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Posts Tagged ‘Konservativismus’

Erzwingungshaft für Selbstdenker

In Gesellschaft, Kultur und Zeitgeist, Politik on April 11, 2010 at 10:09 pm

(Gastbeitrag von Andreas Molau)

Dass wir uns immer mehr in Richtung Sozialismus und Einheitsstaat bewegen, zeigt das folgende Beispiel: Zwei Mütter wurden jetzt in Erzwingungshaft (Erzwingungshaft ist keine Strafe für eine begangene Ordnungswidrigkeit, sondern ist ein Beugemittel) genommen, weil sie aus religiösen, christlichen Motiven ihre Kinder nicht an einer Veranstaltung unter dem sonderbaren Titel „Mein Körper gehört mir“ teilnehmen lassen wollten. Muslime hätten vermutlich unter dem Schutz unserer Multikulti-Fanatiker gestanden. Der Titel erinnert an die krampfhafte Legitimation der Abtreibungsfanatiker, die ihren Mord an ungeborenem Leben mit dem Motto „Mein Bauch gehört mir“ zu rechtfertigen versuchen.

Den bürgerlichen Willen brechen, um den sozialistischen Willen aufbauen zu können: Diese Strategie steckt hinter der Verächtlichmachung der Religion bei gleichzeitiger Frühsexualisierung von Kindern

An dem aktuellen Beispiel zeigt sich auch, wie die linke Ideologie durch Sexualisierung des Alltags ihr politisches Programm durchzusetzen versucht. Drittklässlern mit sexuellen Phantasien der Erwachsenen zu belästigen, ist eine typische Projektion der 68er. Den Kindern wird vermittelt, dass es positive sexuelle Berührungen gibt und negative, die sie zurückzuweisen lernen sollen. Man hat den Eindruck, als würde das Problem sexueller Belästigung von Kindern ein flächendeckendes sein. Medienkampagnen suggerieren, dass die Mehrheit der Kinder in ihren Familien oder in katholischen Gotteshäusern gefährdet sei. Den Rest des Beitrags lesen »

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Trauer um Präsident Kaczynski

In Tagesgeschehen on April 11, 2010 at 8:48 pm

"Ich möchte, dass sich die Menschen für ihre Geschichte interessieren, dass sie Achtung für unsere Helden empfinden. Ohne dies kann ein Staat, kann ein Land nicht existieren. Das Museum zeigt auch, dass man die Gesellschaft verändern kann, wenn man etwas tut und an den Erfolg glaubt." (Lech Kaczynski zur Einweihung des Gedenkmuseums für den Warschauer Aufstand 1944)

Es geschah auf dem Weg zum Gedenken an das Massaker von Katyn, wo Kommunisten vor 60 Jahren weite Teile des polnischen Offizierskorps ermordet hatten. Als am Vormittag des gestrigen 10.April 2010 jene Tupolew der polnischen Luftwaffe, mit der Staatspräsident Lech Kaczynski und seine Begleiter aus der Spitze der polnischen Armee zum Veranstaltungsort gebracht werden sollten, im Landeanflug auf Smolensk abstürzte, verlor Polen einmal mehr wichtige Persönlichkeiten seiner Elite. Und allen voran einen großen polnischen Politiker und großen polnischen Patrioten.

Lech Kaczynski war ein verlässlicher Verbündeter der USA, Benjamin Netanyahu bezeichnete ihn außerdem als "großen Freund Israels"

Nachdem Lech Kaczynski zusammen mit seinem Zwillingsbruder Jaroslav seit Beginn der 80er-Jahre führend den Widerstand der Arbeiter in der Danziger Leninwerft und den Kampf der Gewerkschaft Solidarnosc gegen den Kommunismus und das Regime des steinzeitmarxistischen Diktators Jaruzelsky begleitet hatte, gestaltete er am Runden Tisch und nach der Herstellung der Demokratie in Polen auch als Senator, Sejm-Abgeordneter und später auch als Justizminister die Geschicke seines Landes mit. Den Rest des Beitrags lesen »

Happy Birthday Dr. Helmut Kohl!

In Politik, Tagesgeschehen on April 3, 2010 at 10:35 am

Das CC-Blog wünscht dem Kanzler der Einheit und Regierungschef der Jahre 1982-1998, Dr. Helmut Kohl, alles Gute zu seinem 80. Geburtstag, ein frohes Osterfest, privat – erst recht nach den vielen Schicksalsschlägen – einen erfüllten Ruhestand und wir wünschen es Deutschland, dass eines Tages wieder mehr Politiker von seinem Format Verantwortung tragen können.

Was über all seinen Verdiensten steht, ist natürlich, dass er 1989 zur richtigen Zeit mutig und entschlossen die richtigen Entscheidungen getroffen hatte. Als die linksgewirkte Presse unisono vor der Wiedervereinigung warnte, nachdem bis in die eigene Partei hinein Politiker über Jahre hinweg diese als „Lebenslüge der Republik“ oder Gefahr für den Weltfrieden bezeichnet hatten, als die linksextremen „Grünen“ und Kommunisten aller Schattierungen sowie deutschfeindliche Einpeitscher im Ausland lautstark ihre Sorge über ein neues „Großdeutschland“ heuchelten und westliche Intellektuelle besser wussten, was die Menschen in der „DDR“ wollten (nämlich „gar keine Wiedervereinigung“) als diese selbst, war es Helmut Kohl, der – teilweise ohne seine Kabinettskollegen zu informieren – mit seinem „10-Punkte-Plan“ in die Offensive ging und vollendete Tatsachen schaffte. Von diesem Moment an war die Büchse der Pandora geöffnet und die Wiedervereinigung nicht mehr aufzuhalten. Den Rest des Beitrags lesen »

Evan Sayet über moderne Liberale

In Gesellschaft, Kultur und Zeitgeist on April 2, 2010 at 9:32 am

Manche werden sich schon gefragt haben, ob hier denn nichts mehr los wäre. Na ja, um ehrlich zu sein, habe ich dieses Blog in letzter Zeit etwas vernachlässigt. Das liegt zum einen an Zeitgründen, zum anderen auch daran, dass das bluthilde-Blog einen unglaublichen Besucherzuwachs zu verzeichnen hat, insbesondere seitdem das Blog „Yucca Tree Post“ des angesehenen Medienscouts Jürgen Vielmeier es als „Perle“ zu „125 traumhaften deutschen Blogs“ gerechnet hat (wofür ich mich auch hier noch einmal aufs Herzlichste bedanken möchte).

Man muss es auch realistisch einschätzen: CC ist eines von vielen konservativen deutschen Blogs, das – zumal für Nationalkonservative zu proamerikanisch und für den Mainstream hiesiger Rechtskonservativer zu wenig islamkritisch – nicht einmal im eigenen Lager unumstritten ist.  

Ein bissiges, respektloses und vom Konzept her in Deutschland bisher schlichtweg noch nicht vorhandenes Blog wie bluthilde hingegen ist eine wirkliche Marktnische, zumal neben den Besuchern, die es auf Grund der weltanschaulichen Tendenz lesen einfach auch noch viele kommen, die den Humor und die grotesken Züge an den Beiträgen schätzen.

Ganz verkommen lassen möchte ich das hier jedoch auch nicht und deshalb stelle ich meine Übersetzung des Vortrags des bekannten US-amerikanischen Comedians und Journalisten Evan Sayet auch hier rein, die ich vor 1 Jahr schon mal auf anderen Blogs veröffentlicht hatte. Sie ist zwar schon etwas älter, aber immer noch gut und treffend. Ein geniales Psychogramm des europäischen Meinungsmainstreams, des Antiamerikanismus und der Alt-68er.

Evan Sayet: Wie moderne Liberale denken

http://www.youtube.com/watch?v=eaE98w1KZ-c

Ich würde mich selbst als Republikaner des 13. September bezeichnen. Aufgewachsen war ich als liberaler New Yorker Jude, wesentlich liberaler geht`s kaum noch – obwohl es noch im Kleinformat war im Vergleich zu dem, was man heute „liberal“ nennen würde. Ich ging von der High School und wusste über Politik nur eines: Dass die Demokraten gut und die Republikaner böse sind. Den Rest des Beitrags lesen »

Vom Antiamerikanismus besoffen

In Gesellschaft, Kultur und Zeitgeist, Politik on März 13, 2010 at 11:25 pm

Vor einigen Wochen hatte hier und auf dem bluthilde-Blog ein sich zu den „Grünen“ bekennender und sich trotzdem oder aus seiner Sicht gerade deshalb zur „politischen Mitte“ rechnender – Zeitgenosse mit wilden Tiraden im Kommentarbereich Aufsehen erregt, der ob meiner Darstellung, die Gesellschaft hier bei uns bzw. vor allem die veröffentlichte Meinung und das öffentliche Bewusstsein hätten die so genannte „Mitte“ dorthin verschoben, wo vor gar nicht so langer Zeit noch die radikale Linke gewesen wäre, regelrecht hyperventilierte. Gleichzeitig beschimpfte er die US-amerikanischen Republikaner – immerhin eine Partei, die seit Gründung der USA über insgesamt schon mehrere Jahrzehnte Senatsmehrheiten erlangt und Präsidenten gestellt hatten – als „rechtsextrem“ und legte wortreich dar, dass Personen, die hier in Deutschland Sympathien für die Politik der USA unter republikanischen Administrationen empfinden oder gar äußern würden, außerhalb des demokratischen Konsenses stünden – das wäre dann übrigens im Westen erstmals seit 1945, im Osten erstmals seit 1989 der Fall.

Schwarz-grüne Koalitionen seien hingegen das Zukunftsmodell,  sie würden den breitesten Konsens innerhalb der deutschen Bevölkerung widerspiegeln. Zum Vergleich: Im Juli 1989 betonte der damalige CDU-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl noch in einem Fernsehinterview, seine Partei würde nur mit Parteien der Mitte und nicht mit den Rändern koalieren wollen und dass diese Ansage „für die Kommunisten genauso wie für die Grünen und für die Republikaner genauso wie für die NPD“ gelte.

Wer sein Denkvermögen noch nicht vollständig in das ideologische Korsett dieses eben skizzierten heutigen Konsenses gezwängt hat und entweder selbst noch beispielsweise die 80er-Jahre einigermaßen wach erlebt oder zumindest Eltern hat, die in dieser Zeit aufgewachsen waren, ist eingeladen, hier mit mir zusammen ein wenig zurückzublicken.

Ich möchte jetzt bewusst auch Themen wie den so genannten „Wertewandel“ oder das – zum Teil ja damals schon modische – Papst-Bashing außen vor lassen, ebenso den zunehmenden Antisemitismus, und mich erst mal ganz ganz allein auf die Haltung weiter Teile der Eliten und der veröffentlichten Meinung gegenüber den USA beschränken. Denn alleine schon an diesem Thema wird deutlich, dass die Einschätzung, das gesellschaftliche Klima in unserem Lande bzw. in weiten Teilen Europas habe sich im Laufe der letzten Jahrzehnte wieder in eine ungesunde, einseitige, extreme und ideologisch aufgeladene Richtung verschoben, zutreffend ist. Den Rest des Beitrags lesen »

Roger Young: One Nation under God (Single Review)

In Musik on Januar 27, 2010 at 11:55 pm

Ich habe mich dazu entschlossen, künftig hier auf dem Blog auch Countrysongs und Alben bekannter Künstler aus diesem Genre zu besprechen. Zum einen ist es eine wie ich finde ganz stimmige Ergänzung zu den tagespolitischen Beiträgen und Kommentaren und zum anderen ist Countrymusik aus meiner Sicht ein ideales Mittel, um konservative Werte und konservatives Lebensgefühl darzustellen. Das heißt nicht, dass jeder Countrysong konservativ ist und auch nicht, dass jeder gut ist oder dass ich die Qualität von Musik an den weltanschaulichen Überzeugungen des jeweiligen Interpreten messe.

Aber mich sprechen nun mal Countrysongs sowohl musikalisch als auch inhaltlich überdurchschnittlich an und die besten davon möchte ich den Lesern hier nicht vorenthalten. Ich werde auch oft genug Songs ohne politische Botschaft vorstellen. Jedenfalls wird hier aber künftig auch Countrymusik besprochen und den Anfang mache ich mit einem persönlichen Freund von mir, den 42-jährigen Roger Young aus Garland, Texas, der hauptberuflich in der Forschungsabteilung eines örtlichen Öl- und Gasversorgers tätig ist und nebenberuflich Countrysongs schreibt. Er steht unmittelbar vor seinem ersten Plattenvertrag.

Seinen ersten Song, „One Nation under God“, habe ich zum ersten Mal im Sommer 2009 auf www.1.fm Absolute Country gehört. Roger Young sagt darüber, er wäre beim Anblick eines Truckers dazu inspiriert worden, den er früh morgens auf der Strecke von Fort Worth nach Dallas gesehen hätte und dem er angesehen hätte, dass er an jenem Tag schon sehr lange auf den Beinen gewesen wäre. Für Roger Young stand dieser Mann für das Bild des hart arbeitenden Amerikaners, der den Sinn in seinem Leben darin sieht, für seine Familie zu sorgen und dem sein Land wirklich etwas bedeutet.

(Zum Anhören bitte auf das Bild klicken!)

In „One Nation under God“ geht es auch um den Patriotismus als wichtigen gemeinsamen Nenner aller Amerikaner bei allen Unterschiedlichkeiten und divergierenden Meinungen und um die Freiheit als wesentliches Essential des Nationsbegriffs in den USA. Jeder hat das Recht, die Flagge zu verbrennen. Jeder hat aber auch das Recht, nachts eine Kerze anzuzünden für die Soldaten, die fern der Heimat ihr Bestes tun, um die amerikanischen Ideale zu verteidigen.

Der eigentliche Grund, „One Nation under God“ zu schreiben, war für Roger Young aber, dass der Sohn seines Cousins im Irak durch eine Sprengfalle schwer verletzt wurde und nach Ende seiner Behandlung darauf bestanden hatte, wieder zurück in den Mittleren Osten zu gehen, um seine Brüder dort nicht alleine lassen zu müssen. Dieser Liebe und Hingabe gegenüber seinem Land möchte Roger Young in seinem Song ein Denkmal setzen und gerade deshalb wendet sich dieser Song auch an alle, die diese Zuneigung zum amerikanischen Militär nicht teilen und die einem das Recht geben, „darin übereinzustimmen, nicht übereinzustimmen“.

Zu Ehren der US-Soldaten hat Roger Young kurz vor Weihnachten im Einvernehmen mit seiner Plattenfirma den Song auf youtube vorveröffentlicht. In Kürze sollen noch weitere veröffentlicht werden.

Quo vadis CDU?

In Politik, Tagesgeschehen on Januar 16, 2010 at 12:48 am

Die gute Nachricht der letzten Tage: Über die Union wird wieder gesprochen. Der Haken daran: Auf einen großen Teil der Schlagzeilen, die Deutschlands bürgerlich-konservativem Volksparteienbündnis gewidmet sind, könnte sie dankend verzichten.

Am 9.Mai steht die Handlungsfähigkeit der Bundesregierung auf dem Spiel: Verliert die in Düsseldorf regierende Koalition aus CDU und F.D.P. unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ihre Mehrheit, droht nicht nur eine Regierungsbeteiligung eines der extremsten Landesverbände der SED-Nachfolgepartei, sondern auch der Verlust der bürgerlichen Mehrheit im Bundesrat. Kein Wunder, dass sich in der Union Nervosität breit macht.

Der Wahlsieg zum Bundestag, der den Wechsel zu Schwarz-Gelb ermöglicht hatte, war keineswegs triumphal ausgefallen. Vor allem konnte die Union weniger aus eigener Kraft den Wechsel herbeiführen, sondern profitierte primär von der ungeahnten Stärke der Liberalen. Angesichts unbefriedigender Umfragewerte – die allerdings in den letzten Jahren so ziemlich jede neue Regierungskoalition nach den ersten Monaten zu beklagen hatte – kommen vor allem innerhalb der CDU Debatten auf, die man möglicherweise besser bereits geraume Zeit vor der Bundestagswahl hätte führen sollen. Den Rest des Beitrags lesen »

MdEP Martin Kastler spricht Tacheles

In Politik, Tagesgeschehen on Dezember 2, 2009 at 8:17 am

Das renommierte katholische Nachrichtenportal kath.net hat kürzlich den über die Liste der CSU ins Europaparlament gewählten MdEP der EVP, Martin Kastler, interviewt.

Er gehört dem fränkischen Bezirksverband unter Dr. Markus Söder an und ist bisher durch eine deutliche konservative Ausrichtung aufgefallen.

Martin Kastler im O-Ton:

Kath.net: Seit September hat das neu gewählte Europäische Parlament seine Arbeit aufgenommen. Was sind die aktuellen Herausforderungen?

Kastler: Das Europaparlament hat durch den Lissabon-Vertrag mehr Mitspracherecht erhalten. Es muss jetzt beweisen, dass es in der Lage ist, verantwortlich mit diesem Kompetenzgewinn umzugehen und nicht in blinden Aktionismus zu verfallen. Zwar ist das Europäische Parlament das einzige direkt von den Menschen gewählte Organ der Europäischen Union, eine Wahlbeteiligung von EU-weit nur noch 43,1 Prozent ist jedoch ein Alarmzeichen. Als EU-Parlament müssen wir den Menschen künftig besser vermitteln, warum unsere Arbeit für sie wichtig ist. Wir dürfen als Abgeordnete nicht selbstgefällig unseren Kompetenzgewinn feiern und andererseits riskieren, dass unsere demokratische Legitimation durch eine immer geringe Wahlbeteiligung sinkt. In Deutschland wäre ein erster Schritt zu mehr Transparenz eine Reform des Wahlrechts. Wir sollten unsere Europaabgeordneten wie auch bei der Bundestagswahl in Wahlkreisen statt über eine Landesliste wählen können.

Kath.net: Wo stehen christliche Positionen derzeit besonders in der Diskussion?

Kastler: Die Diskussion um „klassische“ Wertethemen wie Familienpolitik oder Bioethik wird im ersten Halbjahr 2010 unter spanischer Ratspräsidentschaft erheblich an Schärfe gewinnen. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero macht seit 2004 vor, wie eine linksideologische Gesellschaftspolitik aussieht. Es ist zu befürchten, dass er seine Ratspräsidentschaft nutzen möchte, um einige Elemente hiervon auf die Gesamt-EU zu übertragen. Die geplanten Aktivitäten verheißen nichts Gutes. So stehen die angebliche „Geschlechtergleichheit“ und die sogenannte „Antidiskriminierung“ ganz oben auf seiner Prioritätenliste. Es soll eine neue Antidiskriminierungsrichtlinie auf den Weg gebracht werden und mehrere Großkonferenzen zu den Themen „Frauen“ und „Gleichheit“ veranstaltet werden. Hinter diesen Schlagworten verbergen sich auch ideologische Forderungen nach freier Abtreibung und Homosexuellen-Verheiratung. Wenn man sich diesen Ansätzen als Christ und als Konservativer widersetzt, kann man schnell ins Kreuzfeuer geraten. Im Übrigen fällt auf, dass unter den Stichworten „Antidiskriminierung“ und „Geschlechtergleichheit“ fast nur über Frauen gesprochen wird. Wir brauchen aber auch Strategien in der Männer- und Jungenpolitik. Das ist ein Thema, dem ich mich künftig verstärkt annehmen möchte.

Kath.net: Stichwort Kreuz-Urteil: Viele ärgern sich, doch kann man noch etwas tun?

Kastler: Da sprechen Sie etwas an, was mir sehr am Herzen liegt. Ich habe das Straßburger Urteil als „Schande für Europa“ bezeichnet. Schande deshalb, weil es unsere Wurzeln und unsere Identität verleugnet. Und diese Identität baut nun einmal auf dem christlichen Wert- und Menschenbild auf. Zur Religionsfreiheit gehört auch das Recht, seinen Glauben öffentlich auszuüben. Wenn wir dies verneinen, ist dies ein Schlag ins Gesicht derer, die in anderen Ländern unter Einsatz ihres Lebens für Religionsfreiheit kämpfen. Trotzdem hilft alles lamentieren wenig. Christen und alle Menschen, denen die Religionsfreiheit wichtig ist, müssen jetzt zusammenstehen und eine Revision dieses Urteils fordern.

Das komplette Interview gibt`s hier

PS: Noch ein Wort zum Minarett-Referendum in der Schweiz: Die Schweiz ist mit ihrer direkten Demokratie ein Vorbild für andere Länder. Das Ergebnis ist selbstverständlich zu respektieren. Selbstverständlich sind auch nicht alle Schweizer, die für das Minarettverbot gestimmt haben, Links- oder Rechtsextreme, Atheisten oder islamophob. Viele wollten auch einfach ihrer Angst vor Identitätsverlust oder ihrem Protest gegen Teile der politischen Klasse Ausdruck verleihen, vor allem gegen linke Gutmenschen, die versuchen, den Islam als Rammbock gegen christliche Restbestände in Europa zu benutzen. Inhaltlich halte ich das Votum dennoch für falsch und für eine vertane Chance. Ich kann die Kritik der christlichen Kirchen und der jüdischen Gemeinden an der Initiative nachvollziehen.

Profitieren könnten von diesem Votum in ganz Europa Kräfte, die ein gebrochenes Verhältnis zur Religionsfreiheit haben. Entsprechende Kommentare auf diversen Webseiten und Blogs machen deutlich, dass die auf der Welle des Modetrends „Atheismus“ mitschwimmende „Anti-Islam-Bewegung“, obwohl sie bei Bedarf gerne versucht, angesichts zweifellos deutlich zu verurteilender Verfolgungen von Christen in mehrheitlich islamischen Ländern Christen zu vereinnahmen, mit diesen nichts am Hut hat. Um dem Islam zu schaden, würde man die Christen jederzeit über die Klinge springen lassen und – ganz im Sinne des Neo-Hoxhaismus – auch von Angehörigen anderer Religionen als des Islam verlangen, ihren Glauben in der Öffentlichkeit zu verstecken. Christen wären als Dhimmis eines Staatsatheismus nach Vorbild Hoxha-Albaniens, der „DDR“ oder Nordkoreas nur noch geduldet, solange sie im Kampf gegen den Islam nützen. Der Satz „Heute die, morgen Du“ sollte unter jenen Christen nicht in Vergessenheit geraten, die klammheimliche Freude darüber empfinden, dass der angeblichen „Islamisierung“ Europas entgegengetreten wurde.

MdEP Bernd Posselt brachte es auf den Punkt: „Wer heute Minarette verbietet, wird morgen Kirchtürme schleifen und Kreuze abhängen.“

Die Republikaner: Führungswechsel ohne Perspektive?

In Politik, Tagesgeschehen on November 25, 2009 at 11:34 pm

(auch zu lesen bei Endstation Rechts)

Glaubt man den Presseberichten der letzten Tage, wird es in der rechtskonservativen Partei „Die Republikaner“ eine außerordentliche Neuwahl der Parteiführung geben, nachdem infolge des desolaten Abschneidens bei der Bundestagswahl Forderungen nach einem Rücktritt des seit 1994 amtierenden Bundesvorsitzenden Dr. Rolf Schlierer und seiner engsten Mitarbeiter, Johann Gärtner und Ursula Winkelsett, laut geworden waren.

Die Partei, die im Laufe ihrer Geschichte im Europaparlament, im Landtag von Baden-Württemberg, im Berliner Abgeordnetenhaus und durch Übertritte von Unionspolitikern auch im Bundestag und in der Bremischen Bürgerschaft vertreten war, hatte zuletzt nur noch 0,4% der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen können.

Im Vorfeld dieser Entscheidung des Bundesvorstandes war es zu zwei „Regionalkonferenzen“ gekommen, die einen teilweise turbulenten Verlauf genommen haben sollen. „Regionalkonferenzen“ dieser Art haben in der Partei eigentlich eher eine wenig rühmliche Tradition. Im Herbst 1994 herrschte bei solchen Versammlungen teilweise eine regelrechte Lynchstimmung, als sich in manchen Bezirken (zB Niederbayern) die dort sehr stark vertretenen Anhänger des 2005 verstorbenen, langjährigen Parteivorsitzenden Franz Schönhuber mit dem Ansinnen des oppositionellen Schlierer/Gärtner-Flügels konfrontiert sahen, nach dem Scheitern bei der wichtigen bayerischen Landtagswahl einen Führungswechsel herbeizuführen. Am Ende erreichten sie ihr Ziel, den Wechsel zu verhindern, nicht, aber sie wurden zu den Brutstätten späterer Sabotage und aktiven Ungehorsams gegen die neue Führungsmannschaft, die noch über Jahre anhielten. Den Rest des Beitrags lesen »

Türkischstämmige Frauenrechtlerin und deutscher Evangelikaler einig: GRÜNE unwählbar!

In Gesellschaft, Kultur und Zeitgeist, Politik, Religion, Tagesgeschehen on September 10, 2009 at 2:44 pm

Interessanterweise gibt es zwischen der türkischstämmigen Frauenrechtlerin Seyran Ateş und mir, einen wertkonservativen bibeltreuen Evangelikalen eine biographische Gemeinsamkeit:
Wir haben beide früher GRÜN gewählt und warnen heute eindringlich andere Menschen davor dies ebenfalls zu tun.
In der heutigen Ausgabe meiner GRUEN-LIBERALEN (und im übrigen ehemals konservativen) Tageszeitung DIE WELT erklärt Seyran Ates, warum sie die GRÜNEN aus großer Enttäuschung heraus seit vielen Jahren nicht mehr wählt
Bei den Grünen begegnet man den meisten Kopftuchträgerinnen und VerteidigerInnen des Kopftuchs, den meisten Kulturrelativisten und Multikulturalisten. Den meisten Grünen ist sehr schwer zu erklären, warum ein eigener Straftatbestand Zwangsheirat so wichtig ist, und dass Ehegattennachzug für Frauen ohne Deutschkenntnisse selten einen Segen darstellt. Bei der doppelten Staatsbürgerschaft sind die Grünen schon mal eingeknickt, und von Parallelgesellschaften will ein Grüner selten was hören. Eine kritische Diskussion über Moscheebauten kann den einen oder anderen Grünen sehr aggressiv machen.
All diese Punkte sind in der Tat bei den GRÜNEN mehr oder weniger scharf zu kritisieren. Vor allen Dingen aber in Kombination mit dieser bessermenschlichen Verlogenheit und dem Drang vor offensichtlichen Problemen die Augen zu verschließen oder gar mit der Faschismuskeule zu antworten … kommt es immer öfter zu dem Ergebnis, dass sich in Mitten unserer Gesellschaft das Gegenteil von den propagierten GRÜNEN Zielen (Frauenrechte, Selbstbestimmung, friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen) entwickelt.

Mein Ansatzpunkt ist natürlich nicht uuunbedingt ein feministischer …
Einst selbst Parteimitglied bei den GRÜNEN (Die größten Kritiker der Elche waren früher …), habe ich mich im Rahmen meiner Rückbesinnung auf ein christlich-biblisches Menschenbild dieser Partei zunehmend entfremdet. OK das ist alles ein weites Feld. Ich möchte nicht langweilen und es daher kurz machen: Ich werde eine These formulieren, dann schnell die Lupe auf ein mich ausgesprochen irritierendes Detail richten und das ganze dann schließlich mit einem kleinen Clou enden lassen … Was im übrigen eine probate Methode für Blogautoren ist, die größer erscheinen wollen, als es ihre intellektuelle Substanz hergibt…
These: Die strategisch brillianten 68er – in dessen Tradition die GRÜNEN ja unbestritten stehen – haben wesentliche christlich-abendländische Werte-Grundlagen, die Ehe zwischen Mann und Frau sowie die Familie als Kernzelle der Gesellschaft dekonstruiert, die Rückbesinnung auf einen gesunden Patriotismus durch unsägliche Faschismusdefinitionsausweitungsdiskurse blockiert und durch die sexuelle Revolution sowie linksalternative Sozialingenieurstechniken eine Verwahrlosung weiter Teile der Unterschicht zu verantworten.
Lupe: Sie sind ja lobenswerterweise mutige Streiter gegen Präimplantations-Diagnostik und Stammzelltherapie. Das Absurde ist nur: Wird das im Reagenzglas von den GRUENEN Löwenmüttern heftigst gegen die Reproduktionsindustrie verteidigte Embryo in den Uterus einer Frau eingepflanzt, ist es plötzlich zum Abschuß durch Abtreibung freigegeben, sofern sich die Frau dafür entscheidet … Zu diesem absurden Antagonismus gesellt sich nun auch noch die interessante Konstellation, dass deren Heilsbringer und Weltenretter der gute Barak Obama die böse Stammzelltherapie forciert!
Clou: Vielleicht sehnen sich sogar die GRUENEN in einiger Zeit nochmal nach dem guten alten George W. Bush – wie jeder weiss, ein entschiedener Stammzellforschungsgegner – zurück!
OK, mit diesem Schwenk und Schlußsatz passt mein Posting jetzt ja hoffentlich 150%ig in Dein Blogkonzept, lieber loyalbushie :-))

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger