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Posts Tagged ‘Christophobie’

Erzwingungshaft für Selbstdenker

In Gesellschaft, Kultur und Zeitgeist, Politik on April 11, 2010 at 10:09 pm

(Gastbeitrag von Andreas Molau)

Dass wir uns immer mehr in Richtung Sozialismus und Einheitsstaat bewegen, zeigt das folgende Beispiel: Zwei Mütter wurden jetzt in Erzwingungshaft (Erzwingungshaft ist keine Strafe für eine begangene Ordnungswidrigkeit, sondern ist ein Beugemittel) genommen, weil sie aus religiösen, christlichen Motiven ihre Kinder nicht an einer Veranstaltung unter dem sonderbaren Titel „Mein Körper gehört mir“ teilnehmen lassen wollten. Muslime hätten vermutlich unter dem Schutz unserer Multikulti-Fanatiker gestanden. Der Titel erinnert an die krampfhafte Legitimation der Abtreibungsfanatiker, die ihren Mord an ungeborenem Leben mit dem Motto „Mein Bauch gehört mir“ zu rechtfertigen versuchen.

Den bürgerlichen Willen brechen, um den sozialistischen Willen aufbauen zu können: Diese Strategie steckt hinter der Verächtlichmachung der Religion bei gleichzeitiger Frühsexualisierung von Kindern

An dem aktuellen Beispiel zeigt sich auch, wie die linke Ideologie durch Sexualisierung des Alltags ihr politisches Programm durchzusetzen versucht. Drittklässlern mit sexuellen Phantasien der Erwachsenen zu belästigen, ist eine typische Projektion der 68er. Den Kindern wird vermittelt, dass es positive sexuelle Berührungen gibt und negative, die sie zurückzuweisen lernen sollen. Man hat den Eindruck, als würde das Problem sexueller Belästigung von Kindern ein flächendeckendes sein. Medienkampagnen suggerieren, dass die Mehrheit der Kinder in ihren Familien oder in katholischen Gotteshäusern gefährdet sei. Den Rest des Beitrags lesen »

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Asyl für Homeschooling-Eltern

In Gesellschaft, Recht, Tagesgeschehen on Januar 27, 2010 at 10:56 pm

Sie haben es geschafft: Wie die Home School Legal Defense Association (HSLDA) mitteilt, hat das zuständige Gericht in Memphis, Tennessee, dem Asylantrag der aus Bissingen stammenden, 7-köpfigen Familie des Musiklehrers Uwe Tomeike und seiner Frau Hannelore, stattgegeben. Die Romeikes waren aus Deutschland in die USA geflüchtet, nachdem sie infolge ihrer Absicht, die Kinder entgegen den landesgesetzlichen Bestimmungen über die Schulpflicht zu Hause zu unterrichten, in Deutschland strafrechtliche Verfolgung und die behördliche Entfernung der Kinder aus ihrem Familienverband befürchtet hatten.

Familie Romeike ist nicht die einzige „Homeschooling“-Familie in Deutschland. Während einige Schulbehörden sich um gütliche Einigungen mit Eltern bemühen, die aus religiösen Gründen Vorbehalte gegen das staatliche Schulsystem in Deutschland haben, verfolgen andere Schulverweigerer mit Geld- und Haftstrafen oder dem Entzug des Erziehungsrechts. Über ähnlich hartes Vorgehen gegenüber Schülern und deren Eltern, die nicht aus religiösen Gründen unentschuldigt der Schule fernbleiben, sondern stattdessen im Einkaufszentrum abhängen, ist übrigens nichts bekannt. Den Rest des Beitrags lesen »

Rot-braune Klimapolitik als Antwort auf Kopenhagen?

In Gesellschaft, Kultur und Zeitgeist, Politik, Religion, Tagesgeschehen on Dezember 19, 2009 at 10:36 pm

Vielleicht sollte ich satirische Beiträge hier künftig besser kennzeichnen oder gleich ins bluthilde-Blog verlagern. Aber selbst das würde nichts nützen, weil es genügend Leute gibt, die nicht mal dieses und die Texte dort als Parodie durchschauen.

So werde ich nun damit leben müssen, dass es möglicherweise bald eng auf den Anklagebänken in Den Haag werden wird und auch auf die nationalen Strafgerichte könnte in nächster Zeit viel Arbeit zukommen könnte – und satirisch gemeinte Beiträge hier auf CC noch Mitschuld daran tragen.

Nicht genug, dass Beiträge auf diesem Blog die linksextreme österreichische Partei „Die Grünen“ zu Gesetzesentwürfen inspirieren. Nicht genug, dass sich bereits seit längerem George W. Bush, der Papst und die israelische Regierung ob ihrer Verfehlungen auf die irdische Gerechtigkeit im niederländischen Bürokratenkaff einstellen müssen.

Nicht einmal genug, dass ein steinzeitkommunistisches Nachrichtenportal eine große Verschwörung der internationalen Finanzmonopole und ihrer Lakaien in Politik und Medien zur Zerstörung des Planeten durch Erderwärmung aufgedeckt hat und nunmehr Forderungen unterstützt, den Verantwortlichen wegen „Verbrechen gegen die Menschheit und die Natur“ den Prozess zu machen.

Wie es aussieht, werden nun wohl auch bald noch weitere prominente Politiker zur Rechenschaft gezogen werden müssen – unter anderem unsere amtierende Bundeskanzlerin (bei der erschwerend noch dazukommt, dass sie der Bob Gel-Doof, seines Zeichens Ein-Mann-Rechnungshof der Republik, schwerwiegender Mängel im Haushalt überführt hat) und last but not least der Messias selbst, der nunmehr nicht nur in den USA selbst, sondern auch unter seinen treuesten Fans im aufgeklärt-postmodernen Europa in Ungnade gefallen ist. Da half nicht einmal mehr ein Rumpelstilzchen-Auftritt in den Hotelhallen… Den Rest des Beitrags lesen »

MdEP Martin Kastler spricht Tacheles

In Politik, Tagesgeschehen on Dezember 2, 2009 at 8:17 am

Das renommierte katholische Nachrichtenportal kath.net hat kürzlich den über die Liste der CSU ins Europaparlament gewählten MdEP der EVP, Martin Kastler, interviewt.

Er gehört dem fränkischen Bezirksverband unter Dr. Markus Söder an und ist bisher durch eine deutliche konservative Ausrichtung aufgefallen.

Martin Kastler im O-Ton:

Kath.net: Seit September hat das neu gewählte Europäische Parlament seine Arbeit aufgenommen. Was sind die aktuellen Herausforderungen?

Kastler: Das Europaparlament hat durch den Lissabon-Vertrag mehr Mitspracherecht erhalten. Es muss jetzt beweisen, dass es in der Lage ist, verantwortlich mit diesem Kompetenzgewinn umzugehen und nicht in blinden Aktionismus zu verfallen. Zwar ist das Europäische Parlament das einzige direkt von den Menschen gewählte Organ der Europäischen Union, eine Wahlbeteiligung von EU-weit nur noch 43,1 Prozent ist jedoch ein Alarmzeichen. Als EU-Parlament müssen wir den Menschen künftig besser vermitteln, warum unsere Arbeit für sie wichtig ist. Wir dürfen als Abgeordnete nicht selbstgefällig unseren Kompetenzgewinn feiern und andererseits riskieren, dass unsere demokratische Legitimation durch eine immer geringe Wahlbeteiligung sinkt. In Deutschland wäre ein erster Schritt zu mehr Transparenz eine Reform des Wahlrechts. Wir sollten unsere Europaabgeordneten wie auch bei der Bundestagswahl in Wahlkreisen statt über eine Landesliste wählen können.

Kath.net: Wo stehen christliche Positionen derzeit besonders in der Diskussion?

Kastler: Die Diskussion um „klassische“ Wertethemen wie Familienpolitik oder Bioethik wird im ersten Halbjahr 2010 unter spanischer Ratspräsidentschaft erheblich an Schärfe gewinnen. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero macht seit 2004 vor, wie eine linksideologische Gesellschaftspolitik aussieht. Es ist zu befürchten, dass er seine Ratspräsidentschaft nutzen möchte, um einige Elemente hiervon auf die Gesamt-EU zu übertragen. Die geplanten Aktivitäten verheißen nichts Gutes. So stehen die angebliche „Geschlechtergleichheit“ und die sogenannte „Antidiskriminierung“ ganz oben auf seiner Prioritätenliste. Es soll eine neue Antidiskriminierungsrichtlinie auf den Weg gebracht werden und mehrere Großkonferenzen zu den Themen „Frauen“ und „Gleichheit“ veranstaltet werden. Hinter diesen Schlagworten verbergen sich auch ideologische Forderungen nach freier Abtreibung und Homosexuellen-Verheiratung. Wenn man sich diesen Ansätzen als Christ und als Konservativer widersetzt, kann man schnell ins Kreuzfeuer geraten. Im Übrigen fällt auf, dass unter den Stichworten „Antidiskriminierung“ und „Geschlechtergleichheit“ fast nur über Frauen gesprochen wird. Wir brauchen aber auch Strategien in der Männer- und Jungenpolitik. Das ist ein Thema, dem ich mich künftig verstärkt annehmen möchte.

Kath.net: Stichwort Kreuz-Urteil: Viele ärgern sich, doch kann man noch etwas tun?

Kastler: Da sprechen Sie etwas an, was mir sehr am Herzen liegt. Ich habe das Straßburger Urteil als „Schande für Europa“ bezeichnet. Schande deshalb, weil es unsere Wurzeln und unsere Identität verleugnet. Und diese Identität baut nun einmal auf dem christlichen Wert- und Menschenbild auf. Zur Religionsfreiheit gehört auch das Recht, seinen Glauben öffentlich auszuüben. Wenn wir dies verneinen, ist dies ein Schlag ins Gesicht derer, die in anderen Ländern unter Einsatz ihres Lebens für Religionsfreiheit kämpfen. Trotzdem hilft alles lamentieren wenig. Christen und alle Menschen, denen die Religionsfreiheit wichtig ist, müssen jetzt zusammenstehen und eine Revision dieses Urteils fordern.

Das komplette Interview gibt`s hier

PS: Noch ein Wort zum Minarett-Referendum in der Schweiz: Die Schweiz ist mit ihrer direkten Demokratie ein Vorbild für andere Länder. Das Ergebnis ist selbstverständlich zu respektieren. Selbstverständlich sind auch nicht alle Schweizer, die für das Minarettverbot gestimmt haben, Links- oder Rechtsextreme, Atheisten oder islamophob. Viele wollten auch einfach ihrer Angst vor Identitätsverlust oder ihrem Protest gegen Teile der politischen Klasse Ausdruck verleihen, vor allem gegen linke Gutmenschen, die versuchen, den Islam als Rammbock gegen christliche Restbestände in Europa zu benutzen. Inhaltlich halte ich das Votum dennoch für falsch und für eine vertane Chance. Ich kann die Kritik der christlichen Kirchen und der jüdischen Gemeinden an der Initiative nachvollziehen.

Profitieren könnten von diesem Votum in ganz Europa Kräfte, die ein gebrochenes Verhältnis zur Religionsfreiheit haben. Entsprechende Kommentare auf diversen Webseiten und Blogs machen deutlich, dass die auf der Welle des Modetrends „Atheismus“ mitschwimmende „Anti-Islam-Bewegung“, obwohl sie bei Bedarf gerne versucht, angesichts zweifellos deutlich zu verurteilender Verfolgungen von Christen in mehrheitlich islamischen Ländern Christen zu vereinnahmen, mit diesen nichts am Hut hat. Um dem Islam zu schaden, würde man die Christen jederzeit über die Klinge springen lassen und – ganz im Sinne des Neo-Hoxhaismus – auch von Angehörigen anderer Religionen als des Islam verlangen, ihren Glauben in der Öffentlichkeit zu verstecken. Christen wären als Dhimmis eines Staatsatheismus nach Vorbild Hoxha-Albaniens, der „DDR“ oder Nordkoreas nur noch geduldet, solange sie im Kampf gegen den Islam nützen. Der Satz „Heute die, morgen Du“ sollte unter jenen Christen nicht in Vergessenheit geraten, die klammheimliche Freude darüber empfinden, dass der angeblichen „Islamisierung“ Europas entgegengetreten wurde.

MdEP Bernd Posselt brachte es auf den Punkt: „Wer heute Minarette verbietet, wird morgen Kirchtürme schleifen und Kreuze abhängen.“

Nicht mit einem Etikett versehen… UPDATED …

In Gesellschaft, Religion, Tagesgeschehen on November 22, 2009 at 8:38 pm

Sie können ja sogar freundlich sein, die Neo-Hoxhaisten. Zumindest solange sie ihre Bauernfängerei an den Ankündigungsflächen öffentlicher Verkehrsmittel anbringen. Es stinkt ihnen offenbar gewaltig, dass das Recht von Eltern, darüber zu wachen, mit welchen Wertvorstellungen ihre Kinder aufwachsen und sie mit ihren religiösen Überzeugungen vertraut zu machen, bei allen Aushöhlungen noch immer nicht im Stile eines mittelalterlichen KP-Staates gänzlich aufgehoben wurde. Wie bereits in der entsprechenden Doublethink-Lektion kürzlich deutlich gemacht darf „elterliches Erziehungsrecht“ nur dann respektiert werden, wenn gewährleistet ist, dass dieses in einer verantwortungsvollen Art und Weise gehandhabt wird (zB wie bei der Genossin Solie Lautsie). Und was „verantwortungsvoll“ ist, hat die Partei zu entscheiden, denn die Partei hat immer Recht! Den Rest des Beitrags lesen »

Il crocifisso resterà!

In Politik, Tagesgeschehen on November 7, 2009 at 1:12 am

Sie hatten damit gerechnet, auf dem Ticket des unter europäischen Linkseliten wie dereinst Tamagotchi oder Breakdance zum Modetrend avancierten Atheismus ein zweites Hoxha-Albanien errichten zu können.

Es könnte leicht sein, dass sie mehr abgebissen haben als sie kauen können. Italien erlebt eine Welle des zivilen Ungehorsams, wie die roten Roben in Straßburg sie nicht einmal in ihren schlimmsten Albträumen durchlebt haben dürften.

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kath.net berichtet:

„So ließ San Remos Bürgermeister Maurizio Zoccarato aus Protest ein zwei Meter hohes Kreuz vor dem Rathaus aufstellen. Zudem ordnete er in allen kommunalen Schulen Kontrollgänge an, um dort das Kruzifix aufzuhängen, wo etwa eines fehlen sollte. Auch die Gemeinde Sassuolo bei Modena und der Provinzrat von Trapani orderten laut einem Bericht der Tageszeitung «Avvenire» größere Kreuz-Kontingente. Noch schärfer reagierte Bürgermeister Riccardo Roman im norditalienischen Galzignano Terme: Von jetzt an wird dort in zweiwöchigem Abstand überprüft, ob in allen öffentlichen Gebäuden ein Kreuz hängt – wenn nicht, drohen 500 Euro Bußgeld.
Den Rest des Beitrags lesen »

Doublethink-Volkshochschule Herbstsemester 2009/10 – Lektion III: Religionsfreiheit und Elterliches Erziehungsrecht

In Doublethink Volkshochschule, Gesellschaft, Politik, Recht, Religion, Tagesgeschehen on November 3, 2009 at 11:40 pm

Zur heutigen, aus aktuellem Anlass eingeschobenen neuen Lektion im „Doublethink“ ist es mir eine Ehre, den Blogger „jahresendfluegelpuppe“ vom „autorinnenkollektiv dr. hilde benjamin“ als Gastdozent präsentieren zu dürfen. Er nimmt das heutige Urteil des EGMR über das Anbringen christlicher Symbole in italienischen Schulen zum Anlass, seine Winkelemente auszupacken, eine Flasche Rotkäppchensekt zu öffnen und uns deutlich zu machen, warum Religionsfreiheit nicht gleich Religionsfreiheit und Elternrecht nicht gleich Elternrecht ist:

[…] diese tragende säule des doublethink haben die straßburger richterinnen völlig richtig erkannt und angewendet. denn es zeigt die genialität und die treffsicherheit der fürsorglichkeit eines der sozialistischen perspektive des revolutionären weltproletariats verpflichteten humanistischen bildungswesens, entscheidungsfreiheiten der bürger dort zuzulassen, wo sie dem aufbau einer menschengerechten gesellschaft dienlich sind, gleichzeitig aber in einem akt prophylaktischer weitsicht eltern dort die entscheidungen abzunehmen, wo diese wegen ihres falschen bewusstseins oder ihrer verfangenheit in unwissenschaftlichem aberglauben gefahr laufen, falsche entscheidungen zu treffen. […]

Mehr zu allem hier: http://bluthilde.wordpress.com/2009/11/03/egmr-im-geiste-hoxhas-dschugaschwilis-und-dr-hilde-benjamins/

Null Atheisten-Propaganda in Zug

In Gesellschaft, Religion on Oktober 3, 2009 at 9:34 am

Zug ist nicht nur ein Steuerparadies, sondern vor allem ein traumhaft schöner Flecken Erde. Ich habe in meiner Jugendzeit in der Gegend oft meine Ferien verbracht. Ausgedehnte Spaziergänge an der Seepromenade, ein gepflegter Kaffee im Metalli-Einkaufszentrum, ein Bummel in der Altstadt und eine Zuger Kirschtorte: Jeder kleine Augenblick ein Grund, Gott für die unendliche Schönheit seiner Schöpfung zu danken.

Wer frei ist von Denken und jeglichem Geist äääh sorry „Freidenker“ oder „Freigeist“ ist, sieht das offenbar anders. Jedenfalls wollten fundamentalistische Anhänger der Religion des Atheismus die idyllische Szenerie und vor allem den gesellschaftlichen und religiösen Frieden in der Stadt mit ihren sattsam bekannten Propaganda-Bussen stören. Dem hat der traditionell von bürgerlichen Parteien wie der FDP oder der SVP dominierte Zuger Stadtrat allerdings einen Riegel vorgeschoben.

An den Stadträten sind offenbar Jahrzehnte roter Gehirnwäsche spurlos vorüber gegangen. Normalerweise müsste jedem aufgeklärten Bürger ja bekannt sein, dass Atheisten und dabei vor allem Kommunisten zu Recht das Markenschutzrecht darauf beanspruchen können, das „Leben zu genießen“: Alkoholexzesse, freie Sexualität, „Bewusstseinserweiterung“ durch Drogen, Abfackeln fremden Eigentums, Kampf gegen den „Kapitalismus“ fallen da darunter, aber doch niemals ein Leben im Einklang mit Gottes Geboten. Da es ja bekanntlich keinen gibt, kann ein solches ja begriffslogisch nicht mit „Genuss“ verbunden sein, sondern hindert uns an der Erkenntnis unserer wahren Bedürfnisse. Und um uns das zu sagen, müssen uns die Atheisten eben mit ihrer Agitprop Aufklärungsarbeit belästigen erreichen.

Immerhin wissen sie ja aus klugen Büchern, was wahres und was falsches Bewusstsein ist. Und wenn wir das anders sehen, liegt es daran, dass wir eben im falschen Bewusstsein gefangen sind, weil uns die böse Ausbeutergesellschaft ihre Werte aufgezwungen hat, damit wir unserer wahren Bedürfnisse (die von den Linken, da nur sie „an der Befreiung des Menschen“ orientiert sind, verbindlich definiert werden) nicht gewahr werden und deshalb nicht den erforderlichen Klassenstandpunkt entwickeln können, ohne den es die „Schöne neue Welt“ nicht geben kann. Und Religion ist ja bekanntlich nur erfunden worden, um uns in diesem falschen Bewusstsein gefangen zu halten. Die meisten Kommunisten haben außerdem so lange studiert, dass wir ihnen schon glauben können, dass sie unsere wahren Bedürfnisse besser kennen als wir selbst.  

Wir wissen ja: Im Kapitalismus wird der Mensch durch den Menschen ausgebeutet, im Sozialismus ist es umgekehrt. Und wir sind alles bigotte Faschisten, weil wir uns unkritisch an den Inhalt von Büchern halten, die vor mehr als 1000 Jahren geschrieben wurden. Hätten wir stattdessen Marx, Darwin, Freud oder Wilhelm Reich gelesen, wäre uns das auch klar geworden!

 

tccomic (Quelle: „This godless Communism“, Treasure Chest comics, 1961)

PS in eigener Sache: Das CC-Team freut sich, dass unser Blog gelesen wird. Auch gegen Ideenklau kann man nichts einwenden. Allerdings sollte man, auch wenn man als Ösi-Grüner intellektuell sicher mindestens 34 Seemeilen über uns angesiedelt ist, zumindest den Unterschied zwischen Satire und ernst gemeinter Aussage erkennen können.

Selbst im Zeitalter der Piratenpartei hätten die Melonenkommunisten wenigstens das Copyright für ihre neue Schnapsidee angeben können. Und das ist eindeutig bei uns!

Forum Deutscher Katholiken: Endlich Klartext!

In Gesellschaft, Religion on September 12, 2009 at 6:35 pm

Je mehr die Erinnerung an die Gräuel atheistischer Regime im 20. Jahrhundert verblasst, umso stärker erheben ihre Anhänger wieder ihr Haupt und beginnen auch in unserem Lande wieder, anders Denkenden Aggressivität und Intoleranz entgegenzubringen. Die Hetze und die Ausschreitungen gegen christliche Veranstaltungen wie das „Christival“ oder den „Marburger Kongress“ liegen noch nicht weit zurück. Im Schulwesen wird der humanistische Konformitätsdruck Christen gegenüber stetig größer, in Berlin wurde von einer linksradikalen Stadtregierung öffentlichen Schulen die Wahlfreiheit zwischen Ethik- und Religionsunterricht zugunsten eines zwangsweisen Ethikunterrichts abgeschafft, vor einigen Monaten wurde eine Familie, die aus Glaubensgründen ihre Kinder zu Hause unterrichten wollte, in die USA vertrieben.

Gläubige Christen sind jedoch mittlerweile nicht mehr die einzigen, die ob ihres Beharrens auf ihrem Recht auf Religionsfreiheit immer stärkere Benachteiligungen und Anfeindungen zu ertragen haben.  

Waren Fremdenhass und Rassismus bis vor wenigen Jahren noch ein gesellschaftliches Tabu, sprießen heute Menschen verachtende und hetzerische Blogs und Initiativen wie Pilze aus dem Boden, die Angst vor Muslimen und Hass gegen Zuwanderer aus dem islamischen Kulturkreis schüren. Der aus antiislamischen und rassistischen Beweggründen heraus begangene Mord an einer zweifachen Mutter in einem Dresdener Gerichtssaal im Sommer dieses Jahres steht sinnbildlich für ein zunehmend feindseliges Klima, dem praktizierende Muslime in unserem Land und generell in Europa ausgesetzt sind.

Es ist bestürzend, dass auch viele Christen auf diesen Zug aufspringen, teils aus realer Angst vor dem Islam auf Grund tatsächlich vorhandener Missstände in mehrheitlich islamischen Ländern, unter denen Christen zu leiden haben, teils aber auch aus irrationalen Beweggründen und in der Hoffnung, vom neuen Atheismus verschont zu werden oder nachsichtigere Behandlung zu erfahren.

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Eine wie ich finde längst überfällige Resolution, die sich Christen aller Konfessionen zu Herzen nehmen sollten, hat nun das Forum Deutscher Katholiken verfasst. Ich möchte sie hier ungekürzt wiedergeben, weil ich denke, dass dieser nicht viel hinzuzufügen ist:

„Der sich ausbreitende Islam in Westeuropa ist für uns Christen hierzulande eine gewaltige Herausforderung und positive Provokation, um uns auf unsere Ursprünge und unseren eigenen Glauben zu besinnen. In vielen islamischen Ländern stellt die zunehmende Radikalisierung des Islam dagegen eine existenzielle Bedrohung der Christen dar.

Daher müssen wir in einen Dialog treten und auf die Muslime zugehen. Anstelle eines medienwirksam inszenierten Dialogs müssen wir in ein Gespräch auf menschlicher Ebene eintreten. Für jeden wahrhaftigen Dialog ist der Respekt der Gesprächspartner voreinander und eine recht verstandene Toleranz eine unbedingte Voraussetzung. Es ist ein biblisches Gebot, Fremde zu schützen, gleich welchen Glaubens sie sind. Daher unterstützen wir auch das Recht auf freie Religionsausübung der Muslime in unseren Ländern.

Wir dürfen nicht Ängste schüren, sondern müssen vielmehr Bereitschaft zum gegenseitigen Verständnis aufbringen. Das heißt freilich nicht, alle Verschiedenheiten für unwesentlich zu erklären und alle Unterschiede zu verharmlosen. Muslime haben das Recht, echte Christen kennen zu lernen. Ein daraus erwachsender Dialog mit den Muslimen ist ein Instrument, das uns helfen kann, aus der endlosen Spirale der Spannungen herauszukommen.

Wenn sich hinter der Toleranz gegenüber dem Islam aber Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit oder Furcht verstecken, stärken wir die falschen Kräfte in der vielschichtigen islamischen Bewegung. Die Muslime müssen es ertragen, dass sie selber kritisch hinterfragt werden, wie ja auch sie das Christentum und die westliche Liberalität kritisieren dürfen.

Ganz entschieden müssen wir die Glaubensfreiheit für unsere bedrängten Mitchristen in islamischen Ländern einfordern. Hierzu gehört das Recht auf Religionsfreiheit im Sinne des Artikels 18 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ mit Recht auf uneingeschränkten Religionswechsel und öffentliche Religionsausübung. Bedrohte Konvertiten aus dem Islam müssen vor Abschiebung bewahrt werden.

Die Versammlung stellt sich hinter die Texte des Vatikanum II zum Islam. Im Umgang mit den Muslimen sollten wir dabei den Weg der letzten Päpste nachahmen: niemals beleidigen, doch immer wieder auch die ernsten Themen ansprechen und einfordern: keine Gewalt, Achtung vor der Würde des Anderen und Respekt vor seiner Freiheit. Denn Gewalt kann niemals einen religiösen Beweggrund haben, weil sie das Ebenbild Gottes im Menschen verletzt.

Benedikt XVI. sagte am 9. Mai 2009 bei einem Moscheebesuch in Amman: „Und wir werden daran erinnert, dass unsere gemeinsame menschliche Würde es ist, welche die allgemeinen Menschenrechte begründet, die für jeden Mann und jede Frau in gleicher Weise gelten, unabhängig von religiöser, sozialer oder ethnischer Zugehörigkeit.“

Nicht die Stärke des Islam ist die gefährlichste Bedrohung Europas, sondern die systematische Verdrängung des christlichen Glaubens aus der Politik und dem öffentlichen Leben, die zu einer geistigen Immunschwäche Europas führt. Im Kampf gegen die „Kultur des Todes“ (internationale Geburtenkontrolle, Abtreibung, Gender -Ideologie) sind die Muslime unsere natürlichen Verbündeten. So müssen sich Christen und Muslime gemeinsam den zahlreichen Herausforderungen stellen, die eine gottferne Zeit uns aufgibt.

Nur wenn wir eindeutig zur Wahrheit unseres Glaubens stehen, können wir den Dialog mit dem Islam führen und auch dem Aufruf Christi gerecht werden, allen Menschen – also auch den Muslimen – die frohe Botschaft zu predigen und die große Karfreitagsbitte zu wiederholen: „Allmächtiger, ewiger Gott, steh allen bei, die sich nicht zu Christus bekennen, dass sie die Wahrheit finden.“

Baptisten-Urteil: Weiterer Schritt auf dem Weg in den Sozialismus?

In Gesellschaft on September 4, 2009 at 5:32 pm

Blut ist dicker als Wasser und im Ernstfall halten wahre Christen doch zusammen. Dies unterstreicht nicht zuletzt der kritische Kommentar auf dem katholischen Blog „Apostolicam Actuositatem“ zur kürzlichen Entscheidung des BVG über die Zurückweisung (also Nichtannahme zu einer Entscheidung in der Sache selbst) einer Beschwerde baptistischer Eltern aus Ostwestfalen („Bielefeld“? 🙂 ) gegen einen Bußgeldbescheid. Dieser war ergangen, nachdem sie ihre Kinder von einem schulischen Theaterprojekt zum Thema „sexueller Missbrauch“ und von einer schulischen Karnevalsfeier ferngehalten hatten.

Gegen die Karnevalsveranstaltung wendeten die Eltern ein, sie verletze die Verpflichtung der Schule zur religiösen Neutralität, da Fastnacht ein katholisches Fest sei und Katholiken sich vor der Fastenzeit hemmungslosen Ess- und Trinkgelagen hingäben und sich fern jeglicher Moral verhielten. Dass diese Einordnung rein sachlich nicht ganz zutreffen würde (auch wenn ich nach meinem Umzug von einer mehrheitlich katholischen in eine – sofern überhaupt kirchlich – eher protestantische Gegend bestätigen kann, dass das faktische Nichtstattfinden des Karnevals hier ein wahre Wohltat ist), hätte ihnen eigentlich ihr Anwalt schon im Vorfeld verraten können. Fastnacht ist heidnisch, auch wenn die Katholische Kirche sie zumindest in den nichtliturgischen Bereich “inkulturiert” hat. Darüber hinaus hätten alternative Möglichkeiten bestanden, vom Sportangeboten Gebrauch zu machen (zB einer in der Turnhalle aufgebauten Bewegungslandschaft). Insofern ist es auch nachvollziehbar, dass das Höchstgericht keine direkte Grundrechtsverletzung als wahrscheinlich ansah.

KOREA-NORTH/

Das Theaterprojekt – möglicherweise etwas aus der Rubrik „Gut gemeint“, was nicht zwangsläufig auch „gut“ bedeutet – erziehe die Kinder nach Auffassung der Eltern zu einer „freien Sexualität“. Ihnen werde vermittelt, dass sie über ihre Sexualität allein zu bestimmen hätten und ihr einziger Ratgeber, der sie niemals täusche, ihr Gefühl wäre. Das BVG sah diese Behauptung nicht als hinreichend gestützt an und vermochte keine Anhaltspunkte zu erkennen, wonach die durch das Stück beabsichtigte Sensibilisierung der Kinder für sexuellen Missbrauch mit einer Beeinflussung zu Gunsten oder zu Lasten eines bestimmten Sexualverhaltens einhergegangen wäre. Ob dies zutrifft oder nicht, vermag ohne Kenntnis des Inhalts nicht kompetent beurteilt zu werden. Auch betrifft das Urteil einen Einzelfall und vermag auch mit Blick auf die Begründung keine grundsätzlichen Zweifel am hohen rechtsstaatlichen Standard der Judikative in der Bundesrepublik Deutschland zu wecken.

Gerade in diesem Bereich muss sich aber das BVG den Vorwurf gefallen lassen, sich hinter wohlklingenden, aber in der Realität oft genug nicht tragfähigen Formeln zu verstecken, statt der staatlichen Obrigkeit klare Grenzen aufzuzeigen. Wie Urteile dieser Art gemeinhin verstanden werden, zeigte das prompte Frohlocken von Kommunisten und Alt-68ern – nur wenige Monate, nachdem bereits eine Homeschooling-Familie in die USA vertrieben worden war –, das von grob vereinfachenden Schlagzeilen wie „Sexualkunde wichtiger als Religion“ begleitet wurde.

JohnSteinbacher1969

Dass dies so nicht im Urteil stand, interessiert offenbar wenig. Es stand vielmehr drin:

„Das Grundrecht auf Glaubensfreiheit unterliegt selbst keinem Gesetzesvorbehalt, ist aber Einschränkungen zugänglich, die sich aus der Verfassung selbst ergeben. Hierzu gehört der dem Staat in Art. 7 Abs. 1 GG erteilte Erziehungsauftrag. Infolge dessen erfährt das elterliche Erziehungsrecht durch die allgemeine Schulpflicht eine Beschränkung. Im Einzelfall sind Konflikte zwischen dem Erziehungsrecht der Eltern und dem Erziehungsauftrag des Staates im Wege einer Abwägung nach den Grundsätzen der praktischen Konkordanz zu lösen. Zwar darf der Staat auch unabhängig von den Eltern eigene Erziehungsziele verfolgen, dabei muss er aber Neutralität und Toleranz gegenüber den erzieherischen Vorstellungen der Eltern aufbringen. Diese Verpflichtung stellt bei strikter Beachtung sicher, dass unzumutbare Glaubens- und Gewissenskonflikte nicht entstehen und eine Indoktrination der Schüler etwa auf dem Gebiet der Sexualerziehung unterbleibt.“

Im ersten Absatz unterliegt das Höchstgericht schlichtweg einem sachlichen Irrtum. Im Unterschied zur Auffassung des BVG erteilt Artikel 7 Abs. 1 des GG nämlich dem Staat keinen „Erziehungsauftrag“. Er sagt lediglich aus, das gesamte Schulwesen stehe „unter der Aufsicht des Staates“. Das könnte jedoch beispielsweise auch in Form eines komplett privatisierten Schulsystem von Statten gehen, in dem die Schulpflicht, wie sie in Landesgesetzen steht, durch eine Bildungs- oder Unterrichtspflicht ersetzt würde – wo beispielsweise Eltern mittels Gutscheinen und in Eigenverantwortung Kinder durch Privatschulen oder Homeschooling auf das spätere Berufsleben vorbereiten. „Aufsicht“ kann sich ja auch darin erschöpfen, Gesetzmäßigkeits- oder Missbrauchskontrolle zu betreiben, hin und wieder nach dem Rechten zu sehen und sicherzustellen, dass zB keine verfassungsfeindlichen Inhalte transportiert werden. Die „Finanzaufsicht“ (BaFin) betreibt ja auch nicht selbst Finanzdienstleistungsunternehmen, sondern kontrolliert bloß, ob sich die bestehenden privaten gesetzeskonform verhalten.

Und – sofern überhaupt davon ausgegangen werden kann, dass eine „strikte Beachtung“ der Neutralitätspflicht in Bereichen wie schulischer Sexualkunde in der Praxis immer erfolgen würde – kann selbst bei noch so gutmeinenden Lehrkräften (also nicht mal gerade noch dem Radikalenerlass entfleuchten, maoistischen GEW-Tanten) davon ausgegangen werden, dass eine „praktische Konkordanz“ angesichts oft 180° divergierender Vorstellungen und Werthaltungen in diesem Bereich nicht immer hergestellt werden kann. Wie soll man auch praktisch einen Kompromiss im Sinne einer “praktischen Konkordanz” finden zwischen den Auffassungen “Homosexualität ist völlig in Ordnung” und “Homosexualität ist Sünde” bzw. zwischen “Es ist völlig in Ordnung, sich ab welchem Alter auch immer sexuell selbst auszuprobieren, sofern man nur ein Kondom benutzt” und “Sexualität hat den ihr zustehenden Platz in der Ehe zwischen Mann und Frau” oder zwischen “Jeder soll selbst entscheiden, ob er sich als Mann oder als Frau fühlt” und “Gott hat jedem Geschlecht seine Eigenart und seine besonderen Fähigkeiten gegeben”? Vor diesem Hintergrund wäre es Aufgabe eines sich auf sein Aufsichtsrecht beschränkenden Staates – der in diesem Sinne eigentlich auf diesem so kontroversen und die Intimsphäre von Kindern berührenden Gebiet gar nichts zu suchen hat – entweder überhaupt keinen Unterricht auf diesem Gebiet zu erteilen oder aber mittels eines Opting-Out die ausdrückliche gesetzliche Möglichkeit zu geben, an solchen Unterrichtseinheiten nicht teilzunehmen. Auf diese Weise können Eltern selbst entscheiden, ob aus ihrer Sicht die Art der schulischen Aufbereitung dieses Themas ihren Kindern zugemutet werden kann oder nicht. Zu einem solchen Ausspruch fehlte es dem BVG bislang leider am nötigen Mut.