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Posts Tagged ‘Schule’

Türkische Schulen in Deutschland – eine Provokation!?

In Gesellschaft, Politik, Tagesgeschehen on April 17, 2010 at 11:37 am

Die Debatte rund um den Vorschlag des türkischen Premierministers Erdogan, die Möglichkeit zu schaffen, vom türkischen Staat finanzierte Schulen in Deutschland zu errichten, hatte bereits Anfang des Jahres die Gemüter erhitzt. Einen Debattenbeitrag auf dem befreundeten Blog des bekannten österreichischen Journalisten Andreas Unterberger möchte ich zum Anlass nehmen, hier einige Gedanken zu diesem Thema zu äußern, die sich – wie ich finde – gerade auch Konservative machen sollten, wenn sie an sich selbst den Anspruch stellen, keinen pawlowschen Reflexen zu folgen.   Den Rest des Beitrags lesen »

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Erzwingungshaft für Selbstdenker

In Gesellschaft, Kultur und Zeitgeist, Politik on April 11, 2010 at 10:09 pm

(Gastbeitrag von Andreas Molau)

Dass wir uns immer mehr in Richtung Sozialismus und Einheitsstaat bewegen, zeigt das folgende Beispiel: Zwei Mütter wurden jetzt in Erzwingungshaft (Erzwingungshaft ist keine Strafe für eine begangene Ordnungswidrigkeit, sondern ist ein Beugemittel) genommen, weil sie aus religiösen, christlichen Motiven ihre Kinder nicht an einer Veranstaltung unter dem sonderbaren Titel „Mein Körper gehört mir“ teilnehmen lassen wollten. Muslime hätten vermutlich unter dem Schutz unserer Multikulti-Fanatiker gestanden. Der Titel erinnert an die krampfhafte Legitimation der Abtreibungsfanatiker, die ihren Mord an ungeborenem Leben mit dem Motto „Mein Bauch gehört mir“ zu rechtfertigen versuchen.

Den bürgerlichen Willen brechen, um den sozialistischen Willen aufbauen zu können: Diese Strategie steckt hinter der Verächtlichmachung der Religion bei gleichzeitiger Frühsexualisierung von Kindern

An dem aktuellen Beispiel zeigt sich auch, wie die linke Ideologie durch Sexualisierung des Alltags ihr politisches Programm durchzusetzen versucht. Drittklässlern mit sexuellen Phantasien der Erwachsenen zu belästigen, ist eine typische Projektion der 68er. Den Kindern wird vermittelt, dass es positive sexuelle Berührungen gibt und negative, die sie zurückzuweisen lernen sollen. Man hat den Eindruck, als würde das Problem sexueller Belästigung von Kindern ein flächendeckendes sein. Medienkampagnen suggerieren, dass die Mehrheit der Kinder in ihren Familien oder in katholischen Gotteshäusern gefährdet sei. Den Rest des Beitrags lesen »

Asyl für Homeschooling-Eltern

In Gesellschaft, Recht, Tagesgeschehen on Januar 27, 2010 at 10:56 pm

Sie haben es geschafft: Wie die Home School Legal Defense Association (HSLDA) mitteilt, hat das zuständige Gericht in Memphis, Tennessee, dem Asylantrag der aus Bissingen stammenden, 7-köpfigen Familie des Musiklehrers Uwe Tomeike und seiner Frau Hannelore, stattgegeben. Die Romeikes waren aus Deutschland in die USA geflüchtet, nachdem sie infolge ihrer Absicht, die Kinder entgegen den landesgesetzlichen Bestimmungen über die Schulpflicht zu Hause zu unterrichten, in Deutschland strafrechtliche Verfolgung und die behördliche Entfernung der Kinder aus ihrem Familienverband befürchtet hatten.

Familie Romeike ist nicht die einzige „Homeschooling“-Familie in Deutschland. Während einige Schulbehörden sich um gütliche Einigungen mit Eltern bemühen, die aus religiösen Gründen Vorbehalte gegen das staatliche Schulsystem in Deutschland haben, verfolgen andere Schulverweigerer mit Geld- und Haftstrafen oder dem Entzug des Erziehungsrechts. Über ähnlich hartes Vorgehen gegenüber Schülern und deren Eltern, die nicht aus religiösen Gründen unentschuldigt der Schule fernbleiben, sondern stattdessen im Einkaufszentrum abhängen, ist übrigens nichts bekannt. Den Rest des Beitrags lesen »

Nicht mit einem Etikett versehen… UPDATED …

In Gesellschaft, Religion, Tagesgeschehen on November 22, 2009 at 8:38 pm

Sie können ja sogar freundlich sein, die Neo-Hoxhaisten. Zumindest solange sie ihre Bauernfängerei an den Ankündigungsflächen öffentlicher Verkehrsmittel anbringen. Es stinkt ihnen offenbar gewaltig, dass das Recht von Eltern, darüber zu wachen, mit welchen Wertvorstellungen ihre Kinder aufwachsen und sie mit ihren religiösen Überzeugungen vertraut zu machen, bei allen Aushöhlungen noch immer nicht im Stile eines mittelalterlichen KP-Staates gänzlich aufgehoben wurde. Wie bereits in der entsprechenden Doublethink-Lektion kürzlich deutlich gemacht darf „elterliches Erziehungsrecht“ nur dann respektiert werden, wenn gewährleistet ist, dass dieses in einer verantwortungsvollen Art und Weise gehandhabt wird (zB wie bei der Genossin Solie Lautsie). Und was „verantwortungsvoll“ ist, hat die Partei zu entscheiden, denn die Partei hat immer Recht! Den Rest des Beitrags lesen »

Il crocifisso resterà!

In Politik, Tagesgeschehen on November 7, 2009 at 1:12 am

Sie hatten damit gerechnet, auf dem Ticket des unter europäischen Linkseliten wie dereinst Tamagotchi oder Breakdance zum Modetrend avancierten Atheismus ein zweites Hoxha-Albanien errichten zu können.

Es könnte leicht sein, dass sie mehr abgebissen haben als sie kauen können. Italien erlebt eine Welle des zivilen Ungehorsams, wie die roten Roben in Straßburg sie nicht einmal in ihren schlimmsten Albträumen durchlebt haben dürften.

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kath.net berichtet:

„So ließ San Remos Bürgermeister Maurizio Zoccarato aus Protest ein zwei Meter hohes Kreuz vor dem Rathaus aufstellen. Zudem ordnete er in allen kommunalen Schulen Kontrollgänge an, um dort das Kruzifix aufzuhängen, wo etwa eines fehlen sollte. Auch die Gemeinde Sassuolo bei Modena und der Provinzrat von Trapani orderten laut einem Bericht der Tageszeitung «Avvenire» größere Kreuz-Kontingente. Noch schärfer reagierte Bürgermeister Riccardo Roman im norditalienischen Galzignano Terme: Von jetzt an wird dort in zweiwöchigem Abstand überprüft, ob in allen öffentlichen Gebäuden ein Kreuz hängt – wenn nicht, drohen 500 Euro Bußgeld.
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Doublethink-Volkshochschule Herbstsemester 2009/10 – Lektion III: Religionsfreiheit und Elterliches Erziehungsrecht

In Doublethink Volkshochschule, Gesellschaft, Politik, Recht, Religion, Tagesgeschehen on November 3, 2009 at 11:40 pm

Zur heutigen, aus aktuellem Anlass eingeschobenen neuen Lektion im „Doublethink“ ist es mir eine Ehre, den Blogger „jahresendfluegelpuppe“ vom „autorinnenkollektiv dr. hilde benjamin“ als Gastdozent präsentieren zu dürfen. Er nimmt das heutige Urteil des EGMR über das Anbringen christlicher Symbole in italienischen Schulen zum Anlass, seine Winkelemente auszupacken, eine Flasche Rotkäppchensekt zu öffnen und uns deutlich zu machen, warum Religionsfreiheit nicht gleich Religionsfreiheit und Elternrecht nicht gleich Elternrecht ist:

[…] diese tragende säule des doublethink haben die straßburger richterinnen völlig richtig erkannt und angewendet. denn es zeigt die genialität und die treffsicherheit der fürsorglichkeit eines der sozialistischen perspektive des revolutionären weltproletariats verpflichteten humanistischen bildungswesens, entscheidungsfreiheiten der bürger dort zuzulassen, wo sie dem aufbau einer menschengerechten gesellschaft dienlich sind, gleichzeitig aber in einem akt prophylaktischer weitsicht eltern dort die entscheidungen abzunehmen, wo diese wegen ihres falschen bewusstseins oder ihrer verfangenheit in unwissenschaftlichem aberglauben gefahr laufen, falsche entscheidungen zu treffen. […]

Mehr zu allem hier: http://bluthilde.wordpress.com/2009/11/03/egmr-im-geiste-hoxhas-dschugaschwilis-und-dr-hilde-benjamins/

Yunus M. darf beten

In Gesellschaft, Religion on September 29, 2009 at 11:01 pm

Wenn den Grünen und dem militant islamfeindlichen Hassportal PI unisono der Schaum vor dem Mund steht und in der Kommentarspalte des Letzteren wieder einmal zum „bewaffneten Kampf“ aufgerufen wird, muss irgendetwas passiert sein, was zumindest nach mittlerem Weltuntergang klingt.

Und in der Tat hat das heute veröffentlichte Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts, das einem 16-jährigen muslimischen Schüler das Recht auf die Erfüllung seiner religiösen Pflichten zuerkannte und befand, dass diesem zum Zwecke der Verrichtung der im Islam vorgeschriebenen täglichen Gebete  ein entsprechender Raum zur Verfügung gestellt werden müsse, den religionsfeindlichen Eifer der rot-roten Koalition in die Schranken gewiesen. Knapp ein halbes Jahr, nachdem in der „Welthauptstadt des Atheismus“ (Peter L. Berger) eine Volksabstimmung dem Recht auf Religionsfreiheit durch Abnicken eines zwangsverordneten Ethikunterrichts an öffentlichen Schulen den Garaus zu machen drohte, wurde der Wiederaufbau des Sozialismus durch die nunmehrige Entscheidung empfindlich gestört.

Gerade angesichts der Abschaffung der Wahlfreiheit zwischen Religionsunterricht und Berieselung mit sozialistischen Erbauungsdiskursen („Ethik“) musste es als geradezu zynisch erscheinen, dass die Verwaltung dem muslimischen Schüler ausgerechnet unter Berufung auf eine angebliche „religiöse Neutralität“ des Schulwesens seinen Wunsch verweigern wollte.

Offener schildert hingegen der bildungspolitische Sprecher der linksradikalen „Grünen“, Özcan Mutlu, was Sache ist, der sich für die Schule als „religionsfreien Ort“ aussprach. In einem Interview erklärte er, Kinder könnten sich durch die Räume dazu gedrängt fühlen, ihren religiösen Pflichten nachzukommen.

Bis die Schule auch in Berlin ein weltanschaulich neutraler Ort frei von marxistischer Ideologie und linksextremem Anpassungsdruck sein wird, dürfte es noch lange dauern. Das Urteil in Sachen moslemischer Gebetsraum sollten jedoch auch Christen als Schritt in die richtige Richtung begrüßen oder zumindest als Anlass zur Schadenfreude gegenüber der rot-roten Nomenklatura betrachten.