mein Denken veränderte und ich zum Konservativen wurde: Stell Dir vor, Du sitzt in einem Restaurant mit einem alten Freund, irgendwie kommt Ihr auf das Thema und er sagt: „Ich hasse meine Frau.“ Du grinst in Dich hinein, weil er das ja immer sagt, wenn Ihr zusammen sitzt, aber Du weißt, er hasst seine Frau doch nicht, sie sind 35 Jahre verheiratet und er liebt seine Töchter, die genau so sind wie sie. Nein, er hasst seine Frau doch nicht.

Also esst Ihr Euer Abendessen und Du schaust aus dem Fenster und erblickst plötzlich seine Frau, wie sie gerade direkt vor dem Restaurant zusammengeschlagen wird. Du packst Deinen Freund und sagst „Los, steh auf, wir müssen ihr helfen. Wir müssen Deiner Frau helfen!“ Aber er sagt nur: „Ach, nee. Ich bin mir sicher, sie hat es verdient.“ In diesem Moment weißt Du: Er hasst seine Frau wirklich.

Und genau das war der 11.September für mich. Über Jahre hinweg hatte ich meine linken Freunde reden gehört, wie böse und furchtbar und rassistisch und imperialistisch und unterdrückerisch Amerika doch sei und ich grinste in mich hinein und dachte: „Das sagen sie doch immer, aber in Wirklichkeit lieben sie Amerika.“ Dann kam der 11.September, der Tag, an dem wir alle zusammengeschlagen wurden, und ich wollte meine Freunde am Kragen packen und sagen: „Los, steht auf. Wir müssen unserem Land helfen, wir müssen Amerika helfen.“ Aber sie sagten: „Ach, nee. Amerika hat`s doch verdient.“

In diesem Augenblick wusste ich: Sie hassen Amerika wirklich. Und da begann mein mehr als fünfjähriger Versuch, zu begreifen, welches Denken dahinter steht. Wie kann man nur im freiesten Land auf Erden leben und nur Unterdrückung sehen? Wie kann man in der am wenigsten imperialistischen Weltmacht der Menschheitsgeschichte leben und uns als die Ausgeburt des Imperialismus schlechthin betrachten? Wie kann man in der am wenigsten mit Vorurteilen beladenen Nation der Menschheitsgeschichte leben und – wie Joe Biden – aus jeder dunklen Ecke den Rassismus hervorlugen sehen?

In diesen fünf Jahren entstand aus dem, was ich durchgedacht hatte, was ich gelernt hatte, was ich in Gesprächen und Studien, durch Hören und Lesen herausgefunden hatte, dieser Vortrag und bald wird es auch das Buch geben: „Das Wiederhochwürgen des Apfels: Wie moderne Liberale denken“.

Ich nehme an, jeder hier im Raum stimmt mir zu, dass die Demokraten in so gut wie jeder Frage falsch liegen. Ich sage Euch, sie sind es nicht nur in so gut wie jeder Frage, sondern richtiggehend in jeder Frage, und sie liegen nicht nur falsch, sondern so falsch wie falsch nur sein kann, 180° vom Richtigen weg, diametral entgegengesetzt zu allem, was gut, richtig und erfolgsträchtig ist.

Und was ich herausgefunden habe, ist, dass das nicht durch Zufall so ist. Es ist ein Teil einer Philosophie, die derzeit ganz Westeuropa und die Demokratische Partei dominiert. Ich nenne sie wie viele andere auch „modernen Liberalismus“. Der moderne Liberale wird ausnahmslos das Böse dem Guten vorziehen, das Falsche dem Richtigen, Verhaltensweisen, die zum Scheitern führen, jenen Verhaltensweisen, die zum Erfolg führen. Gib dem modernen Liberalen die Wahl zwischen Saddam Hussein und den USA, und er wird nicht nur selbst auf der Seite von Saddam Hussein stehen, sondern er wird von Amerika und den anderen Amerikanern verlangen, das Gleiche zu tun. Gib ihm die Wahl zwischen dem bösartigen, korrupten, massenmörderischen und terroristischen Diktator Yassir Arafat und der wunderbaren, kleinen Demokratie Israel, er wird Landkarten nachmalen, gefakte Dokumente hervorkramen, Schmähschriften unterfertigen (wie unser früherer Präsident Jimmy Carter), um die terroristischen Organisationen zu bestärken und die kleine Demokratie Israel zu attackieren.

Und es ist nicht nur in der Außenpolitik so, sondern in jedem Bereich der Politik. Haben sie die Wahl, entweder Abstinenz unter Teenagern oder Promiskuität unter Teenagern zu fördern – und glauben Sie mir, ich kenne das aus meiner Heimatstadt Hollywood – dann werden sie ihre Filme, ihre TV-Shows, ihre Lieder, ja sogar die Schulen benutzen, um Promiskuität unter Teenagern als cool hinzustellen: Wie in dem Film „American Pie“, in dem man als Verlierer hingestellt wird, wenn man nicht schon in seiner Kindheit Sex mit der Mutter seines besten Freundes gehabt hat. Passend dazu unterhält NARAL, eine Pro-Abtreibungsgruppe, die sich als „Pro-Entscheidungsfreiheit“ tarnt, eine Spendenkampagne mit dem Namen „F*** Abstinenz“ (und zwar nicht nur mit F***, sondern als ausgeschriebenes Wort – denn Vulgarität zu fördern ist Teil ihrer Agenda).

Es stellt sich nur die Frage nach dem Warum. Wie kommen sie darauf, zu glauben, auf diesem Wege eine bessere Welt zu schaffen? Der erste Gedanke, der einem kommt, wenn man so verzweifelt wie ich versucht, so etwas zu verstehen, ist, dass sie, wenn sie sich ständig auf die Seite des Bösen schlagen, auch selbst böse sein müssen. Aber mit diesem Gedanken haben wir ein Problem, oder? Wir alle kennen viele Leute, die in diese Kategorie passen, aber die nicht böse sind: viele meiner Freunde fürs Leben, Menschen, mit denen ich aufgewachsen war, enge Verwandte.

Wenn sie also nicht böse sind, dann ist das nächste, was einem in den Sinn kommen kann, dass sie einfach nur unglaublich dumm sein müssen. Dass sie es gar nicht beabsichtigen, immer auf der Seite des Bösen, Gescheiterten und Falschen zu stehen, aber dass sie es einfach nicht besser wissen. Aber mit diesem Gedanken haben wir auch ein Problem. Man kann nicht sagen, mein früherer Chef Bill Maher wäre dumm. Man kann nicht sagen, Ward Churchill und die vielen anderen Akademiker wären dumme Menschen. Und mal ehrlich, wenn es bloß Dummheit wäre, hätten sie viel öfter Recht. Wie sagt man? „Selbst eine kaputte Uhr geht zwei Mal am Tag richtig“ oder „auch ein blindes Huhn findet manchmal ein Korn“.

„John Lenin“

Aber wenn sie weder böse noch dumm sind, was bezwecken sie? Wie kommen sie darauf, eine bessere Welt zu schaffen, indem sie Saddam Hussein die Stange halten, ihm helfen, seine Vergewaltigungs- und Folterräume offen zu halten und sein Ziel der Zerstörung eines demokratischen Staates der Juden weiterzuverfolgen? Ich weiß nicht, ob Sie schon einmal die im Internet kursierende Liste aller mit dem Nobelpreis ausgezeichneter Wissenschaftler gesehen haben, die aus dem kleinen Staat Israel kommen…

Wie kommen diese Leute nur darauf, eine bessere Welt zu schaffen, indem sie Kinder Verhaltensweisen lehren, die unpassend sind, zu Krankheiten und ungewollten Schwangerschaften führen oder das Leben von Menschen ruinieren?

Was ich herausgefunden habe, ist, dass der moderne Liberale auf 50000 oder 100000 Jahre menschlicher Zivilisation zurückblickt und nur eines sicher weiß, nämlich dass keine Idee, mit der die Menschheit sich entwickelt hat – keine Religion, keine Philosophie, keine Ideologie, keine Staatsform – es geschafft hat, eine Welt ohne Krieg, Armut, Verbrechen und Ungerechtigkeit zu schaffen. Also sind sie davon überzeugt, dass – wo doch alle diese Ideen sich als falsch herausgestellt hätten – der einzige Grund für Krieg, Armut, Verbrechen und Ungerechtigkeit im Versuch erblickt werden muss, das Richtige zu tun.

Denn wenn niemand jemals denken würde, er mache das Richtige, worüber sollte man sich dann uneinig sein? Wenn wir miteinander nicht uneinig sind, streiten wir nicht. Wenn wir uns nicht streiten, gibt es keinen Krieg. Ohne Krieg gibt es keine Armut, ohne Armut gäbe es kein Verbrechen und ohne Verbrechen gäbe es keine Ungerechtigkeit.

Es ist eine Utopie und alles, worauf es ankommt, um diese Utopie zur Wirklichkeit werden zu lassen, ist es, alle Fakten, alle Vernunft, alle Offenkundigkeiten, alle Logik, alle Wahrheit, alle Moral und allen Anstand von sich zu weisen – und damit alles, was Menschen wie Du und ich benutzen, um bessere Menschen zu werden, um die Welt mehr zum Richtigen zu führen, indem wir selbst das Richtige tun, warum wir uns auf die Seite des Richtigen stellen, indem wir erkennen, was das Richtige ist und uns darum bemühen, es zu tun.

Als mir das erstmals dämmerte, wollte ich meine liberalen Freunde befragen – und glauben Sie mir, in Hollywood findet man sehr viele davon. Das Wesentliche an Hollywood ist, dass es durch und durch liberal ist: Hardcore-liberal, nicht kleinformatig-liberal. Man kann zwar davon ausgehen, dass es mehr von uns Konservativen gibt als wir vermuten mögen, aber die haben Angst. Es ist schwer, sich als solcher zu erkennen zu geben, denn was das Orwellianische an dem Ganzen ist – und definitiv alles an dieser Philosophie ist orwellianisch -, ist: Die Liberalen sind das Illiberalste, was man sich überhaupt vorstellen kann. So sehr sie selbst „McCarthyismus“ schreien: Es gibt eine „graue Liste“, auf der Leute stehen, die nicht eingestellt werden, weil sie nicht mit am linksextremen Strang ziehen.

Wir haben es mit Leuten zu tun, die denken, der beste Weg, um rationales Denken zu eliminieren, um den Versuch, das Richtige zu tun, zu eliminieren, ist es, am Beweis dafür zu arbeiten, dass das Richtige nicht richtig und das Falsche nicht falsch wäre. Man sieht es in John Lennons Song „Imagine“: „Stell Dir vor, es gäbe keine Länder“. Nicht etwa, stell Dir vor, es gäbe keine großen Länder, oder dass die Nazis besiegt werden, sondern stell Dir vor, es gäbe keine Religionen, und der Schlüsselsatz lautet, stell Dir eine Zeit vor, wo alles, was Menschen lieb und teuer ist, bis zu einem Punkt herabgewürdigt ist, an dem es nichts mehr gibt, was es wert wäre, dafür zu töten oder zu sterben.

Trash-Ikone Katy Perry: „Kult der Wertfreiheit“

Natürlich geschieht das nicht über Nacht. Es wird immer noch Religionen geben, aber sie werden alles daran setzen, um sie schlecht zu machen. Es wird immer noch Länder geben, aber sie werden alles tun, um unsere nationale Souveränität an weltweite, übernationale Einheiten abzutreten. Zwischenzeitlich folgt alles, was sie in unseren Schulen lehren, was sie in ihre Filme packen, die Botschaften dahinter, die TV-Shows, die Art, was und wie sie in den Zeitungen schreiben, nur einem Kriterium: Macht es runter, was gut ist und preist es, was böse ist? Macht es runter, was richtig ist und preist es, was falsch ist? Macht es Verhaltensweisen runter, die zum Erfolg führen, und preist es Verhaltensweisen, die zum Scheitern führen, sodass nichts mehr übrig ist, woran man glauben kann?

Sie müssen dies zum Beispiel als das Paradigma hinter einem der erfolgreichsten liberalen Filme aller Zeiten erkennen, „Fahrenheit 9/11“. Kein Mensch glaubt ernsthaft, dass Michael Moores Film ein ernsthafter Versuch war, die wahren Geschehnisse dieses entsetzlichen Tages und seiner Folgen darzustellen. Jeder weiß, dass Michael Moore ein Linksextremist ist und dass das ein Propagandafilm war, in dem willkürlich Fakten herausgegriffen wurden, Beweise manipuliert wurden und die Erzählweise fast der eines Geisteskranken glich, aber alles für ein Ziel. Die Frage zur damaligen Zeit war: „Sollen wir Krieg führen gegen Saddam Hussein und die irakische Regierung?“ Und deshalb benutzte Moore alle Tricks, Manipulationen und Lügen, die er auf Lager hatte, um zu zeigen, dass Amerika nicht gut genug wäre, um dafür zu kämpfen, und Saddam nicht böse genug wäre, um dagegen zu kämpfen, alles zu dem Zweck, unsere Bemühungen zu unterminieren, in den Krieg zu ziehen.

Wie gesagt, es gibt definitiv nichts in Hollywood, in den Zeitungen, in unseren Schulen, was nicht diesem als einzigem Kriterium folgt. Es gibt beispielsweise keine journalistischen Standards, die es rechtfertigen würden, eine Seite-1-Geschichte in der „New York Times“ zu machen aus den Verfehlungen einer Handvoll Nachtwachen in einem obskuren Gefängnis für Terroristen, Verfehlungen, durch die niemand getötet oder ernsthaft verletzt wurde. Nicht für einen einzigen Tag. Trotzdem war diese Nicht-Geschichte über 44 Tage hinweg die Titelseitengeschichte in dieser Zeitung. Warum? Weil es keinen journalistischen Standard erfüllt außer dem einen und einzigen modernen liberalen Standard: „Du glaubst, Amerika ist gut? Wir fanden etwas heraus, was Dich dazu bringen wird, das nicht länger zu glauben. Du glaubst, der islamistische Faschismus ist schlecht? Nein, nein, nein, das ist der einzige Grund, warum sie es tun. Kein Wunder, dass sie Flugzeuge in unsere Häuser fliegen“.

Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Es gab keinen journalistischen Standard, der es rechtfertigen würde, dass „Newsweek“ die Geschichte vom Koran druckte, der angeblich zur Toilette heruntergespült wurde. Es war nicht nur eine erfundene Geschichte, sie ist nie passiert – es war eine schlichtweg unmögliche Geschichte. Denken Sie einfach einmal nach: Kann man ein Buch zur Toilette runterspülen? Jedes 5-jährige Kind weiß, dass man kein Buch zur Toilette runterspülen kann. Ein rechteckiger Quader passt nicht in ein rundes Loch. Warum also hat „Newsweek“ eine Geschichte verbreitet, die nicht nur erfunden war, sondern die sogar an den einfachsten Anforderungen logischen Denkens scheiterte? Es ist, weil ihnen das völlig egal ist. Es gibt keinen Standard, denn ein Standard würde voraussetzen, dass sie erkennen würden, dass es Verhaltensweisen gäbe, die besser wären als andere und das liefe ihrer kompletten Philosophie zuwider. Mir ist wieder einmal vor Augen geführt worden, dass das einzige Kriterium für Wahrheit für „Newsweek“ war, Amerika zu attackieren und die islamofaschistischen Terroristen zu rechtfertigen.

Das Gleiche gilt für die Welt der Kunst. Es gibt keinen künstlerischen Standard, kein ästhetisches Kriterium, nach dem – Tschulligung – ein Pisspott mit einem Kreuz darin schön sein könnte. Kein ästhetisches Kriterium würde es rechtfertigen, dass ein Museumsdirektor sagt: „Nimm den Monet runter und häng den Pisspott auf“, aber es ist nun mal der eine unverrückbare Kunststandard, der für den modernen Liberalen existiert.

Ähnlich bei den Filmen vom letzten Jahr: Sie erfüllten kein Kriterium des Erzählerischen oder der Kinematographie. Jene fünf Filme, die für den „besten Film“ nominiert wurden, genügten nur einem Kriterium. „Brokeback Mountain“ sagte aus, dass die heterosexuelle Ehe unwichtig sei und dass Du homosexuell sein sollst, wenn Du es gerade willst. „München 1972“ sagte aus, es gäbe keinen Unterschied zwischen Terroristen und Menschen, die sie daran hindern wollen, wieder zu morden. Und wenn man die anderen Filme betrachtet, gipfelt es sozusagen in dem Siegerfilm „Crash“, der aussagte, Amerika wäre die böse, fürchterliche Nation, in der jeder Augenblick jeden Tages durch Vorurteilen und Rassismus gekennzeichnet ist.

Es gibt wirklich keinen Standard, kein Kriterium für Wahrheit, Schönheit, Gerechtigkeit oder sonst etwas unter modernen Liberalen, die die dominierende Kraft in der Demokratischen Partei sind; nicht alle Demokraten denken so, aber diejenigen, für die es ohne jede Frage und ohne jeden Selbstzweifel feststeht, dass wir nur in den Irak gegangen sind, um das Öl zu stehlen, weil Amerika so etwas nun mal macht; es gibt keinen Grund, über eine andere Möglichkeit auch nur nachzudenken. Nicht jeder, der John Kerry gewählt hat und in diese Kategorie fällt ist sich bewusst, wie die Blaupause für die Utopie der Elite aussieht und ich denke nicht, dass alle so etwas befürworten wären, wenn sie sich dessen bewusst wären.

Worin die Elite Erfolg hat, ist es, schon von klein auf die Kinder und Jugendlichen in all jenen Institutionen zu indoktrinieren, die wir ihnen zu kontrollieren erlaubt haben – und wenn wir Amerika retten wollen, müssen wir sie zurückgewinnen: Die Schulen, die Universitäten, die Medien, die Unterhaltungsindustrie.

Es beginnt schon, wenn die Kleinen zum ersten Mal die „Sesamstraße“ oder „Buster Bunny“ anschalten, es geht in späteren Jahren weiter wenn man ihnen erzählt „Hey, kleiner Junge, bist Du schwul, bist Du cool“ oder „Hey, kleines Mädchen, es ist völlig egal wie cool Du bist, wenn Du vorhast, später einmal eine verheiratete, heterosexuelle Frau zu werden, wirst Du als Desperate Housewife enden“.

 

Und so viele andere Shows, die täglich ausgestrahlt werden, zeigen Ehe und Familie und alles, was traditionell ist und was wir als gut empfinden, als wäre das alles ein Kampfplatz. Sie würden Shows wie „Make Room for Daddy“ nicht erlauben, weil sie angeblich nicht realistisch wären, stattdessen haben wir nun die Bundys, wo Mutter und Vater einander hassen und sich das Leben so gut es geht zur Hölle machen und alles sonst, was diesem Denken entspricht. Und es geht weiter bei Ward Churchills Ethnologiestudien.

Was sich vollzieht, ist eine Indoktrination zu dem, was ich einen „Kult der Wertfreiheit“ nenne. Unsere Elite macht das, indem sie unsere Kinder schon von klein auf dazu erzieht, rationales und moralisches Denken als Akt der Voreingenommenheit zu begreifen; egal, wie ehrlich man sich bemüht, die Fakten zusammenzutragen, egal, wie ernsthaft man auf das Offenkundige schaut, egal, wie diszipliniert man in seinem Denken ist, Deine Schlüsse sind so stark von Deinen persönlichen Vorurteilen gefärbt, von Deiner Erziehung, von Deiner Religion, von Deiner Hautfarbe, von der Herkunftsnation Deines Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Urgroßvaters, dass sie – egal wie sie ausfallen – jedenfalls nutzlos sind. Sie sind nichts anderes als das Resultat Deiner Vorurteile, und der einzige Weg, diese Vorurteile zu überwinden, ist es, das rationale Denken als solches zu überwinden.

Es gibt ein brillantes Buch von Professor Allan Bloom, das heißt „The Closing of the American Mind“. Professor Bloom versucht darin schon während der 80er-Jahre herauszufinden, warum seine Studenten plötzlich so dumm sind, und was er herausgefunden hat, war, dass sie dazu erzogen worden waren, Wertfreiheit als moralischen Imperativ zu betrachten, weil deren Gegenteil das Böse in Form einer Diskriminierung wäre. Ich übersetze es in meine eigenen Worte: „Um Diskriminierung zu eliminieren, hat sich der moderne Liberale dazu entschieden, völlig wertfrei zu werden“.

Ich gebe Ihnen ein Beispiel: An den Flughäfen haben wir uns absichtlich dumm gestellt, nur um nicht zu diskriminieren. Wir müssen so tun als ob wir Dinge, die wir wissen, nicht wüssten, und dass es genauso wahrscheinlich wäre, dass die 87-jährige schwedische Ur-Ur-Urgroßmutter ein Flugzeug in die Luft jagt, als dass es die vier frisch aus Syrien angekommenen 27-jährigen Imame tun würden, die „Allahu Akbar“ schrien, bevor sie an Bord gingen. Um Diskriminierung zu eliminieren, hat sich der moderne Liberale dazu entschieden, völlig wertfrei zu werden.

Das Problem daran ist bloß, dass die Fähigkeit, zu unterscheiden („diskriminieren“ im eigentlichen Sinne), also in durchdachter Weise die bessere aus mehreren vorhandenen Optionen auszuwählen – so wie etwa eine „mündige Konsumentin“ beim Einkauf unterscheidet – die Essenz rationalen Denkens ist; und deshalb weisen ganz Westeuropa und die heutige Demokratische Partei, da sie von dieser Philosophie dominiert wird, rationales Denken als „Hassverbrechen“ zurück.

Das, was also nach 10, 12, 14 oder 20 Jahren linksextremer Indoktrination in Schulen und auf Universitäten übrig bleibt, sind Staatsbürger im wahlberechtigten Alter, die in keiner Weise gewillt oder auch nur fähig wären, die Sinnhaftigkeit jener Positionen kritisch zu hinterfragen, die sie nicht mehr hinterfragt hatten, seit sie 5 Jahre alt und zum ersten Mal in den linksextremen Indoktrinationsprozess eingetreten waren.

Ungefähr zur selben Zeit wie das Buch Professor Blooms kam ein Buch heraus, das vielleicht in manchen Bereichen sogar noch besser die Denkweise moderner Liberaler beschreibt und erläutert. Es war Robert Fulghums „Alles, was ich wissen muss, lernte ich im Kindergarten“, und es liest sich wie eine Bibel des modernen Liberalismus oder das Drehbuch der Demokratischen Partei.

Das Satzfragment „Schlagt nicht zu“, das eine der Lektionen darstellt, auf die Fulghum verweist, ist jetzt, wo sie volljährig geworden sind, zu einem kompletten Satz geworden: „Krieg ist nicht die Antwort“. Aber sie müssen gar nicht alles wissen, denn selbst wenn sie um Neville Chamberlain wissen und um das, was passiert, wenn man Annäherungspolitik gegenüber dem Bösen betreibt, würden sie es nicht wissen müssen, denn egal ob sie es wissen oder nicht, es würde ihre Position, die sie seit ihrem fünften Lebensjahr vertreten, nicht verändern.

Als ich fünf Jahre alt war, zog ich mit meinen Freunden an Halloween durch die Nachbarschaft, „Süßes oder Saures“ verlangend, und in der einen Hand trugen wir den Beutel für die Süßigkeiten und in der anderen eine kleine Sparbüchse, um Geld für UNICEF zu sammeln, denn für uns als Fünfjährige war die UNO eine tolle Sache. „Schlagt nicht zu, sondern redet“ und eine andere Lektion von Robert Fulghum lautete „Teilt alles“. Gut, dann teilen wir also die Macht, teilen wir unseren Wohlstand, zahlen wir für die Vereinten Nationen. Lasst uns alles durch Reden klären. Wie toll, wie klasse.

Dann wird man 10, 15, 20 und man erfährt einige Dinge über die UNO, die die eigene Meinung darüber verändern. Man erfährt etwas über die Korruption. Man erfährt etwas über den Antisemitismus und darüber, dass sie vor dem Völkermord in Ruanda weggelaufen waren, keinen Finger gerührt hatten, als im Sudan ein Völkermord verübt wurde – sie haben sogar noch während dieser Völkermord angedauert hat, Sudanesen zu Mitgliedern der Menschenrechtskommission gemacht! Leute wie Du und ich ändern unsere Meinung, weil das Dinge sind, über die man wirklich Bescheid wissen sollte, der moderne Liberale hingegen wird immer noch an seiner Position als Fünfjähriger festhalten und glauben, dass die UNO eine tolle, klasse Sache wären und alles ignorieren, was er seither erfahren hat.

Zu jener Zeit kam auch ein Song raus, der „Goodbye Stranger“ hieß und von einer Gruppe namens „Supertramp“ gesungen wurde – klar, ein „Tramp“ zu sein ist ja super… Und in diesem Song hängen ein Junge und ein Mädel für zwei Wochen zusammen rum, alles ist offenbar ganz toll, bis sie eines Tages etwas sagt in der Art „Liebling, unser Essen wird knapp, warum gehst Du nicht mal in die Kaufhalle, holst ein paar Sachen, und wir haben dann wieder für 1-2 Wochen was im Kühlschrank“. Er darauf: „Ich soll einkaufen gehen? Nein, so stelle ich mir mein Paradies nicht vor. Ich gehe“. Und als er zur Tür hinausgeht, meint er: „Nun, ich denke, was Du sagst, ist unbestreitbar richtig, aber ich muss die Dinge auf meine eigene Weise betrachten, um mich selbst in meiner Jugend zu erhalten“.

Und das beschreibt so gut wie kaum etwas anderes die Denkweise der modernen Liberalen. Es ist nicht das Problem, dass sie sich nicht der Dinge bewusst wären, deren sie sich bewusst sind, sondern dass sie sich verpflichtet fühlen, diese zu leugnen, um sich jene Utopie erhalten zu können, von der man ihnen als sie 5 Jahre alt waren erzählt hatte, dass sie die einzige Hoffnung für die Menschheit wäre: die gedankenlose Wertfreiheit.

Was also bleibt, sind zwar nicht erwachsene, aber wahlberechtigte Staatsbürger, die nicht nur nicht in der Lage sind, ihre eigene Position zu beurteilen, sondern die auch noch blindwütig feindselig gegenüber jeder Position eingestellt sind, die anders ist als ihre eigene. Warum? Wenn Du selbst dazu erzogen wurdest, die Wertfreiheit und Nichtdiskriminierung als moralischen Imperativ zu betrachten, muss zwangsläufig jede Position, die anders ist als Deine eigene, durch Wertung und Diskriminierung zustande gekommen sein. Deshalb ist Bush Hitler, war Reagan Hitler, ist Giuliani Hitler.

Wie kann eigentlich ein denkender Mensch überhaupt Giuliani und Hitler in einem Zusammenhang nennen? Ganz einfach: Hitler hat Juden diskriminiert, Giuliani diskriminiert die drogensüchtigen Nutten äääh „Sexarbeiterinnen“, die am Times Square Leute belästigen. Hitler diskriminierte Katholiken, Giuliani diskriminiert die Köpfe der organisierten Kriminalität. Hitler diskriminierte die Zig… äääh Sinti und Roma, Giuliani diskriminiert die Terroristen vom 11. September und darüber hinaus. In anderen Worten: JEDE Form der Diskriminierung ist falsch.

 

Claudia Roth: Die Hohepriesterin des heimischen Gutmenschentums

Die modernen Liberalen wissen, dass ihre Position daraus resultiert, dass sie die Wertfreiheit und Nichtdiskriminierung als moralischen Imperativ betrachten; deshalb muss zwingend jede Position außer der eigenen durch Wertung und Diskriminierung zustande gekommen sein. Deshalb liegen wir aus deren Sicht nicht nur falsch in unseren Ansichten und den Themen, die uns bewegen. Sie denken nicht einmal über unsere Ansichten und die Themen, die uns bewegen, nach. Sie brauchen es ja gar nicht. Selbst wenn sie es wollten, selbst wenn sie dazu in der Lage wären, sie brauchen es nicht. Würden Sie etwa dasitzen und Hitlers Sozialpolitik diskutieren? Nein, Sie würden Hitler bekämpfen.

Was nach 10, 12, 14 oder 20 Jahren in diesen Indoktrinationszentren bleibt – und es ist kein Zufall, dass man, je länger man der Indoktrination ausgesetzt ist, umso mehr moralisch introvertriert wird, sodass man, um Chef der Ethnologieabteilung werden zu können, der Meinung sein muss, die islamofaschistischen Terroristen vom 11. September wären die Guten und die Opfer wären alle kleine Eichmanns gewesen – sind Leute, die schlichtweg nicht unterscheiden können zwischen Gut und Böse, zwischen richtig und falsch, zwischen besser und schlechter.

Aber Wertfreiheit des Denkens führt nicht zwangsläufig zu Wertfreiheit der Politik. Wertfreiheit des Denkens bringt moderne Liberale zwangsläufig dazu, auf der Seite des Bösen gegenüber dem Guten zu stehen, auf der Seite des Falschen gegenüber dem Richtigen und auf der Seite jener Verhaltensweisen, die zum Scheitern führen gegenüber jenen, die zum Erfolg führen. Warum? In einer Welt der Wertfreiheit und Nichtdiskriminierung, in der kein Verhalten als besser angesehen werden darf als ein anderes, wird erwartet, dass alle Verhaltensweisen auch zu gleichermaßen guten Ergebnissen führen. Wenn in der realen Welt verschiedene Verhaltensweisen zu verschiedenen Ergebnissen führen, wissen Menschen wie Du und ich, warum das so ist – weil wir darüber nachdenken. Wir wissen, warum Gesellschaften, die Promiskuität unter Teenagern fördern, in höherem Maße dazu neigen, zu scheitern, als Gesellschaften, die Abstinenz unter Teenagern fördern. Es ist ganz einfach deshalb, weil Abstinenz unter Teenagern und Promiskuität unter Teenagern keine gleichen oder gleichwertigen Verhaltensweisen sind. Abstinenz unter Teenagern ist schlicht und einfach die bessere Verhaltensweise.

Und das gilt selbst dann, wenn man die moralische Komponente komplett außer acht lässt und allein die praktische betrachtet: Wenn Dein Junge irgendwo da draußen rumhurt, ist er nicht zu Hause, um ein Buch zu lesen. Wenn Deine Tochter wieder einmal unten in der Abtreibungsklinik ist, sitzt sie nicht in der Bibliothek, um für ihr Examen zu lernen. Wenn Dein Sohn irgendwo im Krankenbett liegt und an AIDS stirbt, macht er sich keine Gedanken um sein Kursprogramm für die nächsten Semester.

 

Charlotte Roche: Sie nicht gut zu finden, ist Diskriminierung!

Leute wie Du und ich erkennen, warum Gesellschaften, die Abstinenz unter Teenagern fördern, besser dastehen als solche, in denen die Promiskuität unter Teenagern in Musik, Filmen und Schulen propagiert wird. Aber für einen modernen Liberalen, der eine solche Wertung nicht treffen kann – schon alleine, weil er sie nicht treffen darf – wäre das Diskriminierung. Sie können es nicht erklären. Aus diesem Grunde ist ihre Erklärung für Erfolg, dass dieser auf irgendeine Weise durch Betrug zustande gekommen sein musste. Alleine schon die Tatsache, dass es Erfolg überhaupt gibt, ist für moderne Liberale der Beweis dafür, dass Schwindel und vermutlich Bigotterie dahinter stecken müssen. Alleine schon die Tatsache, dass es etwas wie Scheitern gibt, ist hingegen der Beweis dafür, dass der, der gescheitert ist, ein Opfer sein muss.

Also werden auch die gedankenlosen Fußtruppen, die zur Nicht-Elite gehören, die Blaupause für die Utopie der Elite unterstützen, Partei für das Böse und gegen das Gute ergreifen, für das Falsche gegen das Richtige und für die Verhaltensweisen, die zum Scheitern führen, gegen jene, die zum Erfolg führen, und das aus einem Gerechtigkeitsempfinden heraus. Wie ich schon anfangs sagte, diese Leute sind nicht böse. Es ist einfach eine gedankenlose Akzeptanz ohne irgendein wirkliches Sokratisches Begehren, über die wahren Konsequenzen nachzudenken. Es bedeutet ihnen nichts und das ist der Grund warum auch John Lennon sagte, die Utopie bestünde auch darin, dass Menschen nur für den Tag leben.

Es ist im Übrigen kein Zufall, dass diejenigen, die nur für den Tag leben, so viele Schulden haben. Was sind Schulden? Sie sind Ausdruck des Scheiterns daran, heute die Versprechen von gestern einzulösen. Und sie wählen sich nichts außer weitere und weitere Verpflichtungen und die sind was? Etwas, was mich angeht. Ich mache mir Sorgen darüber, wer dafür später die Zeche bezahlen wird.

Dasselbe gilt für Gut und Böse. Weil nichts als gut bewertet werden kann, kann auch nichts als böse bezeichnet werden. Das, was die Gesellschaft als gut erkennt, muss das sein, was aus irgendeiner Form des Vorurteils Nutzen zieht. Das, was die Gesellschaft als böse erkennt, muss ein Opfer dieses Vorurteils sein. Also werden die gedankenlosen Fußtruppen wiederum jedwede Politik unterstützen und ohne nachzudenken akzeptieren, die versucht, alles runterzumachen, was gut ist – Amerika, Israel, Wal-Mart – und alles das unterstützen, was böse ist, bis sich alles in der Mitte trifft und es nichts mehr gibt, worüber es sich zu streiten lohnt.

Nimm irgendein Thema aus den Nachrichten und denke wie ein moderner Liberaler und hast Du einmal erkannt, wie das funktioniert und bist Du einmal in dieser Weise indoktriniert worden, gibt es keine andere Wahl. Gehörst Du einmal zu diesem Kult der Wertfreiheit und Nichtdiskriminierung, gibt es keine andere Schlussfolgerung, als dass Gut Böse und Böse das Opfer des Guten ist.

 

Wir wissen, warum es zur offiziellen Ausrichtung der linksextremen Medienformate gehört, niemals den Islamischen Dschihad, Al-Kaida, Hisbollah, Hamas, Harakat ul-Mujahidin oder irgendeine andere islamofaschistische, terroristische Gruppe als „terroristisch“ zu bezeichnen. Es gibt sogar offizielle Dienstanweisungen an Reporter, nicht diese – völlig passende – Bezeichnung zu benutzen.
Der Grund hierfür ist, dass „des einen Terrorist des anderen Freiheitskämpfer“ ist und warum sollte es uns zustehen, darüber ein kritisches, rationales Urteil zu fällen?

Aber könnten wir uns denn als Mindeststandard nicht wenigstens darauf einigen, dass ein „Freiheitskämpfer“ in irgendeiner Weise für die Freiheit kämpfen sollte? Wir wissen, wofür Osama Bin Laden kämpft: es ist eine unterdrückerische Theokratie, in der Frauen von Kopf bis Fuß verschleiert sein müssen und geschlagen werden, wenn auch nur eine Ferse unbedeckt ist, und in der wir alle, sofern wir nicht die Religion wechseln, als Abkömmlinge von Schweinen und Affen angesehen werden, die es verdient haben, geköpft zu werden. Leute wie Cindy Sheehan und Michael Moore werden Osama bin Laden als „Freiheitskämpfer“ betrachten, weil Wertfreiheit und Nichtdiskriminierung sie buchstäblich unfähig machen, den Unterschied zu erkennen zwischen Leben in Freiheit und den Kopf abgeschlagen zu bekommen. So krank ist diese Mentalität.

Aber wenn die New York Times oder CNN oder Newsweek und der ganze Rest der linken Medienformate wirklich richtig liegen und es keinen objektiven Unterschied zwischen einem Terroristen und einem Freiheitskämpfer gibt, wie kommt es, dass Leute wie Sie und ich unseren Kindern beibringen, dass George Washington ein Held war und dass Yassir Arafat und Saddam Hussein Schurken sind? Wir wissen es, denn wir denken darüber nach.

George Washington riskiertes sein persönliches Wohlergehen, indem er persönlich seine Truppen in den Kampf führte: es war ein Krieg, ehrenhaft gegen andere uniformierte Einheiten ausgefochten mit dem Ziel, die freieste Nation in der Geschichte der Menschheit zu gründen. Sehr ehrenhaft, eine wirklich heroische Angelegenheit. Yassir Arafat hingegen stahl das Geld seines Volkes und schickte 14-Jährige in den Krieg: diese kämpften gegen Kinder, Frauen und Zivilisten, die gerade in Pizzerias saßen oder bei Festprozessionen mitgingen, mit dem Ziel, seine korrupte Diktatur aufrechtzuerhalten. Ein wahres Schurkenstück.

 

Aber für die Leute von der New York Times gibt es keinen Unterschied zwischen einem Terroristen und einem Freiheitskämpfer. Warum also bringen wir unseren Kindern bei, dass George Washington ein Held ist? Die einzige Erklärung hiefür muss sein, dass er ein weißer Christ von europäischer Abstammung ist. Und wenn es keinen Unterschied zwischen dem Verhalten eines Terroristen und dem eines Freiheitskämpfers gibt, warum sagen wir unseren Kindern, Arafat und Saddam wären Schurken? Dafür kann es keinen anderen Grund geben als dass sie dunkelhäutiger, Moslems und von nahöstlicher Herkunft sind.

Am Ende wurde es ernst und nach 18 UN-Resolutionen, 10 Jahren vereinbarungswidrigen Beschusses unserer Flugzeuge, nachdem Saddam Hussein den Iran und Kuwait überfallen hatte, Saudi-Arabien und Israel bombardiert hatte, Gräueltaten gegen die Kurden im Norden seines Landes begangen und Völkermord an den Schiiten im Süden seines Landes verübt hatte, sind wir eines Tages in den Krieg gezogen, um diese armen Menschen zu befreien. Sie und ich wissen, warum, denn wir denken nach. Wir fällen kritische, rationale, moralische Urteile.

Aber für die modernen Liberalen, für die Gedankenlosen, für diejenigen, die nicht zwischen den verschiedenen Verhaltensweisen unterscheiden können, gibt es nur einen ruchlosen Grund für uns, in den Krieg zu ziehen: nämlich dass wir böse sind und Saddam Hussein das Opfer. Also werden sie, wie wir gesehen haben, herbeieilen und sich als menschliche Schutzschilde zur Verfügung stellen, um die Vergewaltigungszimmer und Folterräume zu schützen, weil sie über Vergewaltigungszimmer und Folterräume nicht urteilen werden, da hierfür ein kritisches und moralisches Urteil erforderlich ist.

Und wenn man den Gesängen der gedankenlosen Querulanten lauscht, wenn sie im Rahmen ihrer Anti-Amerika-Aufmärsche durch die Straßen marschieren, die von den Wortverdrehern und der linken Presse euphemistisch „Anti-Kriegs-Aufmärsche“ genannt werden, kann man hören: „Wir wollen Euren rassistischen Krieg nicht“. Welche Rasse beherbergt der Irak denn genau? Worüber reden sie überhaupt? Sie wissen es nicht. Es ist kein auf Fakten gegründetes Statement, es ist kein präzises Statement. Haben wir nicht kürzlich einen Krieg geführt, um Muslime in Kuwait zu beschützen? Haben wir nicht europäische Christen bombardiert, um europäische Muslime zu verteidigen?

Worauf beruht es also? Es beruht auf der Realität, dass, wenn man sich einmal der Wertfreiheit und Nichtdiskriminierung anschließt, alles, was anders ist als wertfrei und nichtdiskriminierend, automatisch mit dem Bösen in Form des Diskriminierens verbunden ist.

Weitere Aussagen Evan Sayets über traditionellen und modernen Liberalismus:

„Normalerweise unterscheide ich zwischen Upper-Case- und Lower-Case-Liberalen. Ich nenne diese Leute moderne Liberale, denn sie kommen nicht aus dem heraus, was wir als liberale Tradition bezeichnen, sondern gingen in eine andere Richtung. Was sie heute sind ist etwas anderes als das, was sie damals waren. Faktisch ist moderner Liberalismus – Upper-Case-“L“ – so ziemlich die illiberalste Philosophie, die wir in Amerika je hatten, und obwohl sie bislang noch nicht so gewalttätig geworden ist wie es bei manchen anderen der Fall war, befürchte ich, dass das alles noch kommen könnte.

Blickt man zurück, war es immer Teil des Gemeinsinns, dass man in irgendeine Richtung arbeiten würde, etwas schaffen wolle, es gab die Überzeugung, es gäbe etwas Besseres als das, was zuvor war. Der moderne Liberalismus ist Nihilismus in vielerlei Hinsicht. Sie werden ständig sagen „stellt die Autoritäten in Frage, stellt die Regierung in Frage, vertraut Euren Nachbarn nicht, vertraut Wal-Mart nicht, jeder will Euch nur an den Kragen“, aber sie setzen nichts an deren Stelle. Also gibt es nichts mehr, wonach man streben kann, sodass man beurteilen könnte, ob es wirklich etwas Sinnvolles ist.

Ich denke, moderner Liberalismus ist mehr als alles andere durch seine destruktive Natur gekennzeichnet. Er macht die Autorität der Menschen in den Schulen runter, die Autorität der alten Bücher, das Heldentum der Leute, zu denen wir aufschauen und auf die aufzuschauen wir unsere Kinder lehren, aber er setzt nichts an deren Stelle.“

„Es gab immer eine liberale Tradition in Amerika, beginnend mit den Gründervätern und sogar schon vor ihnen. Es geschieht ganz, ganz, ganz, ganz selten, dass die Mehrheit so viele Rechte abgibt und anerkennt, dass die Rechte jedem zustehen und dass sie nicht von irdischen Gewalten kommen, sondern von einer größeren Macht als wir selbst es sind. Der Einfluss, den Minderheiten in Amerika haben und immer schon hatten – und ich als Jude zähle mich selbst auch zu den Minderheiten – kennt kein Beispiel in der gesamten Menschheitsgeschichte und das war wahrer Liberalismus: die Tatsache, dass das alles den Menschen nicht aufgezwungen wurde.

Was jetzt geschieht, zum Beispiel dass wir die Redefreiheit in den Schulen verlieren, sind das Gegenteil dessen, was Liberalismus ursprünglich war. Manche Werte, die in den 60er-Jahren liberal waren, sind jetzt konservativ. Zum Beispiel die farbenblinde Gesellschaft. Das bleibt ein liberales Konzept, leider ist es nicht liberalen aus Sicht der modernen – Upper-Case-“L“ – Liberalen.“

„Was ich interessant finde, ist, wie oft das, was der Liberale von sich behauptet, genau das Gegenteil ist von dem, was zutrifft. Chris Matthews hat diese Show, die „Hardball“ heißt, als würde der Titel uns sagen, was sie wirklich ist, obwohl die Show das glatte Gegenteil davon ist. Sie haben gemerkt, dass Menschen den Liberalismus in seiner modernen Form als die verfehlte Bildungspolitik erkennen, die unsere Schulen ruiniert hat, als die Politik, die unsere Nation geschwächt hat, als die Politik, die so wenig dazu getan hat, um der schwarzen Bevölkerung aus ihrer unvorteilhaften Situation zu helfen, in der sie in den letzten 40 Jahren war – und dass es ein Schimpfwort ist.

Das ist lustig, denn Liberale kennen sich selbst sehr gut. Ich erinnere mich an „Hannity&Colmes“, als Sean Hannity über Nancy Pelosi sagte, sie wäre eine San-Francisco-Liberale, und sofort brüllte ihn Alan Colmes an von wegen er würde versuchen, sie auf diese Weise zu dämonisieren. Aber wie kann man jemanden dämonisieren, indem man bloß Fakten feststellt.

Also entscheiden sie sich plötzlich dafür, sich selbst „Progressive“ zu nennen, weil die Leute rausfinden, was es mit dem Liberalismus auf sich hat. Sie denken: Wir werden zwar in keiner Weise irgendeinen Fortschritt bringen, aber als Selbstbezeichnung und Werbeslogan klingt es ja ganz gut.“

  1. Servus,
    stimmt-hier war es lange sehr ruhig, schade – liegt mir doch mehr als Bluthilde, auch wenn sie manchmal recht amüsant ist. Allerdings finde ich sie irgendwie nicht so aktuell.

    Was nun diesen Artikel angeht: erstmal bin ich ein bisschen enttäuscht, denn was „Liberale“ angeht, ist die amerikanische Definition eine ganz andere, als die hiesige und über unsere deutschen „Liberalen“ würde ich mich gerne mal ereifern. Aber da ist etwas ganz anderes gemeint, auch wenn man den Begriff „Verantwortungslosigkeit“ über beides hängen kann.

    Ansonsten: Ich kann diesem Schwarz-Weiß nicht folgen. Es ist mir unerklärlich, wie man amerikanische Politik nicht als imperialistisch sehen kann, sondern meint, all diese völkerrechtswidrigen Kriege, die deren Geschichte prägen, seien aus reiner Menschenliebe geführt worden.
    Mein Vater kann das glauben, denn der ist in der Tat von amerikanischen Soldaten gerettet worden – aber das versperrt ihm auch bis heute den objektiven Blick. Und ich glaube schon, dass ich da nicht einseitig verblendet bin, ich hab keinen Grund etwas gegen Amerika zu haben – bis auf seine Politik und seine Kriege. Da nicht wahrzunehmen, welcher Eigennutz dahintersteckt ist schon reichlich blind, vor allem weil es die Amerikaner ja selber zugeben, dass sie überall in der Welt ihre eigenen Interessen verfolgen. Das hört man doch auch als Amerikaner, dass diese ganzen Investitionen an Geld und Menschenleben nicht altruistisch sind, mal abgesehen davon, dass man sich mal fragen müsste, mit welchen Mitteln man denn den Menschen wohl Gutes tun darf. Uranmunition gehört jedenfalls nicht dazu und soviel Tote wie der Irakkrieg gekostet hat, hat selbst Saddam Hussain nicht geschafft.

    Hier wird wie immer verallgemeinert: Kritik ist Antiamerikanischmus und bei Amerikanern wohl Vaterlandsverrat- vermutlich ist Kritik an Israel (Demokratie???) dann auch wohl Antisemitismus.
    Schade. Das disqualifiziert dann leider auch etwas die ansonsten ja zutreffende Gesellschaftskritik. Was dort Liberalismus heißt, würden wir hier vermutlich „Toleranz“ nennen, mit den gleichen Folgen.

    Ich hab´s ja gerne mit dem Thema „kollektive Traumata“ und frage mich im Hinblick auf Israels Vorgehen schon lange, was davon Folgen des Holocaust sind – wenn Opfer zu Tätern werden und fast mit den gleichen Methoden und Argumenten – nämlich dem „Feind“ die Menschlichkeit abzusprechen.
    Genauso wäre es ja interessant zu untersuchen, worauf die amerikanische Politik wurzelt – wir haben hier eben nicht nur einen George Washington und den Freiheitskampf gegen ein Imperium, sondern auch den Völkermord an denen, die das Land schon lange bewohnt hatten – und ein Bevölkerungsgemisch aus Einwanderern, deren Vorfahren aus den verschiedensten Notlagen heraus ihr Glück in Amerika gesucht haben.

    Na das sind Themen für Psycho- und Soziologen und wohl kaum abschließend zu beantworten. Allerdings haben wir hier dann wieder nur einen Schwarz-Weiß-Beitrag. Damit kommt man nicht weiter, wie wir doch eigentlich wissen, oder?

    Grüße von Meryem

  2. Seltsam: dass loyalbushie einer eben solchen böse-liberalen Partei beigetreten ist … der CDU.

    Seltsam: dass Mittel- und Nordeuropa mehr Lebensqualität aufweisen als die USA, obwohl sie doch so extrem liberal sind gemäß dem Maßstab von Evan Sayet & loyalbushie.

    Seltsam: dass Liberale gewissermaßen die Teufel auf Erden sind – und sich doch recht gut behaupten. In München haben es zum Beispiel sogar die extremst Liberalen (im Sinne des Autors: die rot-grünen) geschafft, die Stadt zu einer der erfolgreichsten und attraktivsten und sichersten Städte Deutschlands zu machen.

    Seltsam, wenn DAS richtig sein sollte:

    „Ich nehme an, jeder hier im Raum stimmt mir zu, dass die Demokraten in so gut wie jeder Frage falsch liegen. Ich sage Euch, sie sind es nicht nur in so gut wie jeder Frage, sondern richtiggehend in jeder Frage, und sie liegen nicht nur falsch, sondern so falsch wie falsch nur sein kann, 180° vom Richtigen weg, diametral entgegengesetzt zu allem, was gut, richtig und erfolgsträchtig ist.“

    Seltsam, dass die CDU – die Partei von loyalbushie und Evan Sayet – ständig mit diesen Teufeln, diesen Vertretern des Bösen schlechthin, ins Koalitionsbett steigt, mal mit der SPD, in Hamburg sogar mit den Grünen, in NRW möglicherweise auch – dass sich die CDU mit Menschen und Politikern gemein macht, für die dies gilt:

    „Der moderne Liberale wird ausnahmslos das Böse dem Guten vorziehen, das Falsche dem Richtigen, Verhaltensweisen, die zum Scheitern führen, jenen Verhaltensweisen, die zum Erfolg führen.“

    Seltsam, dass ein Nein zum Irak-Krieg gleich ein Ja zu Saddam Hussein bedeuten soll:

    „Gib dem modernen Liberalen die Wahl zwischen Saddam Hussein und den USA, und er wird nicht nur selbst auf der Seite von Saddam Hussein stehen, sondern er wird von Amerika und den anderen Amerikanern verlangen, das Gleiche zu tun.“

    Und dies, wo doch die republikanisch regierten USA bis 1989 aktiver Unterstützer von Saddam Hussein waren – auch noch, als er Kurden vergast hat … (Man lese mal die Einlassungen des US-Außenministeriums zum Gasmassaker auf Halabscha!)

    Seltsam, dass loyalbushie einer Partei den Rücken stärkt, der es teils selber, teils im Koalitionsbündnis darauf ankommt,

    „alle Fakten, alle Vernunft, alle Offenkundigkeiten, alle Logik, alle Wahrheit, alle Moral und allen Anstand von sich zu weisen“.

    Evan Sayed DÄMONISIERT.

    Er selbst – und die Seinen, zu denen offensichtlich auch loyalbushie gehört – sind Die Guten. Sie verkörpern die ABSOLUTE Wahrheit, das ABSOLUT Richtige. Allen anderen wird es abgesprochen, dass auch sie überzeugt sein könnten, das Richtige zu sehen.

    So erzeugt man BÜRGERKRIEG. Geistigen Bürgerkrieg zuerst.

    Denn was müsste man mit Menschen tun, wenn man denkt, dass sie so sind:

    „Wir haben es mit Leuten zu tun, die denken, der beste Weg, um rationales Denken zu eliminieren, um den Versuch, das Richtige zu tun, zu eliminieren, ist es, am Beweis dafür zu arbeiten, dass das Richtige nicht richtig und das Falsche nicht falsch wäre.“

    Müsste man so ungeheuerliche Menschen, so bösartige Menschen, so gefährliche Menschen nicht „aus dem Verkehr ziehen“ … um es mal vorsichtig auszudrücken?

    Eine solche Kriegserklärung möchte loyalbushie in Deutschland allen „Liberalen“ vor die Füße werfen, also der CDU, der CSU, der FDP, der SPD, den Grünen und den Linken?

    Denn wer würde sich in Deutschland NICHT auf der Seite dieser Liberalen, wie Evan Sayet sie beschreibt, wiederfinden?

    (Schließlich sind zum Beispiel ca. 90% der Deutschen Anhänger von Saddam Hussein – weil sie den Irak-Krieg für verfehlt halten.
    Und wenn die USA im Moment unter Deutschen wieder etwas höher im Kurs stehen, dann wegen des Liberalen Teufels Obama!
    Und zeigt sich nicht Angela Merkel als „Stalinistin“, wenn sie sich gegen den Marktfundamentalismus Westerwelles wendet? Etc. – ein Thema, zu dem loyalbushie lieber schweigt.)

  3. Da ist jetzt wohl jemandem eine Laus über die Leber gelaufen.🙂

    Kann es sein, dass Evan Sayet mit seinem Vortrag genau solche Reaktionen provozieren wollte wie die des Dauerspammers „Initiativgruppe“?

    Ich denke, wenn der aufhören würde, hier alles zuzutexten, würden mehr Leute die Beiträge hier kommentieren.

    Aber danke für die Übersetzung, macht Laune so was zu lesen.

  4. Na, von wegen, „antischwatz“: magst nicht diskutieren? Möchtest Du, dass Leo die Klappe hält (ich womöglich auch, bin ja Dauergast hier), damit Ihr einfach in Eurem eigenen Saft braten könnt und keinen Widerspruch erfahrt?

    Vielleicht ist es in der Tat das, was der Evan Sayet erreichen möchte: zu provozieren für eine lebhafte Diskussion? Weil, wenn der das ernst meint was er schreibt, ist es wirklich etwas spärlich.
    Ich kenn den nicht, weiß nicht, was er sonst so treibt und kann ganz unvoreingenommen meine Meinung dazu sagen. So einfach ist die Welt nicht gestrickt.

    Wobei ich zu den Inhalten amerikanischer Parteiprogramme nichts sagen kann. In der Außenpolitik unterscheiden sie sich ja alle nicht, höchstens im Stil der Verpackung.

  5. Seid doch friedlich, Leute!

    @ antischwatz

    Gerne geschehen, ich mache immer wieder die Erfahrung, dass bei den Englischkenntnissen ein aus historischen Gründen gewachsenes, gewisses West-Ost-Gefälle besteht. Das ist schade, da es viele interessante englischsprachige Texte im Netz gibt, die dann viele gar nicht lesen können.

    @ meryem

    Grundsätzlich freue ich mich über jeden Kommentator und jeden Kommentar, aber ich kann nicht auf jeden sofort und ausgiebig antworten. Manchmal ist es auch einfach gut, sich selbst rauszuhalten und die Leser mal machen zu lassen. Mir ist auch klar, dass Du zu dem Thema einen wesentlich anderen Zugang hast und es gibt Teilbereiche, wo ich Deine Einwände durchaus verstehen kann (zB das Thema Uranmunition). Andererseits sehe ich zB Israel in jedem Fall als Demokratie und bin definitiv nicht der Auffassung, dass dort Methoden wie zur Nazizeit angewendet werden. Im Gegenteil wird Rassenhass in Israel sehr konsequent bekämpft, so wurde etwa die Kach-Partei verboten, die das jüdische Spiegelbild zu wesentlichen Kreisen der arabischen Hamas dargestellt hatte. Dass die Erfahrung des Holocaust (innerhalb kürzester Zeit wurde darin ein Drittel des gesamten Weltjudentums ausgerottet) allerdings das Bedrohungsempfinden und die Entschlossenheit, so etwas nie wieder geschehen zu lassen, entscheidend prägt und damit zweifellos auch die Politik Israels, davon gehe ich auch aus.

    Was Leos Kommentare betrifft, habe ich um ehrlich zu sein auch nicht mehr unbedingt Laune, noch groß zu antworten, da sie – diplomatisch ausgedrückt – etwas stark Repetitives an sich haben und ich einfach nicht die Zeit und die Ambition habe, mich zig Mal im Kreis zu bewegen.

    Ich bin in der Tat auch der Auffassung, dass der Text von Evan Sayet bewusst und gewollt provokativ angelegt ist. Da er sich auch an ein bestimmtes Publikum wendet (das der Heritage Foundation), ist er wohl auch auf dieses abgestimmt. Die Redebeiträge auf linken Anti-Bush-Kundgebungen dürften allerdings nicht wesentlich differenzierter ausgefallen sein – von daher möge jeder, der an Ton und Inhalt des Textes in zu hohem Maße Anstoß nimmt, es am Besten als Schluck von der eigenen Medizin auffassen.

  6. Nunja-eine Demokratie die wie Israel schon von der Gründung an darauf fußt, erstens Menschen aus ihrem Staatsgebiet zu vertreiben und zweitens manche Menschen gleicher findet als gleich – die hat von Anfang an schlechte Bedingungen. Die Deutschen zu toppen in Sachen Perfektion und sei es Perfektion in der Vernichtung anderer Menschen ist ja auch schwer – aber dass es Parallelen über Parallelen gibt, kann man ja nicht übersehen. Nur dass die „sonderzeichen“ im Pass sind und nicht an der Kleidung. Und Ghettoisierung, Abschneiden von elementarer Versorgung, „Säuberungsaktionen“, Enteignung – das passt irgendwie auch nicht zu einem demokratischen Staatswesen. Wobei es im „Inneren“ Israels ja noch demokratische Elemente geben mag. Wenn man aber sein „Inneres“ ständig erweitert durch Vetreibung der Nachbarn – kann darauf eine Demokratie fußen.Ich halte es eher für einen Militärstaat.

    Übrigens ist es vielleicht ein positives Ergebnis des kritisierten „Liberalismus“, dass wir Deutschen heute wohl nicht mehr so perfekt wären, da es zwar noch genug Hohlköpfe gibt, aber die nicht mehr über die nötige Ausdauer verfügen würden, so ausdauernde KZ-Schergen abzugeben, dafür sind sie zu bequem. Da ist das Trash-Fernsehen vielleicht doch zu was gut.

    Ja, ich hab nun keine Ahnung, ob obige Rede nun eine Polemik ist oder nicht. Natürlich hab ich auch manchmal Spaß daran, aber bringt es wirklich was? Oder besser: was bringt es? Dazu sollte man vielleicht doch Leo Machiavelli befragen – denn das „Teile und Herrsche“ lässt sich auch dort mal wieder nicht übersehen. Also, wer hat was davon, mit platten Feindbildern und Verallgemeinerungen die Leute beschäftigt zu halten?

    Gestern musste ich mich ja über Aschermittwochspolemiken aufregen. Nicht weil die nicht manchmal witzig wären (obwohl-so vorgefertigt und nicht spontan, das merkt man nun mal), sondern weil man uns, das Volk dumm halten will.
    Wie man es schon an der Westerwelle sieht. Nun wird mal wieder geblubbert und am Ende wurschteln wir weiter. Kommt mir wie ein großes Kaspertheater vor. Als ob nicht das Land, die Welt ein paar ernsthafte Probleme hätte. Und da merke ich auch keinen konservativen Gestaltungswillen.

    Na dann gut Nacht, Meryem

  7. “Der moderne Liberale wird ausnahmslos das Böse dem Guten vorziehen, das Falsche dem Richtigen, Verhaltensweisen, die zum Scheitern führen, jenen Verhaltensweisen, die zum Erfolg führen.”

    Wenn das so ist, lieber loyalbushie, darf man diese Menschen nicht frei herumlaufen lassen. Sie sind dann lebensgefährlich. Sie müssen unschädlich gemacht werden …

    Oder?

    Was folgt daraus konkret?

    Evan Sayet steht einen Schritt vor dem Aufruf zu … zu … ja, zu was?

    Wie man schon an der anderen Debatte ablesen konnte, bist du etwas verlegen um Argumente, jedenfalls wenn es um die programmatische Liberalität der CDU/CSU geht.

    Die deutschen Konservativen sind für die meisten ihrer Wähler attraktiv, WEIL sie auch liberal sind. Für dich aber sind Liberale Teufel, das Liberale ist das Böse schlechthin.

    Bushie, das geht ziemlich weit!

    Du preist einen Text an, der mindestens die Hälfte der Amerikaner und so ziemlich 90% der Deutschen als Anhänger des Bösen bezeichnet.

  8. Ach, Leo, Deine Copy&Paste-Beiträge sind so voraussehbar, dass ich jetzt schon weiß, was im nächsten steht.

    Verständnisfragen zum Text bitte hier loswerden…

  9. Man kann niemand zur politischen Auseinandersetzung zwingen.

    Du verpasst eine Chance.

    Man lernt, wenn man sich auf solche Debatten einlässt.

    Im Fall Bushy & US-Republicans habe ich den Trost, dass „Evan Sayet“-Politik in der CDU/CSU und in ihrer Wählerschaft ohnehin keine Chance hat und eher den Verfassungsschutz alarmieren würde, wenn solch fundamentalistische Politik irgendwo praktisch relevant würde.

    Das (Sozial-)Liberale als das Böse schlechthin — wirklich, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!

    Mein Gott, komm nach München und halt einen Vortrag mit Sayet-Sprüchen vor den Münchner CSUlern! (Und lass mich zuhören!)

  10. Ach Junge, ich denke, der Verfassungsschutz wird den Teufel tun, um die kulturelle Hegemonie der linken Spießeria vor den bösen bösen Amis zu schützen. Dort ist die Realitätsnähe doch noch ein Bisschen stärker ausgeprägt als bei irgendwelchen Studienräten im Elfenbeinturm, die denken, den Krieg gegen den Terror durch permanente Selbstbestätigung führen zu können (bzw. überhaupt nicht, da die bösen Amis durch ihre revolutionäre fundamentalistische Politik den 11. September ja nach Auffassung von Leuten wie Dir bekanntlich selbst verschuldet hatten).

    Abgesehen davon, dass die Geheimdienste der deutschen Nachkriegsdemokratie ja von den bösen fundamentalistischen, revolutionären Amis erst aufgebaut wurden (Organisation Gehlen usw.). Ohne die bösen fundamentalistischen, revolutionären Amis gäbe es in Deutschland noch Gestapo oder Stasi.

    Ich halte es bloß für ein Versäumnis, dass der Verfassungsschutz sich nicht zeitgerecht um die Grünen gekümmert hatte, die zu einem erheblichen Teil von langjährigen RAF-Sympathisanten und maoistischen Kadern des Kommunistischen Bundes aufgebaut wurden, die NATO auflösen wollten, um uns gegen die Kommunisten wehrlos zu machen, Sex mit Kindern straffrei machen wollten, die Wiedervereinigung verhindern wollten und heute noch Schlägertruppen auf die Teilnehmer missliebiger Veranstaltungen hetzen (zB Christival).

    Wer einer solchen Partei angehört, von dem lasse ich mir keine moralisierenden Empfehlungen geben und der hat sein Recht verspielt, hier auf meinem Blog gegen angesehene Publizisten wie Evan Sayet vom Leder zu ziehen. Deine Tätigkeit als Kommentator auf diesem Blog ist deshalb hiermit beendet.

    Und wem die Beiträge und Texte auf meinem Blog nicht passen, braucht hier auch nicht zu lesen. Also gehab Dich wohl und noch ein schönes Leben!

  11. Nun denn, servus!
    Sagt das Böse Schlechthin: Der Liberale, Grüne, Soziale Leo.

  12. Ich kann das Aufatmen Hunderter Leser bis hierher hören. Manche wissen einfach nicht, wann es Zeit ist zu gehen.

    Danke @loyal für die deutlichen Worte über die Melonenkommunisten. Aber ganz zufrieden bin ich auch nicht. Ich finde, die Gegenstimme und du ihr solltet euch versöhnen. Deine Beiträge dort waren gut und das Gemeinsame ist sicher größer als das Trennende.

  13. Ach nee, lass mal lieber. Ich habe nicht nachgezählt, wie viel Gemeinsames und wie viel Trennendes ist, aber das Trennende ist jedenfalls entscheidend.

    Dass sich jedes Mal, wenn der Name „Die Grünen“ irgendwo auftaucht, reflexartig mein Mittelfinger aus der Faust heraus aufzurichten beginnt und ich jetzt einen dieser Leute von meinem Blog komplementiert habe, bedeutet noch lange nicht, dass jeder, dem es bezüglich der Grünen genauso geht, automatisch mein Freund ist.

    Dass ich pro USA, pro Bush, pro Israel bzw. gegen Political Correctness oder gegen islamisch begründeten Terrorismus bin, heißt noch lange nicht, dass ich deshalb generell etwas gegen den Islam oder gegen Migranten haben würde. Und das ist einer der wesentlichen Unterschiede zwischen der Gegenstimme und mir: Die sagen, sie sind pro Bush, aber sie haben ihn nicht begriffen. Bush hat nämlich immer ganz klar zwischen Islam und Terrorismus unterschieden. Und die sagen, sie wären gegen die Political Correctness der Linksgrünen, hätten aber offenbar nichts gegen eine Political Correctness einzuwenden, die von „Islamkritikern“ oder Ausländerfeinden geprägt würde.

    Ich freue mich, wenn Dir meine Beiträge gefallen, aber Du wirst sie weiterhin hier oder – gemeinsam mit denen meiner Autorenkollegen dort – bei bluthilde lesen müssen. Und Gegenstimme-Beiträge auf der Gegenstimme.

  14. Sayet zeichnet in unterhaltsames, wenn auch stellenweise etwas übertriebenes, aber im Kern der Sache wahres Bild des modernen Werterelativismus, dem Europa sein intellektuelles und kulturelles Dahinsiechen verdankt. Europa, einst das Weltzentrum der Kultur, hat heute nicht mehr Kultur als irgendein Eingeborenenstamm aus dem Urwald. Das was heute noch an Kultur und Werten da ist, das sind bloß Erben längst vergangener Zeit.

  15. @ Blaise Pascal

    Dazu fällt mir ein Zitat eines deutschen Politikers aus den 90ern ein:

    „Während Afrika sich anzieht und Mozart hört, ziehen wir uns aus und entdecken die Buschtrommel als künstlerisch besonders wertvoll.“

    Wenn der neue Atheismus am Ende vielleicht auch noch die Kirchen schleifen lässt, taugt Europa nicht mal mehr als Freilichtmuseum vergangener Zeiten.

  16. Hallo meine am liebsten zu kommentierende Meyremdeutschmuslima.

    Da scheint ja fast System dahinter zu stecken, dass Du mit loyalbushie niemals konform gehst. Auch Dein Nick-Name hier ist gut gewählt! Welcher politisch halbwegs korrekte Deutsche, außer dem deutschen Michel selbst🙂 würde sich wagen 1. einer Frau und 2. einer Muslima bzw. der Schnittmenge aus beiden, kritisch gegenüber zu treten?

    Naja, der 2. Irakkrieg hat also mehr Opfer gefordert als das Regime von Saddam Hussein? Auf die Statistik, die Du da skizzierst bin ich ja mal gespannt, könntest Du mir bitte die entsprechende Quelle nennen? Ich bin immer gewillt eifrig dazu zu lernen!

    Und dann die Initiativgruppe! München ist also die sicherste Stadt Deutschlands? Wahrscheinlich aber nur, weil die S- und U- Bahnen nicht zur eigentlichen Stadt gehören, oder? Ansonsten , nur aus dem Bauch gesprochen, sind meines Wissens durch Schläger nirgendwo in Deutschland mehr Menschen totgeprügelt worden, wie dort.

    Und, außerdem: Die gelungene bayrische Innenpolitik und damit Sicherheitspolitk einer rot-grünen Gruppe zuzuschreiben ist nicht vollkommen ignorant, ja lächerlich! Oder ist das Münchner Ordnungsamt hier die entscheidende Behörde?

    Noch eins zur Information: Wir wissen letztendlich woher das Böse kommt und warum auch hochintelligente Menschen dem auf den Leim gehen, wie auch schon im dritten Reich. Es ist nicht so, dass Liberale bösere Menschen sind, sondern dass sich das Böse in der Welt auch in diesen Strukturen manifestiert und dadurch um sich greift. Es wäre ja auch dumm vom Bösen, wenn es wieder in Braunhemden oder mit rotem Stern an der Mütze daher käme. Viel zu offensichtlich!-)

    LG vom deutschen Michel

  17. Hallo Michelinmännchen (das ist die Retourkutsche wegen Deiner Unfähigkeit, meinen Namen richtig zu schreiben. Du brauchst auch nicht den vollen Titel auszuschreiben)

    warum bin ich Dir so ein Dorn im Auge? Fällt schwer auszuhalten, wenn eine Deutsche die Religionsfreiheit tatsächlich in Anspruch nimmt? Kannst ja loyalbushie fragen, warum er mich hier schreiben lässt, obwohl wir doch so oft konträr liegen. Vielleicht gibt es grundlegende Gemeinsamkeiten? Vielleicht hat er gerne Leben in der Bude und nicht nur Zustimmung? Wer weiß….

    Saddam wurden „Zehntausende“ Morde vorgeworfen. Seit 2003 haben wir im Irak über 1,3 Millionen Tote. Kannst Du in den mainstream Medien nachlesen. Frag mal Iraker, wann das Leben erträglicher war (und da kannst Du sogar Iraker fragen, die vor Saddam fliehen mussten und deren Freunde und Familienangehörige ermordet wurden). Wie sagt man so schön: „den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben“

    Wir sind uns ganz einig, dass es das Böse gibt. Es versteckt sich auch nicht besonders geschickt. Am Ende wird es verlieren, aber die Opfer bis dahin leiden trotzdem.

    Eine Einigkeit mit loyalbushie und anderen Christen: Jesus, Friede sei mit ihm, wird zurückkehren. Er wird nicht alleine sein.

    Na denn einen vergnügten Tag, Meryem

  18. Hallo meryem,

    jetzt müsste es richtig sein! Vorher war tatsächlich ein Rechtschreibfehler, mein Fehler (!), enthalten, sorry! Michelinmännchen find ich übrigens witzig, auch wenn ich nicht so dick und aufgeblasen bin!-)

    Du bist mir absolut kein Dorn im Auge, nochmals sorry, wenn es so wirkt. Ich sehe manche Dinge lediglich anders, z.T. vollkommen anders als Du. Aber vielfältige Meinungsäußerungen sind ja hier erwünscht. Ich teile die hier von loyalbushie geäußerten Ansichten zu weiten Teilen, mit Deinen tu ich mich schwerer, ganz ehrlich.

    Nur zwei Fragen zum Irak: Die Attentate seit 2003 verbuchst Du aber nicht alle auf dem Konto der Amerikaner, oder?

    Und die zweite Frage: Die Iraker, die ich fragen soll, deren Freunde und Angehörige von Saddam ermordet wurden, die wünschen sich also lieber das alte Regime zurück, oder hab ich Dich das falsch verstanden?

    Ansonsten hätte ich noch eine Frage: Womit habe ich angedeutet, dass ich mich mit Religionsfreiheit schwer tue? Ich nehme sie lediglich mit dem selben Selbstverständnis in Anspruch, wie Du. Daraus ergeben sich allerdings in Sachfragen zum Teil völlig andere Ansichten.

    Sicherlich gibt es Verbindendes zwischen Moslems und Christen. Sicher weitaus mehr als zwischen Christen und Atheisten oder eben extremen Liberalisten etc. Trotzdem gibt es auch grundsätzliche und zum Teil wesentliche Unterschiede zwischen beiden Religionen. Das zu bekennen und andere bekennen zu lassen, darin besteht Religionsfreiheit und die gilt halt für alle.

    Es wäre schön, wenn sich die islamische dominierten Teile der Welt davon mal eine Scheibe abschneiden könnten, denn das nicht zu tun ist auch eine Form des religiös motivierten Imperialismus. Und den gibt es von Moslems gegenüber Christen in viel zu vielen Gegenden der Welt.

    Daran zu denken, vergeht mir das Vergnügen am heutigen Tag,

    Michelinmännchen, alias der deutsche Michel

  19. Hallo Michel,
    na dann ist ja gut, wenn´s nicht so gemeint ist, wie es rüberkommt. Dass mit der Religionsfreiheit bezog ich auf Deine Bissigkeit.

    Nein, ich rechne keine Anschlagsopfer zu der irakischen Opferzahl, falls die in der Statistik sind, dann bleiben wohl immer noch dicke mehr als ein Million Opfer. Wobei sicherlich die mitgerechnet werden, die unter der „Schutzherrschaft“ der USA gestorben sind.

    Und nein, Verfolgte des Saddam-Regimes wünschen sich dieses nicht zurück, aber Tatsache ist, dass das Land viel unsicherer geworden ist. Früher konnten sich Frauen auf der Straße bewegen und einen Beruf ausüben – vorbei. Heute muss jeder jederzeit damit rechnen, entführt zu werden und ermordet und als Frau vergewaltigt.Früher gab es praktisch keine Konflikte zwischen Sunniten/Schiiten/Christen – wie gesagt, frag mal die Iraker. Mal abgesehen von all den Erkrankungen, Missbildungen bei Kindern, die durch die Uranmunition verursacht werden. Das hat es jedenfalls nicht gegeben, bevor sich die USA eingemischt haben. Die Spaltung der Volksgruppen ist durch die Politik von „Teile und Herrsche“ entstanden.

    Und da ihr ganzes Eingreifen völkerrechtswidrig und auf Lügen begründet war, plus der Einsatz solcher Waffen – wer will das rechtfertigen.

    Ich kann sehr „Riverbends“ blog empfehlen, das ja als „Bagdad burning“ erschienen ist, aber ausführlicher auf Englisch noch im Netz nachzulesen geht. Plus wie gesagt Gespräche mit Exilirakern.

    Ich hab wirklich viele Kontakte zu Irakern und es ist zum Heulen, was die erzählen. Die sind früher unter Saddam gefoltert worden, ihre Freunde und Familienangehörigen ermordet – und jetzt sehen sie ihre Familien traumatisiert, die Kinder krank oder mit Fehlbildungen geboren, junge Männer versterben einfach so…keiner geht dem nach. Und so fort..

    Natürlich hast Du recht, was Umgang von vielen Muslimen, bzw. muslimischen Ländern mit Christen angeht (und das ist nicht islamisch zu begründen). Allerdings kann ein demokratisches Land sein eigenes Verhalten nicht von dem abhängig machen, was andere Länder tun.

    Na dann mal friedliche Grüße, Meryem

  20. Ich freue mich hier über jeden Beitrag, der Substanz hat und in angemessenem Ton vorgetragen wird. Nur wer wie der Genosse von der Initiativgruppe unsachlich wird und zB die Faschismuskeule auspackt, fällt selbst hier der Keulung anheim. Der Geltungsbereich von Godwins Law umfasst nämlich nicht dieses Blog.

    Was den Irak betrifft, habe ich ja schon gesagt: Aus meiner Sicht hat Bush von zwei schlechten Optionen, die zur Auswahl standen, die perspektivisch weniger schlechte ausgewählt. Dass kürzlich bereits zum zweiten Mal im Irak demokratische Wahlen stattgefunden haben, die im Großen und Ganzen frei und fair verlaufen waren und aus der demokratisch orientierte Parteien als Sieger hervorgegangen waren, bestätigt diese Auffassung.

    Dass viele Dinge im Irak noch nicht so laufen, wie es sein sollte, leugne ich nicht. Allerdings ist es immer auch eine Frage der Wahrnehmung. Wer den Einmarsch grundsätzlich ablehnt, wird auch jetzt eher nur die Defizite sehen an der Entwicklung und nicht die Fortschritte.

    Dabei bieten die freien Wahlen auch den bösen Jungs neue Perspektiven – nicht nur im Irak. In Afghanistan könnten beispielsweise die dortigen Grünen von ihrem prominenten Neuzugang profitieren.🙂

  21. Servus,
    na das Problem ist: gibt es einen Iraker, der für die Besatzung ist? Ich kennen keinen und dabei besteht mein irakischer Bekanntenkreis ausschließlich aus Saddam-Verfolgten, die deshalb fliehen mussten, z.T. nach langen Haftstrafen, Folter und anderen Traumatisierungen.

    Sie sind schon 1991 in den „Genuß“ amerikanischer Einmischung gekommen (viele der Folgen von Uranmunition rühren ja schon von damals her) und sie glauben nicht an die Uneigennützigkeit der USA. Sie wissen, dass Ihr Land trotz allem nicht die Ödnis war, dass man uns darstellen will – es gab Schulen, angesehene Universitäten, gut ausgebildete Leute – nur werden die am Wiederaufbau nicht beteiligt, komisch oder?

    Was die Wahlen angeht, Zitat Hasan auf die Frage warum er nicht wählt: „Willst Du Krebs oder Aids?“🙂

    Tja und das ganze Elend – darüber hab ich ja schon oft geschrieben. Alleine die Waisenkinder – ich hoffe ich darf bald mal über ein Projekt berichten mit Fotos, die hier schon lange auf meinem Rechner liegen, aber ich hab keine Freigabe.

    Was nützt einem Land eine mehr oder weniger funktionierende Demokratie, wenn es eigentlich evakuiert werden müsste?

    Eine Familie von Landwirten kennen wir auch – wunderbares fruchtbares Gelände – sie trauen sich nicht, davon zu essen, geschweige denn die Ernte zu verkaufen.
    Dafür leben sie jetzt davon, dass ein Sohn die Hilfspakete der Verwandten aus D ausfährt. Tolle Entwicklung.

    Sorry, ich bin da so dicht dran, dass ich mich immer aufregen muss.

    Es reisen dieses Jahr einige meiner Freundinnen mit ihren Männern runter – mal sehen, was es so Neues gibt.

    Grüße von Meryem

  22. […] diese weise nichts mehr übrig bleibt, wofür menschen noch kämpfen oder sterben würde. dass die reaktionäre diese taktik teilweise durchschauen, macht sie nicht falsch. denn am ende heilen wir den dadurch ausgebreiteten, schwachen […]

  23. […] note, die durch die 68er-bewegung in die politik gelangt war, verstärken. dass er – wie alle modernen fortschrittlichen sozialistinnen – das lustprinzip und die sexuelle befreiung als mittel gegen den krieg betrachte und in […]

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: