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Posts Tagged ‘USA’

Solidarität mit Israel

In Politik, Tagesgeschehen on April 25, 2010 at 10:14 pm

Die „Bürgerliche Allianz“ (BA) aus der Internet-Politiksimulation dol2day hat auf eine derzeit laufende Unterschriftenaktion des Jüdischen Weltkongresses (WJC) hingewiesen.

In der Begründung für die an den israelischen Präsidenten Schimon Peres adressierte Petition heißt es:

Israel wird angegriffen. Auf verschiedenen Ebenen wird weltweit versuch, diesen Staat als unrechtmäßig zu erklären: Gewerkschaften verlangen wirtschaftliche Sanktionen gegen Israel, akademische Institutionen rufen zum Boykott israelischer Universitäten und Professoren auf, israelischen Sportlern wird das Recht zur Teilnahme an Veranstaltungen verweigert, die Medien der Welt konzentrieren sich zwanghaft auf Israel, doch die Berichte sind oft tendenziös und einseitig. Die Vereinten Nationen verbringen mehr Zeit damit, Israel zu kritisieren, als irgendein anderes Land.

Kein anderer Staat wird so behandelt. Israel wird verteufelt, obwohl es doch das einzige demokratische Land im Nahen Osten ist, in dem Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, freie Religionsausübung und Pressefreiheit respektiert werden.

Auch 62 Jahre nach seiner Gründung wird es Israel verwehrt, in Frieden und Sicherheit zu existieren. Sogar Israels Recht, sich gegen terroristische Angriffe zu verteidigen, wird in Frage gestellt. Israel benötigt Ihre Unterstützung.

Zeigen auch Sie am Unabhängigkeitstag Yom Ha’atzmaut Ihre Solidarität mit der Bevölkerung dort und dem Staat Israel. Unterzeichnen Sie unsere Erklärung.“

Das Blog „Compassionately Conservative“ (CC) schließt sich dieser Aufforderung vollinhaltlich und uneingeschränkt an und ersucht um rege Beteiligung und Weiterverbreitung!

Erzwingungshaft für Selbstdenker

In Gesellschaft, Kultur und Zeitgeist, Politik on April 11, 2010 at 10:09 pm

(Gastbeitrag von Andreas Molau)

Dass wir uns immer mehr in Richtung Sozialismus und Einheitsstaat bewegen, zeigt das folgende Beispiel: Zwei Mütter wurden jetzt in Erzwingungshaft (Erzwingungshaft ist keine Strafe für eine begangene Ordnungswidrigkeit, sondern ist ein Beugemittel) genommen, weil sie aus religiösen, christlichen Motiven ihre Kinder nicht an einer Veranstaltung unter dem sonderbaren Titel „Mein Körper gehört mir“ teilnehmen lassen wollten. Muslime hätten vermutlich unter dem Schutz unserer Multikulti-Fanatiker gestanden. Der Titel erinnert an die krampfhafte Legitimation der Abtreibungsfanatiker, die ihren Mord an ungeborenem Leben mit dem Motto „Mein Bauch gehört mir“ zu rechtfertigen versuchen.

Den bürgerlichen Willen brechen, um den sozialistischen Willen aufbauen zu können: Diese Strategie steckt hinter der Verächtlichmachung der Religion bei gleichzeitiger Frühsexualisierung von Kindern

An dem aktuellen Beispiel zeigt sich auch, wie die linke Ideologie durch Sexualisierung des Alltags ihr politisches Programm durchzusetzen versucht. Drittklässlern mit sexuellen Phantasien der Erwachsenen zu belästigen, ist eine typische Projektion der 68er. Den Kindern wird vermittelt, dass es positive sexuelle Berührungen gibt und negative, die sie zurückzuweisen lernen sollen. Man hat den Eindruck, als würde das Problem sexueller Belästigung von Kindern ein flächendeckendes sein. Medienkampagnen suggerieren, dass die Mehrheit der Kinder in ihren Familien oder in katholischen Gotteshäusern gefährdet sei. Den Rest des Beitrags lesen »

Trauer um Präsident Kaczynski

In Tagesgeschehen on April 11, 2010 at 8:48 pm

"Ich möchte, dass sich die Menschen für ihre Geschichte interessieren, dass sie Achtung für unsere Helden empfinden. Ohne dies kann ein Staat, kann ein Land nicht existieren. Das Museum zeigt auch, dass man die Gesellschaft verändern kann, wenn man etwas tut und an den Erfolg glaubt." (Lech Kaczynski zur Einweihung des Gedenkmuseums für den Warschauer Aufstand 1944)

Es geschah auf dem Weg zum Gedenken an das Massaker von Katyn, wo Kommunisten vor 60 Jahren weite Teile des polnischen Offizierskorps ermordet hatten. Als am Vormittag des gestrigen 10.April 2010 jene Tupolew der polnischen Luftwaffe, mit der Staatspräsident Lech Kaczynski und seine Begleiter aus der Spitze der polnischen Armee zum Veranstaltungsort gebracht werden sollten, im Landeanflug auf Smolensk abstürzte, verlor Polen einmal mehr wichtige Persönlichkeiten seiner Elite. Und allen voran einen großen polnischen Politiker und großen polnischen Patrioten.

Lech Kaczynski war ein verlässlicher Verbündeter der USA, Benjamin Netanyahu bezeichnete ihn außerdem als "großen Freund Israels"

Nachdem Lech Kaczynski zusammen mit seinem Zwillingsbruder Jaroslav seit Beginn der 80er-Jahre führend den Widerstand der Arbeiter in der Danziger Leninwerft und den Kampf der Gewerkschaft Solidarnosc gegen den Kommunismus und das Regime des steinzeitmarxistischen Diktators Jaruzelsky begleitet hatte, gestaltete er am Runden Tisch und nach der Herstellung der Demokratie in Polen auch als Senator, Sejm-Abgeordneter und später auch als Justizminister die Geschicke seines Landes mit. Den Rest des Beitrags lesen »

Lektüre (nicht nur) für Kirchenversteher

In Kultur und Zeitgeist, Religion, Rezension on April 5, 2010 at 5:55 pm

Eines vorneweg: Wer ohnehin schon weiß, dass die Römisch-Katholische Kirche nur dann noch eine Chance hat, wenn sie endlich mit der Zeit geht, ihre veralteten Moralvorstellungen aufgibt bzw. dass sie ohnehin in erster Linie nur für Missbrauchsskandale und Bevormundung steht, darf sich die Lektüre des im Sankt-Ulrich-Verlag erschienenen Buches „Die Wahrheit – Lehre und Streitfragen der Kirche von heute“ gerne schenken. Ihm wird sein Halbwissen aus Medien und einigen Jahren PISA-Bildung genügen, um für Partygespräche gerüstet zu sein.

Autor George Weigel und Papst Johannes Paul II. (Quelle: EPPC)

Wem hingegen die Pressemeldungen der letzten Wochen schon lange zum Halse raushängen, wer als Katholik nach einer verhältnismäßig kurzen, aber prägnanten und dabei doch tiefgründigen Aufarbeitung der wesentlichen Glaubenswahrheiten seiner Kirche sucht oder wer als Nichtkatholik aus erster Hand und nachvollziehbar die katholische Gedankenwelt kennen lernen möchte, der könnte an der genannten Schrift durchaus seine Freude haben und seinen Nutzen ziehen. Den Rest des Beitrags lesen »

Eine Verarsche weniger…

In Gesellschaft, Tagesgeschehen on März 29, 2010 at 10:55 am

„Man kann ein ganzes Volk eine Zeit lang belügen, Teile eines Volkes dauernd betrügen, aber nicht das ganze Volk dauernd belügen und betrügen.“ (Abraham Lincoln)

Mehr dazu hier

Vom Antiamerikanismus besoffen

In Gesellschaft, Kultur und Zeitgeist, Politik on März 13, 2010 at 11:25 pm

Vor einigen Wochen hatte hier und auf dem bluthilde-Blog ein sich zu den „Grünen“ bekennender und sich trotzdem oder aus seiner Sicht gerade deshalb zur „politischen Mitte“ rechnender – Zeitgenosse mit wilden Tiraden im Kommentarbereich Aufsehen erregt, der ob meiner Darstellung, die Gesellschaft hier bei uns bzw. vor allem die veröffentlichte Meinung und das öffentliche Bewusstsein hätten die so genannte „Mitte“ dorthin verschoben, wo vor gar nicht so langer Zeit noch die radikale Linke gewesen wäre, regelrecht hyperventilierte. Gleichzeitig beschimpfte er die US-amerikanischen Republikaner – immerhin eine Partei, die seit Gründung der USA über insgesamt schon mehrere Jahrzehnte Senatsmehrheiten erlangt und Präsidenten gestellt hatten – als „rechtsextrem“ und legte wortreich dar, dass Personen, die hier in Deutschland Sympathien für die Politik der USA unter republikanischen Administrationen empfinden oder gar äußern würden, außerhalb des demokratischen Konsenses stünden – das wäre dann übrigens im Westen erstmals seit 1945, im Osten erstmals seit 1989 der Fall.

Schwarz-grüne Koalitionen seien hingegen das Zukunftsmodell,  sie würden den breitesten Konsens innerhalb der deutschen Bevölkerung widerspiegeln. Zum Vergleich: Im Juli 1989 betonte der damalige CDU-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl noch in einem Fernsehinterview, seine Partei würde nur mit Parteien der Mitte und nicht mit den Rändern koalieren wollen und dass diese Ansage „für die Kommunisten genauso wie für die Grünen und für die Republikaner genauso wie für die NPD“ gelte.

Wer sein Denkvermögen noch nicht vollständig in das ideologische Korsett dieses eben skizzierten heutigen Konsenses gezwängt hat und entweder selbst noch beispielsweise die 80er-Jahre einigermaßen wach erlebt oder zumindest Eltern hat, die in dieser Zeit aufgewachsen waren, ist eingeladen, hier mit mir zusammen ein wenig zurückzublicken.

Ich möchte jetzt bewusst auch Themen wie den so genannten „Wertewandel“ oder das – zum Teil ja damals schon modische – Papst-Bashing außen vor lassen, ebenso den zunehmenden Antisemitismus, und mich erst mal ganz ganz allein auf die Haltung weiter Teile der Eliten und der veröffentlichten Meinung gegenüber den USA beschränken. Denn alleine schon an diesem Thema wird deutlich, dass die Einschätzung, das gesellschaftliche Klima in unserem Lande bzw. in weiten Teilen Europas habe sich im Laufe der letzten Jahrzehnte wieder in eine ungesunde, einseitige, extreme und ideologisch aufgeladene Richtung verschoben, zutreffend ist. Den Rest des Beitrags lesen »

Roger Young: One Nation under God (Single Review)

In Musik on Januar 27, 2010 at 11:55 pm

Ich habe mich dazu entschlossen, künftig hier auf dem Blog auch Countrysongs und Alben bekannter Künstler aus diesem Genre zu besprechen. Zum einen ist es eine wie ich finde ganz stimmige Ergänzung zu den tagespolitischen Beiträgen und Kommentaren und zum anderen ist Countrymusik aus meiner Sicht ein ideales Mittel, um konservative Werte und konservatives Lebensgefühl darzustellen. Das heißt nicht, dass jeder Countrysong konservativ ist und auch nicht, dass jeder gut ist oder dass ich die Qualität von Musik an den weltanschaulichen Überzeugungen des jeweiligen Interpreten messe.

Aber mich sprechen nun mal Countrysongs sowohl musikalisch als auch inhaltlich überdurchschnittlich an und die besten davon möchte ich den Lesern hier nicht vorenthalten. Ich werde auch oft genug Songs ohne politische Botschaft vorstellen. Jedenfalls wird hier aber künftig auch Countrymusik besprochen und den Anfang mache ich mit einem persönlichen Freund von mir, den 42-jährigen Roger Young aus Garland, Texas, der hauptberuflich in der Forschungsabteilung eines örtlichen Öl- und Gasversorgers tätig ist und nebenberuflich Countrysongs schreibt. Er steht unmittelbar vor seinem ersten Plattenvertrag.

Seinen ersten Song, „One Nation under God“, habe ich zum ersten Mal im Sommer 2009 auf www.1.fm Absolute Country gehört. Roger Young sagt darüber, er wäre beim Anblick eines Truckers dazu inspiriert worden, den er früh morgens auf der Strecke von Fort Worth nach Dallas gesehen hätte und dem er angesehen hätte, dass er an jenem Tag schon sehr lange auf den Beinen gewesen wäre. Für Roger Young stand dieser Mann für das Bild des hart arbeitenden Amerikaners, der den Sinn in seinem Leben darin sieht, für seine Familie zu sorgen und dem sein Land wirklich etwas bedeutet.

(Zum Anhören bitte auf das Bild klicken!)

In „One Nation under God“ geht es auch um den Patriotismus als wichtigen gemeinsamen Nenner aller Amerikaner bei allen Unterschiedlichkeiten und divergierenden Meinungen und um die Freiheit als wesentliches Essential des Nationsbegriffs in den USA. Jeder hat das Recht, die Flagge zu verbrennen. Jeder hat aber auch das Recht, nachts eine Kerze anzuzünden für die Soldaten, die fern der Heimat ihr Bestes tun, um die amerikanischen Ideale zu verteidigen.

Der eigentliche Grund, „One Nation under God“ zu schreiben, war für Roger Young aber, dass der Sohn seines Cousins im Irak durch eine Sprengfalle schwer verletzt wurde und nach Ende seiner Behandlung darauf bestanden hatte, wieder zurück in den Mittleren Osten zu gehen, um seine Brüder dort nicht alleine lassen zu müssen. Dieser Liebe und Hingabe gegenüber seinem Land möchte Roger Young in seinem Song ein Denkmal setzen und gerade deshalb wendet sich dieser Song auch an alle, die diese Zuneigung zum amerikanischen Militär nicht teilen und die einem das Recht geben, „darin übereinzustimmen, nicht übereinzustimmen“.

Zu Ehren der US-Soldaten hat Roger Young kurz vor Weihnachten im Einvernehmen mit seiner Plattenfirma den Song auf youtube vorveröffentlicht. In Kürze sollen noch weitere veröffentlicht werden.

Asyl für Homeschooling-Eltern

In Gesellschaft, Recht, Tagesgeschehen on Januar 27, 2010 at 10:56 pm

Sie haben es geschafft: Wie die Home School Legal Defense Association (HSLDA) mitteilt, hat das zuständige Gericht in Memphis, Tennessee, dem Asylantrag der aus Bissingen stammenden, 7-köpfigen Familie des Musiklehrers Uwe Tomeike und seiner Frau Hannelore, stattgegeben. Die Romeikes waren aus Deutschland in die USA geflüchtet, nachdem sie infolge ihrer Absicht, die Kinder entgegen den landesgesetzlichen Bestimmungen über die Schulpflicht zu Hause zu unterrichten, in Deutschland strafrechtliche Verfolgung und die behördliche Entfernung der Kinder aus ihrem Familienverband befürchtet hatten.

Familie Romeike ist nicht die einzige „Homeschooling“-Familie in Deutschland. Während einige Schulbehörden sich um gütliche Einigungen mit Eltern bemühen, die aus religiösen Gründen Vorbehalte gegen das staatliche Schulsystem in Deutschland haben, verfolgen andere Schulverweigerer mit Geld- und Haftstrafen oder dem Entzug des Erziehungsrechts. Über ähnlich hartes Vorgehen gegenüber Schülern und deren Eltern, die nicht aus religiösen Gründen unentschuldigt der Schule fernbleiben, sondern stattdessen im Einkaufszentrum abhängen, ist übrigens nichts bekannt. Den Rest des Beitrags lesen »

Ein guter Tag beginnt mit guten Nachrichten :)

In Politik on Januar 20, 2010 at 9:19 am

Es ist, als würde die CDU das Direktmandat in Berlin-Kreuzberg holen. Linkere Staaten sind ja eigentlich nur noch Washington D.C. und Vermont… Und doch hat es Scott Brown, der Kandidat der Republikaner in Massachusetts geschafft, den Senatssitz zu holen:

http://www.welt.de/politik/ausland/article5914822/Barack-Obamas-wichtige-Senatsmehrheit-ist-dahin.html

Im November folgt dann hoffentlich der zweite Streich bei den Midterms und die Republikaner holen sich den Senat zurück. Und 2012 kann der Messias – sollte er nicht lieber als gut dotierter Vortragsredner durch das ihm immer noch ergebene Europa tingeln – in seine verdiente Rente gehen. Es sei denn, er bestreitet den nächsten Wahlkampf mit dem Versprechen, bis 2045 die Bahnen der Sonne zu verändern, um den ach so bösen Klimawandel zu verhindern. 🙂

Ob sich die Leute damit noch lange vera****en lassen, ist angesichts solcher Berichte allerdings eine andere Frage: http://www.ftd.de/wissen/natur/:peinliche-panne-weltklimarat-stolpert-in-gletscherspalte/50062879.html

Doublethink-Volkshochschule Herbstsemester 2009/10 – Lektion I: Personenkult

In Doublethink Volkshochschule, Politik, Tagesgeschehen on Oktober 10, 2009 at 11:10 am

Das Problem extrem einseitiger, linkslastiger Medien dürfte kein spezifisch deutsches Phänomen sein – auffällig ist allenfalls, dass hier zu Lande die Niveauskala einzelner Darstellungen nach unten offen ist und sich in kaum einem Bereich die Strategie der 68er, jegliche Moral- und Anstandsvorstellung zu zersetzen, so spürbar durchgesetzt hat wie dort.

Vor einem Jahr starb der österreichische Rechtspopulist und Kärntner Ministerpräsident (Landeshauptmann) Dr. Jörg Haider. Zeitlebens verstand er es auf seine Weise Menschen zu begeistern, aber auch zu polarisieren. Sein politischer Weg war facettenreich und viele Veränderungen, die seine Politik und die der lange von ihm geleiteten FPÖ geprägt hatten, waren nicht immer für jedermann nachvollziehbar.

Auch wies sie zweifellos Härten auf, die viele Menschen befremdeten und Haiders Stil hatte auch etwas an sich, was nicht in jedem Land verstanden wurde. Für unzählige Menschen in Österreich und insbesondere in dessen südlichstem Bundesland war sein Tod jedoch ein Schock und über Parteigrenzen hinweg trauerte ein Land um einen talentierten, charismatischen und markanten Politiker.

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Zweifellos mag es dabei einige Formen, der eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen, gegeben haben, die befremden und zum Teil an politisch motivierte Leichenfledderei grenzen, nicht zuletzt auch Verschwörungstheorien, wonach sein Tod kein Unfall gewesen wäre.

Noch heute wird die Erinnerung an Haider gepflegt – für nicht wenige Medien gerade in Deutschland Grund genug, mit überheblichem Unterton und unter Ausbreitung unappetitlicher Gerüchte über Haiders Privatleben das Gedenken zu begleiten. Von „Haider-Kitsch“ ist ebenso die Rede wie von „Enthüllungen“ seines „Ex-Geliebten“ und der politischen Ausrichtung seines Vaters. Merke: Die Forderung nach Sippenhaftung oder sich an Spekulationen aus dem Homo-Milieu zu begeilen, ist also dann auf jeden Fall dann ok, wenn der, um den es geht, Haider heißt. Komisch, wo man doch seit Jahren allenthalben darüber belehrt wird, dass Homosexualität ja etwas völlig Normales wäre…

Aber deutsche Medien sind eben – bedingt dadurch, dass sie noch aufgeklärter sind als alle ohnehin aufgeklärten Medien anderer Industrienationen – allen anderen auch hier um eine Nasenlänge voraus. Sie haben völlig Recht, wenn sie irrationalen, byzantinistischen Personenkult ohne reale Substanz kritisch begleiten und hinterfragen. 

b-bo-12-disciples-peoples-cube(c) The Peoples Cube 2009

So wie das ja auch zu bemerken war, als der Messias der amtierende US-Präsident Barack Obama gestern mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, für den er bereits 10 Tage nach seinem Amtsantritt nominiert worden war. Und das wurde ja kritisch aufgenommen, oder?